Dossierbild Afrikanische Diaspora

Kunst

Schwarze kulturelle Produzentinnen und Produzenten jenseits der Musik- und Unterhaltungsbranche werden in Deutschland bislang kaum zur Kenntnis genommen. Kuratoren wie Ekwui Enwezor in Kassel während der "documenta 11" (2002) und der Ausstellung "Short Century" (2001) im Martin-Gropius-Bau haben jedoch darauf aufmerksam gemacht, dass die "Commodity: Afrikanische Diaspora" nunmehr auch hier zu Lande erfolgreich vermarktet wird. Innerhalb Deutschlands sind es besonders Musiker und Bildende Künstler afrikanischer Herkunft, die nach neuen künstlerischen Ausdrucksformen suchen, um ihre Erfahrungen im Kontext von Diaspora zu beschreiben. Zeitgeschichte wird so oftmals künstlerisch verdichtet und historische Orte werden im Kontext von Kolonialismus und Alltags-Rassismus neu definiert.

Stephen Lawson, Skulptur "Reflecting Being"

Christiane Della

Schwarze Kunst in Zeiten der Globalisierung

Die Werke von bildenden Künstlern verleihen den Erfahrungen einer Generation Ausdruck, die sich bisher als vereinzelte geschichtslose Minderheit gesehen hat.

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Stephen Bantu Biko

Dr. Yeo Lacina

Die Rehabilitierung "Schwarz-Afrikas" in der schönen Literatur

Belletristische Produktionen von deutschen Autoren bleiben oft tradierten Klischees eines romantisierenden, geheimnisvollen Afrikas verhaftet.

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"Ich möchte meine Haut abstreifen / es geht nicht ich möchte es nicht begreifen" (Amaka Iyizoba).

Anita Berger

Coloured Children

Wer als Afro-Deutscher mehr über seine Wurzeln erfahren möchte, findet in Schulbüchern nur wenige Informationen. Vor allem der Kontakt zu anderen Schwarzen Deutschen ist hilfreich, diese Lücke zu schließen.

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"Brothers Keepers"-Poster.

Adé Odukoye

Die "Brothers Keepers"-Story

Brothers Keepers: ein Zusammenschluss afro-deutscher Musiker, die ein Statement gegen rassistische Gewalt abgeben. Mit den Erlösen aus Konzerten oder Plattenverkäufen helfen sie den Opfern, sie sind Ansprechpartner von Initiativen, die dem rechten Alltagsterror entgegenstehen.

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Plattencover "Advanced Chemistry – Fremd im eigenen Land"

Kofi Yakpo

"Denn ich bin kein Einzelfall"

1992 brachte die Gruppe "Advanced Chemistry" in Eigenregie den Song "Fremd im eigenen Land" heraus. Für viele Afros, Deutsch-Türken und "Schwarzköpfe" wird das Lied zu ihrer Nationalhymne.

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Bullet Proof Soul feat.Curley Energies & Elem Enopeh

Daniel Oeding

Just another street thing

Die elektronische Club-Musik wird von Hamburg bis München zunehmend von afro-deutschen Künstlerinnen und Künstlern angenommen. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl an etablierten Subgenres.

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Rund 885 Millionen Menschen leben in 54 afrikanischen Staaten. Auf dem Kontinent gibt es über 3.000 Bevölkerungsgruppen und mehr als 2.000 Sprachen. Das Dossier präsentiert Afrika gestern und heute und beleuchtet die Perspektiven zukünftiger Entwicklungen.

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Kein anderer Erdteil scheint im Bewusstsein der Deutschen weiter entfernt zu sein als Afrika - der "vergessene" Kontinent. Neben Elend und Schatten gibt es auch Positives. Weiter...

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Um das politische Konzept der Sklaverei und des Kolonialismus moralisch "zu legitimieren", erfand Europa sein eigenes Afrika. Der Kontinent sei das homogene und unterlegene "Andere" und bedürfe daher der "Zivilisierung". In diesem Prozess war Sprache ein wichtiges Kriterium.

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