Dossierbild Afrikanische Diaspora

Medien

Mit "Yo! MTV Raps" setze der Sender Anfang der Neunziger Maßstäbe für die HipHop-Kultur.Die HipHop-Sendung "Yo! MTV Raps" wurde von 1988-1995 ausgestrahlt. (© AP)
Seit MTV, VIVA und einer zunehmenden Amerikanisierung des deutschen Privatfernsehens tauchen vermehrt Schwarze Deutsche als Moderatoren oder kulturelle Produzenten auf. Ihre Präsenz ist jedoch keineswegs unproblematisch, da sie ein Spannungsfeld eröffnet, in dem einerseits eine konsumorientierte "Ethnisierung" der Unterhaltungsbranche sichtbar wird, die sehr eng mit Fragen nach exotisierten Rollenzuschreibungen verknüpft ist. Andererseits ermöglicht die Nutzung neuer Medien große Chancen für junge Künstlerinnen und Künstler, selbstbestimmte Wege zu gehen. Hierdurch wird eine Alltagskultur begründet, in der unterschiedliche Realitäten und Positionsbestimmungen von Schwarzen Deutschen öffentlich gemacht und verhandelt werden.

Vertriebene erreichen das Flüchlingslager Zamzam im Norden Darfurs im Februar 2009.

Charles Gnaléko

"Small talk about true lies"

In Afrika wird ein positives Bild von Deutschland gezeichnet. Umgekehrt wird dagegen der Eindruck erweckt, als gäbe es in Afrika nur Armut und Bürgerkrieg. Wie lassen sich diese Gegensätze erklären? Weiter...

DEFA-Film "Blauvogel" 1979, Berlin/Babebelsberg.

Peggy Piesche

Irgendwo ist immer Afrika ...

Afrika wurde in den 70ern durch die DDR-Medien zum Kampfplatz des proletarischen Internationalismus stilisiert. Mit Hilfe von Kinofilmen sollten Verbündete gegen das westliche Weltsystem gefunden werden. Weiter...

Stummfilm "Die Jagd nach dem Tode" 1920.

Tobias Nagl

Fantasien in Schwarzweiß – Schwarze Deutsche, deutsches Kino

Das Kino ist eine Geschichte weißer Fantasien: Hotel-Boys, Barmänner, Butler, Musiker, "Wilde", Matrosen, Tänzer, Portiers, Chauffeure – alles Stereotypen, die Schwarze Schauspieler zu erfüllen hatten. Es waren Bilder, die von einem weißen Überlegenheitsanspruch sprachen, von Neid oder Verachtung. Weiter...

Cover Mosaik: Abenteuer am Bosporus.

Peggy Piesche

Multikulturelle Images in DDR-Comics

Auch die neue sozialistische Persönlichkeit kam nicht ohne Trivialem aus. Vieles davon ist längst vergessen, nur das "Mosaik" mit seinen Kult gewordenen Serien erlebten eine Renaissance. Weiter...

 

Dossier - Afrika

Afrika

Rund 885 Millionen Menschen leben in 54 afrikanischen Staaten. Auf dem Kontinent gibt es über 3.000 Bevölkerungsgruppen und mehr als 2.000 Sprachen. Das Dossier präsentiert Afrika gestern und heute und beleuchtet die Perspektiven zukünftiger Entwicklungen. Weiter... 

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Kein anderer Erdteil scheint im Bewusstsein der Deutschen weiter entfernt zu sein als Afrika - der "vergessene" Kontinent. Neben Elend und Schatten gibt es auch Positives. Weiter...

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Heinrich Hoffmanns Geschichte von den schwarzen Buben aus dem "Struwwelpeter" (1917).Susan Arndt

Kolonialismus, Rassismus und Sprache

Um das politische Konzept der Sklaverei und des Kolonialismus moralisch "zu legitimieren", erfand Europa sein eigenes Afrika. Der Kontinent sei das homogene und unterlegene "Andere" und bedürfe daher der "Zivilisierung". In diesem Prozess war Sprache ein wichtiges Kriterium. Weiter...