Koffer

21.1.2019

Aus der Praxis: Perspektiven für Klimamigranten schaffen

Akteure der Entwicklungszusammenarbeit widmen sich zunehmend dem Thema Klimawandel. Erstmals stellt ein Projekt der GIZ dabei Menschen in den Vordergrund, die aufgrund von klimawandelbedingten Umweltveränderungen ihre Herkunftsorte verlassen haben.

Zwei Jungen holen angeliefertes Trinkwasser in Blechtöpfen. Ein Zyklon überschwemmte 2009 die Region Khulna in Bangladesch. Seitdem ist das Land versalzen.Zwei Jungen holen angeliefertes Trinkwasser in Blechtöpfen. Ein Zyklon überschwemmte 2009 die Region Khulna in Bangladesch. Seitdem ist das Land versalzen. (© picture-alliance, imageBROKER)

In vielen Regionen der Welt führt der Klimawandel dazu, dass die Häufigkeit und Intensität von Extremwetterereignissen wie Starkregen oder Hitzewellen zunimmt. Immer mehr Menschen sind daher gezwungen, ihre Herkunftsorte zu verlassen – zumindest temporär. Auch schleichende klimawandelbedingte Umweltveränderungen wie der Anstieg des Meeresspiegels, die Versalzung der Böden oder zunehmende Wasserknappheit können bewirken, dass Menschen ihre Existenzgrundlage verlieren und ihren Wohnorten den Rücken zukehren, um sich andernorts neue (Über-)Lebensperspektiven zu schaffen. Der Großteil der Abwandernden verbleibt innerhalb der Grenzen des Herkunftslandes. Die Migration ins Ausland ist eher die Ausnahme. Grundsätzlich gilt: Der Klimawandel verstärkt bestehende soziale, ökonomische, politische und ökologische Problemlagen. Dass er damit – zumindest indirekt – eine Fluchtursache ist, hat unlängst auch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ausgemacht. Im Rahmen der Sonderinitiative "Fluchtursachen bekämpfen, Flüchtlinge reintegrieren" finanziert es ein Projekt, welches Menschen in Bangladesch unterstützt, die klimawandelbedingt aus ländlichen Gebieten in die städtischen Metropolen des Landes abwandern. Durch das Projekt sollen sie in die Lage versetzt werden, an ihrem neuen Lebensort wirtschaftlich Fuß zu fassen und sich eine neue Existenzgrundlage aufzubauen. Ein Gespräch mit dem Projektleiter Ulf Neupert.

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Was ist die GIZ?

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH mit Sitz in Bonn und Eschborn ist ein Bundesunternehmen und Dienstleisterin der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Hauptauftraggeber ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Die GIZ hat rund 20.000 Beschäftigte in 120 Ländern, 70 Prozent davon sind nationales Personal, also Beschäftigte, die in den Ländern rekrutiert werden, in denen die GIZ arbeitet. Bereits seit den 1990er Jahren engagiert sich die GIZ im Bereich Klima. Inzwischen befasst sich jedes dritte Projekt, das von der GIZ umgesetzt wird, mit diesem Thema. Dabei geht es neben der Bekämpfung der Ursachen des Klimawandels auch um Unterstützung zur Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels. So werden zum Beispiel Bauern und Bäuerinnen in Äthiopien dabei unterstützt, Weideflächen trotz Dürren nutzbar zu machen oder Leitlinien für die Umsiedlung von Gemeinden des südpazifischen und vom Meeresspiegelanstieg bedrohten Inselstaates Fidschi erarbeitet. Auch Migration versteht die GIZ als eine mögliche Strategie zur Anpassung an den Klimawandel und unterstützt die Verbesserung regionaler Koordination von Maßnahmen zum Umgang mit klimabedingten Wanderungsbewegungen.

Herr Neupert, in einem von 2015 bis Ende 2017 laufenden Pilotprojekt in Bangladesch hat die GIZ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) erstmals Menschen unterstützt, die aufgrund des Klimawandels ihre Heimatorte verlassen haben. Was beinhaltete dieses Projekt?

Ulf Neupert: Das Projekt mit dem Titel "Städtisches Management klimawandelbedingter Binnenmigration" zielte darauf ab, Menschen zu unterstützen, die ihre Lebensgrundlage im ländlichen Raum aufgrund des Klimawandels verloren haben und in die Städte kommen, wo sie in erster Linie in Slums unterkommen. Eine Projektkomponente bildete der Ausbau der Infrastruktur. Es sind also Wege angelegt und Drainagen geschaffen worden, es sind Brunnen und Toiletten gebaut und Solarlampen für die öffentliche Beleuchtung aufgestellt worden, sodass auch die Sicherheit der dort lebenden Frauen erhöht worden ist. Das alles ist in einem Cash for Work-System [1] durchgeführt worden, sodass die Bewohner_innen der Slums ein Einkommen hatten. Wir legen viel Wert darauf, vor allem mit lokalen Kräften zusammenzuarbeiten. Daneben war eine zweite große Projektkomponente die Qualifizierung der Migrant_innen und der aufnehmenden Gemeinde gleichermaßen, damit sie auf dem städtischen Arbeitsmarkt Fuß fassen können. Insgesamt konnten wir durch die Infrastrukturausbauten und die Qualifizierungsmaßnahmen rund 15.000 Menschen erreichen.

Warum wurde das Projekt in Bangladesch und konkret in den Städten Khulna und Rajshahi durchgeführt?

Bangladesch gehört zu den am dichtesten bevölkerten Ländern der Welt und auch zu den Ländern, die am stärksten vom Klimawandel betroffen sind. Es zeigen sich dort alle möglichen Auswirkungen des Klimawandels: Es gibt Überschwemmungen, Flussufererosionen, Dürren, Wirbelstürme; es gibt einen Anstieg des Meeresspiegels und Versalzung der Böden. Außerdem gibt es Erdbeben. Das hat zwar nichts mit dem Klimawandel zu tun, fällt aber auch unter Umweltrisiken. Wir haben die Städte Khulna und Rajshahi ausgewählt, weil diese beiden Städte so ziemlich von allen klimawandelrelevanten Problemen betroffen sind. In Khulna beobachten wir hauptsächlich den Anstieg des Meeresspiegels, Versalzung der Böden und Wirbelstürme; in Rajshahi sind es Dürren und Ufererosionen.

Wer wurde im Rahmen des Projekts unterstützt?

Unterstützt wurden Klimamigrant_innen und die aufnehmenden Gemeinden. Bei der Auswahl haben wir uns auf die ärmsten Gebiete in den beiden Städten konzentriert. Wir sind im Rahmen einer Vollerhebung in diesen Gebieten von Tür zu Tür gegangen und haben die Bewohner_innen gefragt, woher sie kommen. Wenn sie gesagt haben, dass sie aufgrund von Wirbelstürmen, Versalzung, Flusserosionen oder Dürren in die Stadt gekommen sind, haben wir sie als Klimamigrant_innen definiert. In unseren Projektgebieten haben wir durchschnittlich 70 Prozent Klimamigrant_innen. Wir haben nicht die ganze Stadt untersucht, sondern nur die ärmeren Gebiete und dann eine Auswahl getroffen: Es handelt sich um die Gebiete, die am meisten Personen umfassen, die wir als Klimamigrant_innen identifiziert haben.

In den Projektgebieten haben Sie Qualifizierungsmaßnahmen angeboten, zum Beispiel Kurse in Handyreparatur und Motorradmechanik.

Richtig, das sind zwei Beispiele. Wir haben aber im Qualifizierungsbereich noch mehr gemacht. Wir haben zunächst in jeder der beiden Städte eine Studie durchgeführt, um zu ermitteln, in welchen Industriebereichen es den größten Bedarf an geringqualifizierten Arbeitskräften gibt. Für Handy- und Fahrradreparatur gab es sowohl in Khulna als auch in Rajshahi Bedarf. In Rajshahi haben wir dann auch Pflegekräfte ausgebildet. In beiden Städten haben wir zudem Schneiderkurse angeboten und eine Ausbildung zum Kosmetiker. Wir haben also eine Studie dazu gemacht, wie der Markt vor Ort aussieht, welche Bedarfe es gibt und wo wir möglichst viele Leute unterbringen können. Dazu muss man als Hintergrund wissen, dass es in Bangladesch ein Ausbildungssystem gibt, das ähnlich wie in Deutschland aufgebaut ist und drei Jahre dauert. Es handelt sich zwar nicht um ein duales System, aber eine schulische Ausbildung. Eine dreijährige Ausbildung wollten wir nicht anbieten, weil das mit den Projektlaufzeiten nicht zusammenpasste. Wenn wir ein dreijähriges Projekt haben und in diesen drei Jahren eine schulische Ausbildung anbieten, bleibt keine Zeit mehr zur Evaluierung; wir wissen am Ende also gar nicht, ob wir überhaupt etwas erreicht haben. Deswegen haben wir uns für Ausbildungsgänge mit einer Dauer von sechs bis zwölf Wochen entschieden.

Hat das Projekt Männer und Frauen in etwa gleichermaßen erreicht?

Ja, wir hatten uns als Ziel gesetzt, in den Berufsqualifizierungen mindestens 30 Prozent Frauen zu erreichen; tatsächlich hatten wir 40 Prozent weibliche Teilnehmer. Insgesamt haben wir versucht, typische Rollenklischees aufzubrechen. Bei der Motorradreparatur ist uns das nicht geglückt, aber im Bereich der Hauselektrifizierung hatten wir auch einen großen Frauenanteil in den Kursen. Die Pflegequalifizierung hat zum Beispiel leider hauptsächlich Frauen erreicht. Auch im Schneiderkurs waren zu 100 Prozent Frauen. Wir haben aber versucht, die Teilnehmenden dazu zu motivieren, auch mal etwas anderes zu machen. Das ist zum Beispiel in einem GIZ-Projekt in Jordanien gelungen. In dem Projekt sind syrische und jordanische Frauen zu Klempnerinnen ausgebildet worden. Das ist in muslimischen Ländern ein gutes Vorhaben, weil Frauen auch tagsüber in die Häuser kommen können, wenn die Männer nicht da sind.

Haben Sie die Qualifikationen erhoben, die die Binnenvertriebenen mitgebracht haben oder haben Sie sich vor allem darauf konzentriert, was auf dem lokalen Arbeitsmarkt nachgefragt wird?

Wir haben auch die mitgebrachten Qualifikationen erhoben. Das Qualifikationsniveau war allerdings relativ niedrig. Wir haben auch Analphabetismus abgefragt, weil wir dann darauf noch hätten gesondert eingehen müssen. Das war aber zum Glück kein großes Problem. In aller Regel handelt es sich bei den Binnenmigranten_innen in Khulna und Rajshahi um Bäuerinnen und Bauern, die an den Herkunftsorten auf ihrer Scholle gearbeitet haben. Durch die Umweltveränderungen fällt diese Möglichkeit weg. Daher ziehen sie in die nächste Stadt und versuchen, sich dort über Wasser zu halten. Eine formale Ausbildung hatten die meisten nicht. Die Zuweisung der Ausbildungskurse haben nicht wir gemacht, sondern es den Teilnehmer_innen überlassen, sich für eine Qualifizierungsmaßnahme zu entscheiden. Wir haben lediglich gefragt, was sie interessieren würde. So ist dann zum Beispiel auch der Pflegekurs zustande gekommen, weil viele Befragte äußerten, dass sie daran Interesse hätten. Wir haben daraufhin festgestellt, dass es ein Unternehmen gab, das bereit war, die Ausgebildeten auch anzustellen. Es war uns nämlich wichtig, dass es eine Vermittlung in Arbeit gibt, die Teilnehmer also nicht nur ausbildet und dann sich selbst überlassen werden. Wir wollten, dass es eine Unterstützung gibt, einen Arbeitsplatz zu finden. Wir haben auch Existenzgründerseminare angeboten für diejenigen, die gesagt haben, dass sie sich selbstständig machen möchten. In den Kursen gab es nur recht wenige Teilnehmer_innen. Wir haben aber bewusst Menschen nicht in solche Kurse gedrängt, sondern geschaut, wer die Fähigkeiten und das Interesse daran hat, sich selbstständig zu machen. Es macht einfach keinen Sinn, Leute in die Selbstständigkeit zu drängen, die dazu weder willens noch in der Lage sind.

Welche Wirkung erhofft sich die GIZ von dem Projekt?

In erster Linie erhoffen wir uns, dass es der betroffenen Bevölkerung besser geht. Es geht aber auch darum, die Stadtverwaltung und die Zentralregierung Bangladeschs zu sensibilisieren für die Thematik der Klimamigration: Wer wandert in diesem Zusammenhang? Welche Unterstützungsbedarfe gibt es? Was kann man tun? Was ist praktikabel und was ist vielleicht weniger praktikabel? Es sollen also erste Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt werden.

Das Projekt ist im Dezember 2017 ausgelaufen. Gibt es ein Folgeprojekt?

Ja, wir haben uns um ein Folgeprojekt bemüht, das von Januar 2018 bis Ende Dezember 2022 läuft. Der Titel ist genau der gleiche. Das BMZ stellt für die Umsetzung fünf Millionen Euro bereit; zehn Millionen Euro kommen von der Europäischen Union. Damit sind wir in der Lage, noch mehr Städte in das Projekt einzubinden. Neben Khulna und Rajshahi sind das Sirajganj im Norden und Satkhira und Barisal im Süden Bangladeschs. Im Prinzip machen wir das Gleiche wie im Vorgängerprojekt, mit Ausnahme der Infrastrukturmaßnahmen. Die binden erstens sehr viel Geld. Zweitens gibt es andere Geber, die in dem Bereich arbeiten und Infrastruktur aufbauen, zum Beispiel das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP), die Asian Development Bank oder die KfW-Entwicklungsbank. Der Zusatznutzen, den die GIZ da bringt, ist vor diesem Hintergrund einfach zu gering. Stattdessen gehen wir stärker in einen Livelihoods-Ansatz [2] und stärken die Einkommenssituation mit der Berufsqualifizierung. Dazu wollen wir Ansätze von Urbaner Landwirtschaft [3] ausprobieren, also Ziegen auf einem Stück Grün zu halten und zu züchten, eventuell auch Kühe. Bisher steht aber noch nicht fest, wie viel Platz wir eigentlich in den Slums für die Viehhaltung haben. Die Idee dabei ist, die Subsistenz zu ermöglichen. Wenn es Überschüsse gibt, können die auf dem Markt verkauft werden. Wir streben aber keine kommerzielle Viehzucht an.

Ein Ergebnis unseres ersten Projekts ist auch, dass unser Partner, das Ministerium für Soziales – Ministry for Social Wellfare – festgestellt hat, dass sie eigentlich im städtischen Bereich noch nicht gut genug aufgestellt sind. Gemeinsam wollen wir schauen, wie wir den Zugang des Ministeriums zu den städtischen Armen verbessern können, damit wir diejenigen, die nicht in der Lage sind, sich selbst ihren Lebensunterhalt zu erarbeiten, in die Sozialversicherungssysteme des Sozialministeriums bringen. So haben wir dann ein ganz schönes Paket, denn wir können praktisch jedem etwas anbieten: Die Menschen, die sich selbstständig machen wollen, können sich selbstständig machen; denen, die einen Beruf ergreifen wollen, geben wir darin Unterstützung; den Klimamigrant_innen, die weiterhin in der Landwirtschaft bleiben und sich nicht in anderen Tätigkeitsfeldern qualifizieren wollen, haben wir auch etwas anzubieten und die Personen, die tatsächlich nicht in der Lage sind, ihren Lebensunterhalt zu erwirtschaften, weil sie zu alt oder behindert sind, die versuchen wir in das Sozialsystem zu bekommen.

Gibt es Neid in den Slums, weil Sie sich mit Ihren Maßnahmen gezielt an Binnenvertriebene richten, die wegen des Klimawandels in die Städte gekommen sind, und nicht an in erster Linie an andere städtische Arme, die in den Slums leben?

Für uns und das BMZ war von vornherein klar, dass wir in den definierten Projektgebieten alle Einwohner_innen gleichbehandeln, weil es sonst nur zu Konflikten kommt. Die Gebiete werden zwar danach ausgewählt, ob in ihnen ein großer Anteil an Klimamigrant_innen lebt. In den Gebieten selber wird dann aber nicht weiter unterschieden. Alle Bewohner_innen haben also gleichberechtigt Zugang zu den Projektmaßnahmen.

Dann kann sich also jede Person, die in diesen Gebieten lebt, an Sie wenden und ihr Interesse signalisieren, an einer angebotenen Maßnahme teilnehmen zu wollen?

Genau. Wir gehen aktiv auf die Menschen zu, da wir unser Angebot bekannt machen müssen. Wir sind in den Städten, in denen wir arbeiten, die Einzigen, die solche Qualifizierungsmaßnahmen anbieten. Langfristig wollen wir die lokalen Strukturen des Ministeriums für Soziales stärken, damit sie in der Lage sind, solche Angebote bekanntzumachen. Zum Beispiel könnte das Department for Social Services neu in der Stadt lebende Menschen, die dort Unterstützung anfragen, auf unsere Qualifikationsmaßnahmen aufmerksam machen und so eine erste Anlaufstelle für Unterstützung aller Art werden.

Als Hintergrund: In Bangladesch gibt es etwa 48 Ministerien, von denen 24 Ministerien Sozialleistungen anbieten. Das kann verwirrend sein. Zum Beispiel ist das Ministerium für Soziales nicht für Frauen zuständig. Da gibt es ein eigenes Ministerium, das ihnen Sozialleistungen anbietet. Weil das System so unübersichtlich ist, strebt die Weltbank an, die Sozialleistungen von Bangladesch zu bündeln. Es wird sicherlich Jahrzehnte dauern, das System umzubauen, aber auch wir drängen ein bisschen in diese Richtung und wollen die Ministerien dazu bewegen, irgendwann besser zusammenzuarbeiten.

Das Interview führte Vera Hanewinkel.

Dieser Artikel ist Teil des Kurzdossiers Migration und Klimawandel.

Fußnoten

1.
Cash for Work bedeutet, dass Einwohner_innen des Gebietes, in dem ein Projekt durchgeführt wird, an den anstehenden Arbeiten beteiligt werden und dafür Geld erhalten. Dadurch soll nicht nur die finanzielle Lage der Menschen vor Ort verbessert werden, sondern auch die lokale Infrastruktur.
2.
Der englische Begriff "livelihoods" kann mit "Lebens-" oder "Existenzgrundlagen" übersetzt werden. Im Zentrum dieses Ansatzes stehen Individuen, Haushalte oder soziale Gruppen, die in die Lage versetzt werden sollen, durch vielfältige Aktivitäten und Einkommensquellen ihre Existenzgrundlage und ihren Lebensunterhalt zu sichern und so ihre Lebensbedingungen zu verbessern.
3.
Urbane Landwirtschaft (Urban Farming) ist der Versuch, Landwirtschaft in städtischen Räumen zu betreiben, etwa auf Grünflächen Obst und Gemüse anzubauen oder Vieh zu züchten, in erster Linie, um sich selbst zu versorgen.
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