Der trimediale Newsroom
Rüstzeug für die digitale Zukunft
Beim SR gibt es seit einem Jahr eine zentrale Stelle, die sich ausschließlich ums Recherchieren und Finden von interessanten Themen kümmert. Mit dem Newsroom rüstet sich der SR für die digitale Zukunft.Beim Saarländischen Rundfunk gibt es seit einem Jahr eine zentrale Stelle, die sich ausschließlich ums Recherchieren und Finden von interessanten Themen kümmert.
Franz Jansen, Leiter der neuen Abteilung, nennt seinen Arbeitsbereich den "erweiterten regionalen Newsroom". Bis zu 20 Redakteure recherchieren seit Mai 2006 in diesem "Newsroom" für die Programme und Sender des SR, was im Land so los ist. Sie überlegen sich Themen und machen den Redaktionen Vorschläge. Auch versuchen sie, überregionale Themen zu finden, die für das Saarland wichtig sind.
Im Newsroom laufen die "Fäden" von SR 1, SR 2, SR 3, SR Fernsehen, Unser Ding, SR-Online und SAARTEXT zusammen. Alle Planer und Chefs vom Dienst koordinieren und organisieren von dort aus die aktuellen Sendungen und Texte für alle Medienbereiche.
Der Newsroom ist durch ein Computer-System, das sich Open Media nennt, mit allen Redaktionen verbunden. So kann jederzeit von jeder Redaktion der Stand der Programmplanung abgerufen werden - jeder weiß, was in den anderen Bereichen des Saarländischen Rundfunks läuft und kann dementsprechend seine Berichterstattung anpassen.
Mit der Einführung des Newsrooms wurden die Kräfte beim Saarländischen Rundfunk gebündelt. Der SR ist mit seinem "Newsroom" damit Vorreiter in der ARD. SR-Intendant Fritz Raff sieht im Newsroom einen wichtigen Schritt, um die Informationskompetenz der SR-Programme zu stärken: "Die Zeiten, in denen die einzelnen Hörfunk- und Fernsehprogramme oft nur für sich selbst recherchiert haben, sind vorbei. Von der gemeinsamen Planung, vom regelmäßigen Austausch über interessante Themen und von der virtuellen Vernetzung aller Redaktionen profitieren letztlich unsere Hörer und Zuschauer sowie die Online-Nutzer und Saartext-Leser."
SR_Newsroom-Chef Franz Jansen und Assistentin Christina Kranz. Foto: CUT/Stephan Morgenstern (© CUT/STephan Morgenstern
)Eigenrecherchierte Nachrichten könnten beispielsweise morgens in den Hörfunkprogrammen, tagsüber in den multimedialen Angeboten und abends im SR Fernsehen eingesetzt werden, so Raff. Dennoch bleibe die Freiheit der Redaktionen, über die Inhalte selbst zu entscheiden, unangetastet. Mittelfristig werde es auch bei größeren Rundfunkanstalten keine Alternative zu einem gemeinsam genutzten Planungs- und Informationszentrum geben, sagte Raff.
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