Schüler stellen am 12.06.2013 in der Ernst-Schering-Schule in Berlin Prominenten Fragen bei einer Veranstaltung im Rahmen der Aktion "Gewalt verhindern - Integration fördern".

22.3.2013 | Von:
Stefan Alscher
Vera Hanewinkel

Kurzmeldungen – Deutschland

Viele ausländische Forscher und Ärzte

80.000 (9,5 %) der bundesweit 808.000 Forscher sind Ausländer, so das Ergebnis einer im Januar 2013 veröffentlichten Studie des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF). 5,5 % der Forscher stammen aus der EU, 4 % aus Drittstaaten. Unter Drittstaatsangehörigen sind vor allem Chinesen (15,8 %), Inder (14,2 %) sowie US-Amerikaner (11 %) vertreten. Die aus dem Ausland stammenden Forscher arbeiten am häufigsten in den Bereichen Mathematik und Informatik (11,2 %). Die Studie des BAMF prognostiziert, dass Deutschland auch zukünftig auf ausländische Forscher angewiesen sein wird. Bis zum Jahr 2030 würden 2,1 Mio. zusätzliche Forscher aus dem Ausland benötigt, um den Bedarf in Deutschland zu decken. Auch auf ausländische Ärzte kann Deutschland nicht verzichten. Von diesen gibt es nach Angaben der Bundesärztekammer bereits rund 28.400 im Land. Dies sind rund 12.200 mehr als vor zehn Jahren.
www.bamf.de/ ... /20130304-wp50-auslaendische-wissenschaftler.html

Urteil: Flüchtlingsstatus bei Verbot öffentlicher Religionsausübung

Der erzwungene Verzicht auf die öffentliche Ausübung der eigenen Religion kann zur Anerkennung als Flüchtling führen. Eine Ausübung in der Öffentlichkeit muss in diesem Fall jedoch besonders wichtig für die Wahrung der religiösen Identität des betroffenen Individuums sein. Dies geht aus einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 20. Februar hervor (Az. 10 C 20.12). Hintergrund des Urteils sind vier Verfahren über die Anerkennung des Flüchtlingsstatus von pakistanischen Staatsbürgern aus der islamischen Ahmadiyya-Gemeinschaft. Mitglieder dieser Gemeinschaft werden in Pakistan nicht als Muslime anerkannt. Bei einer öffentlichen Glaubensausübung drohen hohe Strafen bis hin zur Todesstrafe.
www.bverwg.de/...

Abschiebungen 2012 leicht gesunken

Im Jahr 2012 wurden 7.651 Personen aus Deutschland abgeschoben. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage mehrerer Politiker der Linkspartei hervor. Davon erfolgten 6.919 Abschiebungen über den Luft-, 722 über den See- und 10 über den Landweg. Abgeschoben wurden vor allem serbische Staatsangehörige (1.458), gefolgt von Mazedoniern (477) und Kosovaren (471). Rund 3.040 Personen wurden im Rahmen der Dublin-II-Verordnung in andere EU-Mitgliedstaaten überstellt (vgl. Ausgabe 3/13), davon die meisten nach Italien (701 Personen). 645 Personen wurden in EU-Sammelabschiebungen abgeschoben, weitere 106 Personen in Sammelabschiebungen, die durch die Bundespolizei koordiniert wurden. Insgesamt ist die Zahl der Abschiebungen gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken (vgl. Ausgabe 3/12).
http://dip21.bundestag.de/...

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Autoren: Stefan Alscher, Vera Hanewinkel für bpb.de
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