Schüler stellen am 12.06.2013 in der Ernst-Schering-Schule in Berlin Prominenten Fragen bei einer Veranstaltung im Rahmen der Aktion "Gewalt verhindern - Integration fördern".

1.3.2012

Kurzmeldungen Welt

In Nigeria haben die Behörden in den letzten sechs Monaten rund 11.000 undokumentierte Ausländer des Landes verwiesen bzw. ihnen die Einreise verwehrt. Das neuseeländische Migrationssaldo erreichte in den vergangenen zwölf Monaten ein Zehnjahrestief.

Nigeria: Abschiebung von 11.000 Ausländern

In den letzten sechs Monaten haben die Behörden rund 11.000 undokumentierte Ausländer des Landes verwiesen bzw. ihnen die Einreise verwehrt. Dies teilte der Nigerianische Einwanderungsdienst (NIS) Anfang März mit. Der Großteil der abgeschobenen Personen waren Staatsbürger der Nachbarstaaten Niger und Tschad. Ein Sprecher des NIS erklärte Anfang März, dass die Abschiebungen nicht im direkten Zusammenhang mit der islamistischen Sekte Boko Haram stünden. Die Personen seien wegen fehlender Identitätsdokumente oder unzureichender Mittel zum Lebensunterhalt ausgewiesen worden. Beobachter vermuten dennoch, dass die massiven Abschiebungen als Reaktion auf die von Boko Haram verübten Terroranschläge durchgeführt wurden. Gegenüber der Öffentlichkeit soll so ein "hartes Durchgreifen" demonstriert werden. Die Sekte fordert die Errichtung eines islamischen Staates im Norden des Landes und hat in den letzten Jahren zahlreiche Terroranschläge in Nigeria verübt. In einigen nigerianischen Medien wird spekuliert, dass Boko Haram Migranten anwerben würde.
www.immigration.gov.ng

Neuseeland: Rückgang der Zuwanderung

Der neuseeländische Migrationssaldo erreichte in den vergangenen zwölf Monaten ein Zehnjahrestief. Nach Angaben des statistischen Amtes von Neuseeland (Statistics New Zealand) betrug der Migrationssaldo zwischen März 2011 und Februar 2012 -4.068 Personen bei 83.946 Zuwanderungen und 88.014 Abwanderungen. Im Vergleichszeitraum der vorherigen zehn Jahre war ein positiver Saldo von durchschnittlich +16.685 Personen pro Jahr zu verzeichnen. Den größten Verlust gab es beim Migrationssaldo zwischen Neuseeland und Australien, wobei es sich größtenteils um neuseeländische Staatsbürger handelte (-39.112). Der Bevölkerungsverlust im letzten Jahr sei sowohl auf die Auswirkungen des verheerenden Erdbebens in Christchurch als auch auf die vergleichsweise bessere Arbeitsmarktsituation in Australien zurückzuführen. Ein positiver Migrationssaldo ist v. a. bezüglich Großbritannien (+5.298), Indien (+5.029) und China (+4.831) zu verzeichnen.
www.stats.govt.nz/