Dossierbild Migration

Kurzdossiers

Ein Kurzdossier legt komplexe Zusammenhänge aus den Bereichen Zuwanderung, Flucht und Asyl sowie Integration auf einfache und klare Art und Weise dar. Es bietet einen fundierten Einstieg in eine bestimmte Thematik, in dem es den Hintergrund näher beleuchtet und verschiedene Standpunkte wissenschaftlich und kritisch abwägt. Darüber hinaus enthält es Hinweise auf weiterführende Literatur und Internet-Verweise. Dies eröffnet die Möglichkeit, sich eingehender mit der Thematik zu befassen. Unsere Kurzdossiers erscheinen bis zu 6-mal jährlich.

Straßenszene in Izmir

Vera Hanewinkel

Die Abwanderung hochqualifizierter türkeistämmiger deutscher Staatsangehöriger in die Türkei

Der Herbst 2011 stand im Zeichen des 50-jährigen Jubiläums des Abkommens zur Anwerbung türkischer Arbeitskräfte (›Gastarbeiter‹) durch die Bundesrepublik Deutschland. In den Blick genommen wurden in diesem Rahmen Migrationsbewegungen von der Türkei nach Deutschland, die mit der Unterzeichnung des Anwerbeabkommens am 30. Oktober 1961 einsetzten und auch nach dem Anwerbestopp 1973 anhielten. Migrationen, die in umgekehrter Richtung verlaufen, finden demgegenüber deutlich seltener Beachtung. Tatsächlich wandern aktuell mehr Personen von Deutschland in die Türkei als umgekehrt: Im Jahr 2010 verzeichnete die Bundesrepublik gegenüber der Türkei einen negativen Wanderungssaldo von 5.862 Personen. Weiter...

Islamischer Religionsunterricht an einer Schule in Stuttgart.

Susanne Worbs

Integration in klaren Zahlen? Ansätze des Integrationsmonitorings in Deutschland

In der vergangenen Dekade gab es in Deutschland vielfältige Veränderungen auf dem Gebiet der Integrationspolitik. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob und wie sich (Miss-)Erfolge von Integrationspolitik feststellen lassen. Die Entwicklung von sogenannten Integrationsmonitorings stellt einen solchen Versuch dar. Hierbei werden Stand und Veränderung der Integration von Migranten mit regelmäßig erhobenen statistischen Kenngrößen (Indikatoren) abgebildet. Weiter...

Thomas Hummitzsch

Klimawandel und Migration

Die Folgen der Erderwärmung setzen bereits jetzt ganze Gesellschaften enormen Belastungen aus, die auch globale Wanderungsprozesse zunehmend beeinflussen werden. In diesem Kurzdossier zur klimabedingten Migration werden Gebiete vorgestellt, in denen es am wahrscheinlichsten im Rahmen des Klimawandels zu Migrationen kommen wird. Das Kausalitätsverhältnis zwischen klimabedingten Faktoren und neuen Wanderungsbewegungen sowie die Rechtslage der betroffenen Personen wird diskutiert. Weiter...

Schüler an einer süddeutschen Realschule.

Daniel Naujoks

Die doppelte Staatsbürgerschaft

Diskussionen um die Zulässigkeit der doppelten Staatsbürgerschaft nehmen im gesellschaftlichen Diskurs eine besondere Rolle ein. Neben technischen und praktischen Erwägungen geht es dabei zugleich um Ideen von Staatsbürgerschaft und Einbürgerung als ethnische und politische Grenzziehung, um das Verhältnis zu dauerhaft im Land lebenden Menschen anderer Herkunft und deren Einbindung in das Gesellschaftssystem. Weiter...

Obwohl sie einen bedeutenden Anteil an der Erwerbsbevölkerung ausmachen, haben Frauen große Schwierigkeiten am Arbeitsmarkt.

Eleonore Kofman, Parvati Raghuram

Arbeitsmigration qualifizierter Frauen

Frauen machen heute fast die Hälfte (49,6 % im Jahr 2005) aller internationalen Migranten aus. Die zunehmende weibliche Arbeitsmigration, d. h. die Migration von Frauen, die auf der Suche nach Beschäftigung internationale Grenzen überqueren, hat das Interesse von Wissenschaftlern, Medien und internationalen sowie nationalen politischen Entscheidungsträgern auf der ganzen Welt geweckt. Weiter...

Migranten sind häufig in sozioökonomischer Hinsicht benachteiligt. Sie wohnen und arbeiten beispielsweise oft unter schlechteren Bedingungen als die nicht migrierte Mehrheitsbevölkerung.

Oliver Razum, Jacob Spallek

Wie gesund sind Migranten? Erkenntnisse und Zusammenhänge am Beispiel der Zuwanderer in Deutschland

"Migration macht krank, Migration verbessert die Gesundheitschancen": Im Spannungsfeld dieses Widerspruchs bewegt sich die aktuelle Diskussion zum Thema "Migration und Gesundheit". Weiter...

Rumänische Frauen stehen vor dem Migrationsbüro in Bukarest Schlange, um sich für eine Stelle in Spanien zu bewerben.

Tim Elrick

Netzwerke und ihr Einfluss auf Migrationspolitik

Immer wieder stellen Politiker fest, dass ihre Politikziele im Bereich der Migration nicht oder nur unzulänglich erreicht werden. Wissenschaftler beobachten dieses Phänomen bereits seit drei Jahrzehnten und bezeichnen es als Policy-Gap-Hypothese: Durch die unzureichende Umsetzung von politischen Maßnahmen oder die schwierige Kontrolle von Migrationsbewegungen kommt es zu unbeabsichtigten Folgen in der Migrationspolitik, die sich vor allem auf niedrig qualifizierte Arbeitsmigranten bezieht. Weiter...

Szene bei der Eröffnung der größten Moschee Deutschlands in Duisburg im Oktober 2008.

Andreas Damelang, Max Steinhardt

Integrationspolitik auf regionaler Ebene in Deutschland

Seit 2007 liegt ein umfassender bundesweiter Maßnahmenkatalog zur Integration von zugewanderten Personen und deren Nachkommen vor: der "Nationale Integrationsplan". Da knapp ein Fünftel der ausländischen Bevölkerung in den sechs größten Städten Deutschlands lebt und zudem der städtische Handlungsspielraum bei der Ausgestaltung der Vorgaben des Nationalen Integrationsplans sehr hoch ist, beleuchtet und beschreibt das vorliegende Kurzdossier die verschiedenen Konzepte und Maßnahmen zur Integration ausländischer Mitbürger der sechs größten deutschen Städte: Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt und Stuttgart. (Erschienen 4/2008) Weiter...

Demonstration für die Rechte illegaler Einwanderer unter dem Eiffelturm in Paris.

Dita Vogel, Norbert Cyrus

Irreguläre Migration in Europa – Zweifel an der Wirksamkeit der Bekämpfungsstrategien

Die irreguläre Zuwanderung nach Europa ist in der Bevölkerung und Politik mit vielerlei Ängsten verbunden: dass Staaten die Kontrolle über ihre Grenzen verlieren, dass Sozialsysteme durch unberechtigten Gebrauch überlastet werden, dass einheimische Arbeitnehmer vom Arbeitsmarkt verdrängt werden, und dass die Kriminalität anwächst. Daher gehört die Bekämpfung irregulärer Migration auch zu den Prioritäten der Europäischen Union im Bereich Migrationspolitik. Weiter...

Erklärtes Ziel der Integrationskurse ist u.a., Arbeitslosigkeit und Abhängigkeit von Sozialleistungen bei Zuwanderern zu verringern.

Christian Joppke

Fördern Pflicht-Integrationskurse in Westeuropa die Integration von Zuwanderern?

In den letzten Jahren ist der Ruf nach einheitlicheren und effizienteren Integrationsmaßnahmen für Zuwanderer lauter geworden. Als Reaktion darauf haben verschiedene europäische Länder verpflichtende Integrationskurse und –tests für Neuankömmlinge eingeführt. Dieses Kurzdossier zeigt Zusammenhänge zwischen den neuen Maßnahmen zur "zivilen Integration" in den Niederlanden, in Frankreich und in Deutschland auf und stellt diese den Integrationsmaßnahmen im Vereinigten Königreich gegenüber. Abschließend wird die Wirksamkeit der "zivilen Integration" hinsichtlich der von ihr gesetzten Ziele diskutiert. (Erschienen: 10/2007) Weiter...

Durch die Abwerbung von Fachkräften wird weniger wohlhabenden Staaten die Möglichkeit entzogen, eine angemessene medizinische Versorgung ihrer Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten.

James Stewart, Darlene Clark, Paul F. Clark

Abwanderung und Anwerbung von Fachkräften im Gesundheitswesen: Ursachen, Konsequenzen und politische Reaktionen

Überall auf der Welt stecken die Gesundheitssysteme in der Krise. Dieses Kurzdossier stellt zunächst das Ausmaß des weltweiten Fachkräftemangels im Gesundheitssektor sowie einige grundsätzliche Entwicklungen hinsichtlich der Migration von medizinischen Fachkräften dar. Weiter...

Die Mobilität von Hochqualifizierten ist stärker von individuellen Erwägungen geprägt: bezüglich der Möglichkeiten, in ihrem Fachgebiet effektiv und erfolgreich zu arbeiten, sowie ihrer familiären und persönlichen Lebensumstände.

Jessica Guth

Mobilität von Hochqualifizierten

In diesem Kurzdossier werden die Einflussfaktoren für die Zuwanderung von Hochqualifizierten nach Deutschland anhand von Untersuchungen unter Nachwuchswissenschaftlern und Doktoranden in den Naturwissenschaften beleuchtet. Neben den rechtlichen Rahmenbedingungen auf nationaler und EU-Ebene, die die Mobilität von Hochqualifizierten begünstigen sollen, werden auch "Mobilitätsauslöser" wie zum Beispiel Netzwerke, Mobilität von Studenten und familiäre Zusammenhänge sowie ihre Auswirkung auf die Mgrationsentscheidung untersucht. Weiter...

Kunden stehen im Januar 2010 Schlange in einem Geldtransferbüro im Stadtviertel "Little Haiti" in Miami.

Stefanie Hertlein, Florin Vadean

Rücküberweisungen - Brückenschlag zwischen Migration und Entwicklung?

Mit Rücküberweisung bezeichnet man den Teil des Einkommens, den die Migranten in Form von Geld oder Gütern, vor allem zur Unterstützung ihrer Familien, zurück ins Heimatland schicken. Der Hauptteil dieser weltweiten zumeist monetären Ströme kommt den Entwicklungsländern zugute. Weiter...

Polnische Arbeitsuchende stehen im August 2006 auf einer Jobmesse in Warschau an, um sich für Stellen in Irland zu bewerben.

Michael Heinen, Anna Pegels

Die EU-Osterweiterung und die Arbeitnehmerfreizügigkeit

Am 1. Mai 2004 traten acht mittel- und osteuropäische Staaten der Europäischen Union (EU) bei. Als Antwort auf die Befürchtungen einiger alter Mitgliedstaaten, dass eine 'Flutwelle' billiger Arbeitskräfte aus den neuen Mitgliedstaaten zu höherer Arbeitslosigkeit und sinkenden Löhnen führen würde, führte die EU 'Übergansregelungen' ein, die es den Mitgliedstaaten erlauben, die Freizügigkeit der Arbeitnehmer aus den neuen Mitgliedstaaten für einen Zeitraum von bis zu sieben Jahren einzuschränken. Weiter...

Ein indonesischer Computerspezialist präsentiert im Jahr 2000 bei einer Pressekonferenz mit dem damaligen Arbeitsminister Walter Riester seine "Green Card".

Holger Kolb

Die deutsche "Green Card"

Die deutsche "Green Card" wurde im August 2000 mit dem Ziel eingeführt, ausländische Experten auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologien (IT) auf eine "unbürokratische" Weise ins Land zu holen. Auch nach dem Auslaufen der Green Card Ende 2004 ist der Erfolg der Initiative umstritten. Weiter...

Polnische Erntehelferinnen ernten Erdbeeren auf einem Feld bei Leipzig.

Christina Boswell, Thomas Straubhaar

Braucht Deutschland die Zuwanderung von Arbeitskräften aus dem Ausland?

Braucht Deutschland trotz der hohen Arbeitslosigkeit die Zuwanderung von Arbeitskräften aus dem Ausland? Hintergrund der Frage ist, dass Experten und Arbeitgeber sich besorgt über gegenwärtige und zukünftige Engpässe auf dem Arbeitsmarkt, insbesondere in Bezug auf qualifizierte Arbeitskräfte, zeigen. Weiter...

Schülerinnen und Schüler im niederländischen Utrecht.

Ines Michalowski

Das niederländische Integrationsmodell als Vorbild und die Debatte über sein "Scheitern"

Die Ermordung des bekannten Regisseurs Theo van Gogh in den Niederlanden im November 2004 hat europaweit heftige Debatten über das "Scheitern" des multikulturellen Integrationsmodells in den Niederlanden ausgelöst. Lange Jahre galt das niederländische Modell über die Integration von Zuwanderern als Vorbild. Weiter...