Dossierbild Migration

1.6.2009 | Von:
Dr. Steffen Angenendt

Triebkräfte

Wanderungsentscheidungen sind für den Einzelnen in der Regel schwerwiegende Entschlüsse. Das gewohnte Lebensumfeld, die Familie und das Land werden verlassen.

Van Luong aus Laos lebt seit 26 Jahren in Deutschland.Van Luong aus Laos lebt seit 26 Jahren in Deutschland. (© Susanne Tessa Müller)
Wanderungsentscheidungen sind für den Einzelnen in der Regel schwerwiegende und oft auch in Fluchtsituationen langwierige Entschlüsse: das gewohnte Lebensumfeld, die Familie, die Nachbarschaft, das Land werden verlassen. Diese Entscheidungen fallen umso schwerer, je weniger eine kurzfristige Rückkehroption besteht. Sie spielen sich in einem Spannungsfeld von Individuum, Gruppe und Gesellschaft sowie zwischen Gegenwartserfahrungen und Zukunftserwartungen ab. Dementsprechend vielfältig sind die Faktoren, die in Wanderungsentscheidungen hinein spielen. Die Migrationsforschung unterscheidet zur Bestimmung der Wanderungsfaktoren, die auf der gesellschaftlichen Ebene wirksam sind, üblicherweise zwischen Druckfaktoren (push factors), die im Abwanderungsland wirksam sind, und Sogfaktoren (pull factors), die vom Aufnahmeland ausgehen. Da diese Faktoren sich oft gegenseitig bedingen und analytisch nicht immer getrennt werden können, spricht man auch von Wanderungssystemen. Zu den zentralen Wanderungsfaktoren gehören ökonomische, politische, sozio-kulturelle, demografische und ökologische Faktoren.


Der Film "Die Piroge" erzählt die Geschichte afrikanischer Flüchtlinge auf ihrer gefährlichen Reise nach Europa. 30 Menschen wagen die Flucht von Dakar zu den Kanarischen Inseln in einem einfachen offenen Fischerboot, einer Piroge. Als unterwegs immer mehr Probleme auftauchen und der Motor ausfällt, wird die Reise zu einem Albtraum.

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