Schüler stellen am 12.06.2013 in der Ernst-Schering-Schule in Berlin Prominenten Fragen bei einer Veranstaltung im Rahmen der Aktion "Gewalt verhindern - Integration fördern".

28.1.2013 | Von:
Stefan Alscher
Fatma Rebeggiani

Kurzmeldungen – Deutschland

Viele Deutsche wollen keine eigenen Kinder

In seiner Mitte Dezember 2012 veröffentlichten Studie "(Keine) Lust auf Kinder? – Geburtenentwicklung in Deutschland" hat das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) die Einstellung der Deutschen zu Ehe, Familie und Elternschaft untersucht. Das Institut kommt zu dem Ergebnis, dass die Deutschen zwar der Familie einen relativ hohen Wert beimessen, nicht aber einer eigenen Elternschaft. Im Vergleich sind den Befragten die Lebensbereiche "Ausbildung/Berufliche Interessen", "Kontakte zu Freunden", "Hobbys" und "Partnerschaft" weitaus wichtiger. Zudem glaubt nicht einmal die Hälfte der Kinderlosen zwischen 18 und 50 Jahren, dass ein Kind ihre Lebensfreude und Zufriedenheit verbessern würde. Dennoch gaben 81 % der Kinderlosen an, eine eigene Familie gründen zu wollen. Der Kinderwunsch ist dabei stark von der Lebensform abhängig. Von den Singles gaben insgesamt 48 % an, keine eigenen Kinder zu wünschen. Von den männlichen Singles wollen sogar zwei Drittel kinderlos bleiben. Die niedrige Geburtenrate hänge auch mit den sehr hohen Ansprüchen zusammen, die Deutsche an das Elternsein stellten, so der Direktor des BiB Norbert Schneider. Das Risiko eines Scheiterns erschwere vielen jungen Menschen die Entscheidung für ein Kind. fr
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Wanderungsgewinn übersteigt Geburtendefizit

Wie das Statistische Bundesamt am 14. Januar mitgeteilt hat, kann für das Jahr 2012 von einem Bevölkerungsanstieg ausgegangen werden. Zwar standen den geschätzten 660.000 bis 680.000 lebend geborenen Kindern im vergangenen Jahr etwa 860.000 bis 880.000 Todesfälle gegenüber, woraus sich ein deutliches Geburtendefizit ergibt. Jedoch zeichnet sich nach dem Wanderungsgewinn im Jahr 2011 erneut ein hoher positiver Wanderungssaldo für Deutschland ab (vgl. Ausgabe 10/12, 1/12). Es wird damit gerechnet, dass im Jahr 2012 mindestens 340.000 Menschen mehr aus dem Ausland nach Deutschland zogen als ins Ausland abwanderten. Einen derart hohen Wanderungsgewinn gab es zuletzt 1995. fr
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Feuerwehr wirbt um Migranten

In den Feuerwehren wird über eine bessere Einbindung von Migranten debattiert (vgl. Ausgabe 2/12). Am 1. Januar startete der Deutsche Feuerwehrverband das Projekt "Miteinander reden!", welches durch den Europäischen Integrationsfonds gefördert wird. Schwerpunkt des Projekts ist der interkulturelle Dialog. Dazu sollen neue Materialien wie Leitfäden für interkulturelle Öffnung und eine Praxismappe entwickelt sowie Schulungen durchgeführt werden. Durch diese Maßnahmen soll die interkulturelle Kompetenz bei den Feuerwehren erhöht und Vertrauen von Migranten gewonnen werden. Belastbare Daten zum derzeitigen Anteil von Migranten bei den Feuerwehren liegen nicht vor. Die von TNS Infratest für das Bundesfamilienministerium erstellte Studie "Freiwilliges Engagement in Deutschland 1999 – 2004" schätzt den Anteil der bei Feuerwehr und Rettungsdiensten engagierten Migranten auf lediglich ein Prozent. sta
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Autoren: Stefan Alscher, Fatma Rebeggiani für bpb.de
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