Menschen auf der sog. Windrose, Mosaik im Eingangsbereich des Padrão dos Descobrimentos (Denkmal der Entdeckungen) im Stadtteil Belém in Lissabon.

14.5.2018 | Von:
Jochen Oltmer

Globale Migration: Geschichte, Gegenwart, Zukunft

Migration ist keine Besonderheit der Moderne. Ein Blick in die Geschichte zeigt, wie sich Migration im Laufe der Zeit verändert hat. Ab wann kann von globaler Migration gesprochen werden? War Migration über große Distanzen ein europäisches Phänomen?

Kanada wirbt mit Plakaten in Chisinau um Einwanderer. Von den 55 bis 60 Millionen Europäern, die zwischen 1815 und 1930 nach Übersee zogen, gingen mehr als zwei Drittel nach Nordamerika, wobei die Zahl der Zuwanderer in die USA mehr als sechsfach höher war als nach Kanada.Kanada wirbt mit Plakaten in Chisinau um Einwanderer. Von den 55 bis 60 Millionen Europäern, die zwischen 1815 und 1930 nach Übersee zogen, gingen mehr als zwei Drittel nach Nordamerika, wobei die Zahl der Zuwanderer in die USA mehr als sechsfach höher war als nach Kanada. (© picture-alliance)
Migration bildete von Beginn der Geschichte der Menschheit an ein zentrales Element gesellschaftlichen Wandels. Deshalb ist die Vorstellung ein Mythos, räumliche Bevölkerungsbewegungen – auch über weite Distanzen – seien erst eine Erscheinung der Moderne oder gar der Gegenwart. Und nicht erst im Kontext der Entwicklung der heutigen Massenverkehrsmittel lassen sich globale Migrationen enormer Dimension ausmachen. Der Mensch der Vormoderne war ebenso wenig grundsätzlich sesshaft wie der Mensch der Moderne. Einen Mythos bildet auch die Auffassung, in der Vergangenheit habe Migration einen linearen Prozess dargestellt – von der dauerhaften Abwanderung aus einem Raum zur dauerhaften Einwanderung in einen anderen: Rückwanderungen, Formen zirkulärer Migration und enorme Fluktuationen kennzeichneten die lokalen, regionalen und globalen Wanderungsverhältnisse in der Vergangenheit wie in der Gegenwart.[1]

Europäische Expansion und europäische Abwanderung

Von globaler Migration kann in größerem Umfang seit dem Beginn der weltweiten politisch-territorialen, wirtschaftlichen und kulturellen Expansion Europas im 15. Jahrhundert gesprochen werden. Die Abwanderung von Europäern in andere Teile der Welt blieb vom 16. bis in das frühe 19. Jahrhundert in ihrem Umfang noch moderat. In der Folgezeit bis in das frühe 20. Jahrhundert hinein aber führte sie zu einem weitreichenden Wandel in der Zusammensetzung der Bevölkerungen vor allem in den Amerikas, im südlichen Pazifik, aber auch in Teilen Afrikas und Asiens. Der kleinere Teil der europäischen Interkontinentalwanderer nahm Pfade über Land und siedelte sich vornehmlich in den asiatischen Gebieten des russischen Zarenreichs an.[2] Der überwiegende Teil überwand die maritimen Grenzen des Kontinents: Von den 55 bis 60 Millionen Europäern, die zwischen 1815 und 1930 nach Übersee zogen, gingen mehr als zwei Drittel nach Nordamerika, wobei die Zahl der Zuwanderer in die USA mehr als sechsfach höher war als nach Kanada. Rund ein Fünftel wanderte nach Südamerika ab, ca. 7 Prozent erreichten Australien und Neuseeland. Nordamerika, Australien, Neuseeland, das südliche Südamerika sowie Sibirien bildeten als europäische Siedlungsgebiete "Neo-Europas".[3] Im zweiten Drittel des 20. Jahrhunderts lief die europäische Transatlantik-Migration als Massenphänomen aus, die das globale Migrationsgeschehen des "langen" 19. Jahrhunderts geprägt hatte.

Dennoch beschränkten sich Migrationen über große Distanzen keineswegs ausschließlich auf Europäer. So wird beispielsweise von 11 Millionen Migrantinnen und Migranten ausgegangen, die China im "langen" 19. Jahrhundert verließen. Davon gingen mehr als ein Drittel nach Thailand, ein weiteres Drittel nach Niederländisch-Indien (vor allem nach Borneo), ein Viertel in das französische Indochina und an die eine Million auf die Philippinen. Rund eine halbe Million erreichte Australien, Neuseeland sowie diverse Inseln im Pazifik und im Indischen Ozean. Zumeist stammten sie aus der südchinesischen Provinz Guangdong (Kanton) und dem benachbarten Fujian, die beide sehr hohe Migrationsraten aufwiesen. Zu berücksichtigen sind darüber hinaus außerordentlich umfängliche Bewegungen innerhalb des chinesischen Kaiserreichs und insbesondere in die wirtschaftlich stark aufstrebende Mandschurei.[4]

Europa wird seit dem späten 19. Jahrhundert zum Zuwanderungskontinent

Europa als Hauptakteur kolonialer Expansion und als Hauptexporteur von Menschen nach Amerika, Afrika, Asien und in den Raum des südlichen Pazifik war lange kaum Ziel interkontinentaler Zuwanderungen gewesen. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts, auf dem Höhepunkt der Abwanderung von Europäern, begann aber die Geschichte Europas als Zuwanderungskontinent. Zunächst kamen insbesondere Bildungsmigranten aus den europäischen Kolonialbesitzungen nach Europa sowie Seeleute aus Asien und Afrika. Diese wurden für die im Zuge der Globalisierung rasch wachsenden europäischen Handelsmarinen seit Ende des 19. Jahrhunderts rekrutiert. Sie erreichten die europäischen Hafenstädte, wo vor und nach dem Ersten Weltkrieg erste kleine Siedlungskerne von Afrikanern und Asiaten entstanden.[5] Eine weitere, und damit dritte Gruppe asiatischer, afrikanischer oder karibischer Pioniermigranten in Europa bildeten die von den Kolonialmächten rekrutierten Soldaten auf den europäischen Kriegsschauplätzen des Ersten und des Zweiten Weltkriegs, von denen einige Tausend nach dem Ende der Kampfhandlungen in Europa blieben.[6]

Die eigentliche Massenzuwanderung auf den europäischen Kontinent begann aber erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, gefördert vor allem vom Prozess der Dekolonisation[7]: Die Auflösung der europäischen Kolonialreiche führte zu einer umfangreichen "Rückwanderung" von europäischen Siedlern nach Europa. Darüber hinaus wurde im Prozess der Dekolonisation die Zuwanderung kolonialer Kollaborateure in die ehemaligen "Mutterländer" zugelassen, die als Verwaltungsbeamte, Soldaten oder Polizisten die koloniale Herrschaft mitgetragen hatten. Vor allem das konfliktreiche Ende der globalen Imperien der Niederlande (in den späten 1940er Jahren), Frankreichs (in den 1950er und frühen 1960er Jahren) sowie Portugals (Anfang der 1970er Jahre) brachte umfangreiche Fluchtbewegungen und Vertreibungen mit sich. Zwischen dem Ende des Zweiten Weltkriegs und 1980 kamen insgesamt 5 bis 7 Millionen "Europäer" im Kontext der Dekolonisation aus den (ehemaligen) Kolonialgebieten auf den europäischen Kontinent, darunter viele, die weder in Europa geboren waren noch je in Europa gelebt hatten.[8] Darüber hinaus gab es umfangreiche postkoloniale Zuwanderungen ehemaliger Kolonialisierter nach Europa, da wegen der zum Teil weiterhin bestehenden engen Verbindungen zwischen ehemaligen kolonialen Metropolen und in die Unabhängigkeit entlassenen Staaten privilegierte Zugänge bestanden. Das galt unter den großen europäischen Zuwanderungsländern vor allem für Frankreich und Großbritannien, aber auch für die Niederlande und Belgien.[9]


Die migratorische Gegenwart: Kein lang anhaltender "Massenzustrom" nach Europa

Markt in Marzahn-HellersdorfMarkt in Marzahn-Hellersdorf (© Susanne Tessa Müller)
Die gegenwärtig laufenden Debatten um die globale Migration und um die grenzüberschreitenden Bewegungen aus den weniger entwickelten in entwickelte Länder vermitteln den Eindruck, riesige "Migrationsströme" hätten in den vergangenen Jahren insbesondere Europa aus dem "globalen Süden" kommend erreicht. Dem ist nicht so. Das Niveau der grenzüberschreitenden Migration ist in den vergangenen Jahrzehnten nicht angewachsen, vielmehr auf einem recht niedrigen Niveau stabil geblieben. Neueste Studien zeigen, dass zwischen 1960 und 2010 in Zeitabschnitten von fünf Jahren gerechnet nur jeweils ca. 0,6 Prozent der Weltbevölkerung staatliche Grenzen überschritten haben. In absoluten Zahlen heißt das etwa für 2005–2010: 41,5 Millionen grenzüberschreitende Migrationen weltweit.[10] Nur im Zeitraum von 1990 bis 1995 erreichte der Anteil der Migranten mit 0,75 Prozent einen leicht höheren Wert, der vor allem mit den migratorischen Folgen der Öffnung des "Eisernen Vorhangs" und den weitreichenden Transformationen durch den Zusammenbruch der Sowjetunion sowie anderer politischer Systeme vor allem im östlichen Europa erklärt werden kann.

Auffällig sind an diesen Daten nicht nur das relativ niedrige Niveau der zwischenstaatlichen Migration und die ausgeprägte Stabilität über Jahrzehnte. Darüber hinaus zeigt sich, dass der größte Teil der Bewegungen innerhalb von Weltregionen wie Westafrika, Südamerika oder Ostasien stattfindet, während Migration, die die Grenzen von Kontinenten überschreiten, kaum ins Gewicht fallen. Selbst in Großregionen, in denen kaum oder keine formalen Migrationsbarrieren bestehen, bleibt der Umfang der Migrationsbewegungen überschaubar: Weniger als 3 Prozent aller EU-Bürger leben in einem anderen Staat der EU, obgleich bereits die Römischen Verträge von 1957 Freizügigkeit als Ziel der europäischen Integration festgeschrieben und über viele Jahrzehnte hinweg die Bewegungen zwischen den europäischen Staaten erleichtert worden sind.[11]

Auch die Migrationsverhältnisse in Deutschland sind in den vergangenen Jahren, sieht man von 2015 ab, vor allem geprägt worden durch die Zuwanderung aus anderen europäischen Staaten: Trotz des Anstiegs der Zahl der Asylsuchenden aus dem Nahen Osten kamen 2014 insgesamt 74 Prozent aller Zuwanderer, die Deutschland erreichten, aus europäischen Ländern, nur rund 5 Prozent z.B. aus Afrika. In realen Zahlen bedeutete dies 2014: Von den rund 1,1 Millionen Zuwanderern nach Deutschland kamen nur ca. 75.000 aus Afrika.[12] Trotz der in vielen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Feldern fortschreitenden Globalisierung blieb die Zuwanderung nach Deutschland also bis 2014 in aller Regel europäisch. Der erhebliche Anstieg der Zuwanderung von Asylsuchenden im Jahr 2015 führte allerdings zu einer Veränderung: Der Anteil europäischer Zuwanderer an der Gesamtzuwanderung sank auf 57 Prozent ab und damit auf einen so niedrigen Stand, wie ihn die Bundesrepublik bis dahin nie erlebt hatte.

Alle genannten Daten beziehen immer auch Migrationen mit ein, die durch Ausübung oder Androhung von Gewalt ausgelöst worden waren (Flucht, Vertreibung usw.). Zuletzt ist die Zahl der vom Flüchtlingshochkommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) registrierten Flüchtlinge deutlich angestiegen: Mitte 2016 lag sie bei 21,3 Millionen, erreichte damit den Höchststand des vergangenen Vierteljahrhunderts, der zuletzt für das Jahr 1992 bei 20,5 Millionen gelegen hatte.[13] Hinzu traten 2015 insgesamt 41 Millionen sogenannte "Binnenvertriebene", die vor Gewalt und Verfolgung innerhalb eines Staates ausgewichen waren, nicht aber unter das Mandat des UNHCR fallen, weil sie keine Grenzen überschritten haben. Die weltweiten Fluchtbewegungen zeigen eindeutige Muster: Flucht ist selten ein linearer Prozess, vielmehr bewegen sich Flüchtlinge meist in Etappen: Häufig lässt sich zunächst ein überstürztes Ausweichen in die nächste Stadt oder einen anderen als sicher erscheinenden Zufluchtsort in der unmittelbaren Nähe ausmachen, dann die Weiterwanderung zu Verwandten und Bekannten in einer benachbarten Region oder einem Nachbarstaat oder das Aufsuchen eines informellen oder regulären Lagers. Muster von (mehrfacher) Rückkehr und erneuter Flucht finden sich ebenfalls häufig. Hintergrund ist dabei nicht nur die Dynamik der sich stets verändernden und verschiebenden Konfliktlinien, sondern auch die Unmöglichkeit, an einem Fluchtort Sicherheit oder Erwerbs- oder Versorgungsmöglichkeiten zu finden. Häufig müssen sich Menschen auf Dauer oder auf längere Sicht auf die Existenz als Flüchtling einrichten.

Durch die oft extrem beschränkte Handlungsmacht der Betroffenen ist Flucht also häufig durch Immobilisierung gekennzeichnet: vor Grenzen oder unüberwindlichen natürlichen Hindernissen, wegen des Mangels an (finanziellen) Ressourcen, aufgrund von migrationspolitischen Maßnahmen, fehlenden Papieren oder gering ausgeprägten Netzwerken. Daher rührt auch das Phänomen der Verstetigung von Lagern mit der Folge einer "Camp-Urbanisierung" und der Entwicklung von "Camp-Cities" mit zum Teil Großstadtcharakter. Ein Großteil der Flüchtlinge weltweit ist immobilisiert, unterliegt in sogenannten "protracted refugee situations" einem nicht selten prekären Schutz, hat aber zum Teil durch die Unterbindung von Bewegung Handlungsmacht eingebüßt und ist extrem sozial verletzlich.

Größere Fluchtdistanzen sind relativ selten, weil die finanziellen Mittel dafür fehlen und Transit- oder Zielländer die Migration behindern. Weil Flüchtlinge zudem überwiegend nach einer raschen Rückkehr streben, suchen sie ohnehin in aller Regel Sicherheit in der Nähe der überwiegend im globalen Süden liegenden Herkunftsregionen. 95 Prozent aller afghanischen Flüchtlinge (2015: 2,6 Millionen) leben vor diesem Hintergrund in den Nachbarländern Pakistan oder Iran. Ähnliches gilt für Syrien, das sich seit 2011 im Bürgerkrieg befindet: Der Großteil der syrischen Flüchtlinge, rund 4,8 Millionen, sind in die Nachbarländer Türkei (2016: 2,7 Millionen), Jordanien (660.000), Irak (225.000) und Libanon (1 Million) ausgewichen. Mit 7,6 Millionen lag dabei die Zahl der Menschen, die vor Gewalt innerhalb Syriens flohen und zu Binnenvertriebenen wurden, sogar noch deutlich höher. Angesichts dessen überrascht es nicht, dass Staaten des globalen Südens 2015 nicht weniger als 86 Prozent aller weltweit registrierten Flüchtlinge und 99 Prozent aller Binnenvertriebenen beherbergten – mit seit Jahren steigender Tendenz im Vergleich zum Anteil des globalen Nordens. Noch 2003 hatte der Anteil der ärmeren Länder an den Flüchtlingen weltweit lediglich bei 70 Prozent gelegen. Vornehmlich der globale Süden ist also von der Zunahme der weltweiten Zahl der Flüchtlinge und Binnenvertriebenen seit Anfang der 2010er Jahre betroffen. Dass trotz dieser globalen Tendenz die Bundesrepublik Deutschland vor allem 2015 und 2016 deutlich vermehrt zum Ziel von Asylsuchenden geworden ist, resultiert aus einem komplexen Bedingungsgefüge, dessen Mechanismen sich gegenwärtig noch nicht in vollem Umfang erschließen lassen.

Fußnoten

1.
Jochen Oltmer, Globale Migration. Geschichte und Gegenwart, 3. Aufl. Bonn 2016; siehe auch überblickend: Patrick Manning, Migration in World History, 2. Aufl. New York 2013; Immanuel Ness (Hg.), The Encyclopedia of Global Human Migration, 5 Bde., Malden, MA 2013; Michael Fisher, Migration. A World History, Oxford 2014.
2.
Dittmar Dahlmann, Sibirien. Vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart, Paderborn 2009
3.
Überblickende Perspektiven zur europäischen überseeischen Migration: Walter Nugent, Crossings. The Great Transatlantic Migrations 1870-1914, Bloomington 1992; Dudley Baines, Emigration from Europe 1815–1930, Cambridge 1995; Klaus J. Bade, Europa in Bewegung. Migration vom späten 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart, München 2000, S. 121–168.
4.
Peter Kwong, China: Profit-driven Institutions and Emigration Promotion, in: Ness (Hg.), The Encyclopedia of Global Human Migration Bd. 2, S. 1004–1011, hier S. 1006.
5.
Lars Amenda, Globale Grenzgänger. Chinesische Seeleute und Migranten und ihre Wahrnehmung in Westeuropa 1880–1930, in: WerkstattGeschichte, 53. 2009, S. 7–27.
6.
Christian Koller, The Recruitment of Colonial Troops in Africa and Asia and their Deployment in Europe during the First World War, in: Immigrants & Minorities, 26. 2008, S. 111–133.
7.
Ausführlicher hierzu: Oltmer, Globale Migration, S. 70–76.
8.
Hierzu und zum Folgenden siehe die einzelnen Beiträge in: Andrea L. Smith (Hg.), Europe’s Invisible Migrants, Amsterdam 2003.
9.
Imke Sturm-Martin, Annäherung in der Diversität. Europäische Gesellschaften und neue Zuwanderung seit dem Zweiten Weltkrieg, in: Archiv für Sozialgeschichte, 49. 2009, S. 215–230, hier: S. 217f.
10.
Guy J. Abel/Nikola Sander, Quantifying Global International Migration Flows, in: Science, 343. 2014, S. 1520–1522.
11.
Bewegt die Krise? EU-Binnenmigration und wirtschaftliche Disparitäten in Europa, http://www.bpb.de/gesellschaft/migration/kurzdossiers/155393/eu-binnenmigration (2.6.2015).
12.
Statistisches Bundesamt: www.destatis.de.
13.
Hierzu und zum Folgenden: http://www.unhcr.org/556725e69.html(16.12.2016).
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