Die multimediale Nachrichtenagentur
Am Beispiel der Finanz- und Wirtschaftsnachrichtenagentur dpa-AFX
dpa-AFX in Frankfurt testet derzeit die multimedialen Einsatzmöglichkeiten ihrer Redakteure. Andreas Krobok, Leiter der Mulitmediaredaktion, berichtet in Tutzing über erste Erfahrungen.Der Alltag des Agenturjournalisten könnte in der Radio-Zukunft 2010 - oder früher - so aussehen: Zunächst die schnelle, erste Meldung für den Print-Nachrichtendienst, dann die Weiterverarbeitung des Themas für Radio und Podcasts, schließlich der Einsatz als Videoreporter. Die recherchierte Nachricht - aufbereitet in verschiedenen Formaten, mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Die Finanz- und Wirtschaftsnachrichtenagentur dpa-AFX in Frankfurt testet derzeit die multimedialen Einsatzmöglichkeiten ihrer Redakteure. Einige sind bereits in allen drei Bereichen, Print, Audio und Video, tätig. Lange Zeit galt hier: Entweder schreiben - oder sprechen. Mit der Einführung von Web-TV ist nun die nächste Dimension geplant. Korrespondenten vor Ort sollen neben ihrer Print-Berichterstattung auch per Webcam dem Videoproduktionsteam zuarbeiten - oder per Handy Bausteine für Audiopodcasts zuliefern.
Angesichts der formatbedingt wechselnden Anforderungen sowie der unterschiedlichen Gewichtungswünsche der Adressaten muss der Korrespondent neben Schnelligkeit und Genauigkeit außerdem ein hohes Maß an Flexibilität und Trennschärfe bereit halten. In einer Finanznachrichtenagentur richtet sich die geschriebene Meldung an ein völlig anderes Publikum als ein kurzes, schnelles und leicht verständliches Radioformat. Die Video-Podcasts erfordern wiederum eine neue Herangehensweise an Präsentation und Themenaufbereitung. Drei verschiedene Instrumente, die es in all ihren Eigenheiten zu beherrschen gilt.
Die multimediale Ausrichtung der Nachrichtenagentur und ihrer Journalisten ist die folgerichtige Entwicklung einer Branche, die bei überschaubarem Mehraufwand ihre Angebotspalette erweitern will und muss. Sprechen möchte ich mit Ihnen über die Erfahrungen, die wir inzwischen gemacht haben, über Machbarkeiten und Hürden, Vorteile und Nachteile.
Radio-Workshop
Tutzinger Radiotage 2012
Radio ist nicht von gestern. Welche neuen Wege Radiojournalisten in Zukunft beschreiten sollten, damit ihre Hörer auch weiterhin dranbleiben, ist Thema der Tutzinger Radiotage am Starnberger See. Weiter...
Rede von Thomas Krüger (06.01.2012)50 Jahre Deutschlandfunk, 5 Fragen an das Radio im digitalen Zeitalter
Am 1. Januar 1962 um Punkt 16 Uhr nahm der Deutschlandfunk seinen Sendebetrieb in Köln auf, um – so wörtlich – "die entpolemisierte und entgiftete Wahrheit über Deutschland in den Osten" zu transportieren. Nun wird diese Instanz der deutschen Mediengeschichte 50 Jahre alt. Weiter...

