Dossierbild: Verbotene Spiele

Literatur zum Thema

20.8.2007
Die Literatur zu Computerspielen und Gewalt ist in den letzten Jahren enorm angeschwollen. Hier die wichtigsten Einführungen und Übersichten.

Die Literatur zu Computerspielen und Gewalt ist in den letzten Jahren enorm angeschwollen. Hier die wichtigsten Einführungen und Übersichten.

Craig A. Anderson, Douglas Gentile, Katherine E. Buckley: Violent Video Game Effects on Children and Adolescents. Theory, Research, and Public Policy.
New York: Oxford University Press 2007. Anderson ist einer der führenden US-amerikanischen Forscher zum Thema, das Buch fasst den aktuellsten internationalen Forschungsstand zusammen.

Inka Brunn, Hardy Dreier, Stephan Dreyer, Uwe Hasebrink, Thorsten Held, Claudia Lampert, Wolfgang Schulz: Das deutsche Jugendschutzsystem im Bereich der Video- und Computerspiele.
Endbericht, 28.6.2007. Hamburg: Hans-Bredow-Institut. 2006 beauftragte das Bundesfamilienministerium das Bredow-Institut mit der Evaluation des deutschen Jugendmedienschutzes. Der Endbericht prüft mögliche Wirkungen von gewalthaltigen Spielen, die Kritik an der USK, die Umsetzung der bestehenden Gesetzgebung und die Möglichkeiten und Folgen angedachter gesetzlicher Reformen.
Auf: www.hans-bredow-institut.de


Hans-Bredow-Institut (Hg.): Analyse des Jugendmedienschutzsystems – Jugendschutzgesetz und Jugendmedienschutz-Staatsvertrag.
Endbericht, Oktober 2007. Hamburg: Hans-Bredow-Institut. Nach dem Erscheinen der ersten Teilstudie zu Videospielen im Juni 2007 erwartet, beleuchtet der vollständige Endbericht nun den deutschen Jugendmedienschutz im Verbund.
Auf: www.hans-bredow-institut.de (PDF)


JFF (Hg.): Untersuchung der Akzeptanz des Jugendmedienschutzes aus der Perspektive von Eltern, Jugendlichen und pädagogischen Fachkräften.
Eigenständige Teilstudie des JFF zur Analyse des Jugendmedienschutzsystems. Endbericht, August 2007. München: JFF Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis. Der Bericht ist eine eigenständige Teilstudie zur umfassenden Analyse des Hans-Bredow-Instituts und fragt danach, wie der Jugendschutz gerade im Blick auf den praktischen Alltag verbessert werden könnte.
Auf: www.jff.de (PDF)


Cragg Ross Dawson, Arnold Cragg, Catherine Taylor, Ben Toombs: Video Games.
Research to improve understanding of what players enjoy about video games, and to explain their preferences for particular games. London: BBFC 2007. Das "British Board of Film Classification" ist das britische Pendant zu FSK und USK. Laut seiner jüngsten Studie tauchen Menschen "vollständiger" in Spielfilme ab als in Computerspiele. Wegen dieses überraschenden Ergebnisses erfuhr die Studie große Aufmerksamkeit.
Auf: bbfc.co.uk (PDF)


Karl-Heinz Gasser, Malte Creutzfeldt, Markus Näher, Rudolf Rainer, Peter Wickler: Bericht der Kommission Gutenberg-Gymnasium.
Erfurt, 19. April 2004. Auf 371 Seiten rekonstruiert die vom damaligen Thüringer Justizminster eingesetzte Kommission minutiös den Tatverlauf, die Motive und Ursachen für den Amoklauf am Erfurter Gutenberg-Gymnasium 2002.
Auf: www.thueringen.de


Harald und Andrea M. Hesse: Computer- und Videospiele. Alles, was Eltern wissen sollten.
München: Herbig 2007. Eltern, die sich von neuen Medien überfordert fühlen, Rat zum Umgang mit Computerspielen im Kinderzimmer suchen oder sich gründlicher informieren wollen, finden hier einen guten und aktuellen Rundumschlag.

Barbara Krahé, Werner Greve: Aggression und Gewalt. In Hans-Werner Bierhoff, Dieter Frey (Hg.): Handbuch der Sozialpsychologie und Kommunikationspsychologie.
Göttingen: Hogrefe 2006, S. 125-135. Krahé und Werner fassen das psychologische Wissen zu Agression und Gewalt zusammen.

Michael Kunczik, Astrid Zipfel: Medien und Gewalt. Befunde der Forschung seit 1998.
Hg. v. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Berlin: BMFSFJ 2004.
Auf: www.bundespruefstelle.de


Michael Kunczik, Astrid Zipfel: Gewalt und Medien. Ein Studienbuch.
5., völlig überarb. Aufl. Köln/Weimar: UTB/Böhlau 2005. Mit ihrer Studie für das BMFSFJ und dem Studienbuch zum Thema legen Kunczik und Zipfel die gründlichste deutschsprachige Forchungsübersicht zu Medien und Gewalt allgemein vor.

Konrad Lischka: Spielplatz Computer. Kultur, Geschichte und Ästhetik des Computerspiels.
Heidelberg: Heise 2002. Auch fünf Jahre nach seinem Erscheinen die beste deutschsprachige Ein-Buch-Einführung ins Thema.

Florian Rötzer (Hg.): Virtuelle Welten – reale Gewalt.
Hannover: Heise 2003. Der Band versammelt Beiträge aus dem Umfeld des bekannten Online-Magazins "Telepolis", die in Reaktion auf den Amoklauf von Erfurt entstanden.

Maria von Salisch, Astrid Kristen, Caroline Oppel: Computerspiele mit und ohne Gewalt. Auswahl und Wirkung bei Kindern.
Stuttgart: Kohlhammer 2007. Nur Langzeitstudien können wirklich unterscheiden, ob gewalthaltige Computerspiele aggressiv machen – oder aggressive Menschen gern zu gewalthaltigen Spielen greifen. Genau das macht dieses Buch wichtig und spannend: Es fußt auf der ersten deutschen Langzeitstudie zur Computerspielnutzung von Kindern.

Olaf Zimmermann, Theo Geißler (Hg.): Streitfall Computerspiele. Computerspiele zwischen kultureller Bildung, Kunstfreiheit und Jugendschutz.
Redaktion: Gabriele Schulz. Berlin: Deutscher Kulturrat 2007. Der Deutsche Kulturrat hat mit Statements, Diskussionen und nicht zuletzt mehreren Themenausgaben seiner Zeitung "politik und kultur" die Position stark gemacht, dass Computerspiele auch als Kulturgüter wahrgenommen und gefördert gehören. Der Band versammelt alle 35 Diskussionsbeiträge, die in diesem Rahmen in "politik und kultur" erschienen. Viele Texte sind auch online lesbar unter: www.kulturrat.de

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