Mikrofonpult

Glossar

privat-kommerzieller Rundfunk



Seit den 1980er Jahren gibt es in der Bundesrepublik Deutschland das duale System und mit ihm neben dem öffentlich-rechtlichen auch den privaten Rundfunk. Sat.1, der erste private Fernsehsender, ging am 1. Januar 1984 unter dem Namen PKS auf Sendung. Bereits einen Tag später begann RTL plus (heute: RTL Television) mit der Ausstrahlung eines Fernsehprogramms. Innerhalb von nur fünf Jahren gingen weitere ca. 25 neue Sender bzw. Programme an den Start.

Private und öffentlich-rechtliche (TV-)Anbieter unterscheiden sich vor allem hinsichtlich folgender Aspekte:

privater Rundfunk:
  • Die Sender haben keinen festgeschriebenen Programmauftrag.
  • Es darf Profit erwirtschaftet werden (kommerziell). Erzielte Gewinne dürfen zum Beispiel an Investoren ausgezahlt werden.
  • Finanziert sich fast ausschließlich durch Werbung.
  • Weitere Einnahmequellen sind z. B. Teleshopping und kostenpflichtige Zuschaueranrufe bei Televoting oder Call-in-Gewinnspielen. Einige Sender erzielen Einnahmen über Abonnements, bei denen Zuschauer direkt für Programme oder pro Sendung zahlen (Pay-TV, z. B. Sky).
  • Werbung darf nicht mehr als 20 Prozent der täglichen Sendezeit ausmachen und muss deutlich von anderen Sendungen abgegrenzt sein.
öffentlich-rechtlicher Rundfunk:
  • Die Sender haben einen gesetzlich festgeschriebenen Programmauftrag. Sie gewährleisten die Grundversorgung der Bevölkerung mit Radio- und Fernsehprogrammen.
  • Es darf kein Profit erwirtschaftet werden (nicht-kommerziell). Alle Einnahmen müssen im Kontext der Bereitstellung von Sendungen ausgegeben werden.
  • Finanzieren sich zum großen Teil durch staatlich festgelegte Teilnehmergebühren (GEZ).
  • Weitere Einnahmequelle ist der Weiterverkauf oder die Lizenzierung eigener Fernsehproduktionen.
  • ARD und ZDF dürfen nur 20 Minuten Werbung pro Werktag senden (nicht nach 20.00 Uhr und nicht an Sonn- und Feiertagen).
Quelle: Weitere Informationen:



06.10.2014