Schüler stellen am 12.06.2013 in der Ernst-Schering-Schule in Berlin Prominenten Fragen bei einer Veranstaltung im Rahmen der Aktion "Gewalt verhindern - Integration fördern".

Migration und Bevölkerung Ausgabe 1/2014

Seit Jahresbeginn gilt die volle EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit für Rumänen und Bulgaren. Erneut wird eine seit Jahren kontrovers geführte Diskussion um eine angeblich unverhältnismäßige Inanspruchnahme von Sozialleistungen durch Neuzugewanderte entfacht. Fakten rund um die Zuwanderung aus Osteuropa geraten dabei oftmals in den Hintergrund. Zumal wesentliche Herausforderungen und Lösungsansätze bis ins Detail in einem Bericht der Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft "Armutszuwanderung aus Osteuropa" dokumentiert sind.

Die Opferzahl nach rechtsextremen Angriffen zwischen 1990 und 2011 ist möglicherweise deutlich höher als bislang angenommen. Eine erste bundesweite Überprüfung von nicht aufgeklärten Tötungsdelikten zwischen 1990 und 2011 hat ergeben, dass in 746 Fällen mit insgesamt 849 Opfern ein rechtsextremes Tötungsmotiv nicht mehr ausgeschlossen werden kann. Die Verteilung der Fälle in der Republik zeigt große Unterschiede zwischen den Bundesländern.

Die Hamburgerin Aydan Özoğuz (SPD) ist zur neuen Bundesbeauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration ernannt worden. Die Benennung ist in Politik, Wissenschaft und Migrantenorganisationen deutschlandweit überwiegend positiv aufgenommen worden. Gleichzeitig sind die Erwartungen an Özoğuz hoch.

In Spanien hat die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise zu einem starken Anstieg der Auswanderung geführt. Die Abwanderung hat wiederum zu einem steten Anstieg der Rücküberweisungen nach Spanien geführt und ist nunmehr auf ein historisches Hoch gestiegen.

Auch in Großbritannien wird über die Zuwanderung diskutiert. Umfragen zufolge sprechen sich mehr als drei Viertel der Bevölkerung für eine Verringerung der Zuwanderung aus, wobei zugleich eine deutliche Differenz zwischen öffentlicher Wahrnehmung und Realität besteht. Derweil setzt der konservative Premierminister David Cameron seine restriktive Rhetorik gegenüber Zuwanderern, vor allem aus osteuropäischen EU-Staaten, fort.

Darüber hinaus finden sich zahlreiche Kurzmeldungen zu nationalen und internationalen Aspekten in der Integrations-, Migrations- und Flüchtlingspolitik wieder.

Migration und Bevölkerung Ausgabe 01/2014

EU-Freizügigkeit: Fakten zur Einwanderung von Rumänen und Bulgaren

Seit Jahresbeginn gilt die volle EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit für Rumänen und Bulgaren. Erneut entfachte eine seit Jahren kontrovers geführte Diskussion um eine angeblich unverhältnismäßige Inanspruchnahme der Neuzugewanderten von Sozialleistungen. Wesentliche Herausforderungen und Lösungsansätze sind indes bis ins Detail in einem Bericht der Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft "Armutszuwanderung aus Osteuropa" dokumentiert.

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Rechtsextremismus: Tötungsdelikte und Tatmotive

Migration und Bevölkerung Ausgabe 1/2014

Rechtsextremismus: 746 Tötungsdelikte werden auf rechtes Tatmotiv untersucht

Eine erste bundesweite Überprüfung von nicht aufgeklärten Tötungsdelikten zwischen 1990 und 2011 hat ergeben, dass in 746 Fällen mit insgesamt 849 Opfern ein rechtsextremes Tötungsmotiv nicht mehr ausgeschlossen werden kann. In den Bundesländern mit hoher Dunkelziffer liegen die meisten Anfangsverdachtsmomente vor. Auffällig sind die geringen Prüffälle in Brandenburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen und Thüringen.

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Migration und Bevölkerung Ausgabe 1/2014

Bundesregierung: Aydan Özoğuz ist neue Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration

Die stellvertretende SPD-Parteivorsitzende Aydan Özoğuz ist die Nachfolgerin von Maria Böhmer (CDU) als Integrationsbeauftragte des Bundes. Mit der Berufung der Politikerin werden vielfältige Erwartungen und Hoffnungen verbunden. Mit Özoğuz hat eine deutsche Bundesregierung erstmals ein Kabinettsmitglied, dessen Eltern aus der Türkei einwanderten.

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Rücküberweisungen von Arbeitskräften

Migration und Bevölkerung Ausgabe 1/2014

Spanien: Rücküberweisungen sind auf historischem Hoch

Im dritten Quartal 2013 haben ausgewanderte Arbeitskräfte so viel Geld wie noch nie nach Spanien überwiesen. Damit setzte sich der Trend seit Anfang 2013 fort. Die infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise anhaltend hohe Arbeitslosigkeit in Spanien hat zu einem starken Anstieg der Auswanderung geführt. Das dürfte eine entscheidende Rolle beim Wachstum der Rücküberweisungen gespielt haben.

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Migration und Bevölkerung Ausgabe 1/2014

Großbritannien: Zuwanderung und öffentliche Meinung

Mehr als drei Viertel der Briten sprechen sich für eine Verringerung der Zuwanderung aus. Dies geht aus einer Anfang Januar veröffentlichten Umfrage hervor. Der konservative Premierminister David Cameron setzt seine restriktive Rhetorik gegenüber der Zuwanderung, vor allem aus osteuropäischen EU-Staaten, fort.

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Migration und Bevölkerung Ausgabe 1/2014

Kurzmeldungen – Deutschland

Das Landgericht Essen hat eine internationale Schleusergruppe verurteilt, die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen möchte die Optionspflicht abschaffen und das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung wurde wegen eines Verstoßes gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) zur Schadensersatzzahlung verurteilt.

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Migration und Bevölkerung Ausgabe 1/2014

Kurzmeldung – Europa

Italien hat sein Flüchtlingslager auf Lampedusa räumen lassen, die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) veröffentlichte eine Rassismus-Studie zu Ungarn und Griechenland, Griechenland möchte den "positiven Aspekt" von Migration als wirtschaftlichem Wachstumsfaktor stärker betonen und Malta möchte weiterhin Pässe für einen Millionenbetrag verkaufen.

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Migration und Bevölkerung Ausgabe 1/2014

Kurzmeldungen – Welt

Die USA möchten chinesischen Touristen und Geschäftsleuten die Einreise in die USA erleichtern, Israels Asylpolitik provoziert Flüchtlingsproteste, im ersten Halbjahr 2013 sind die Flüchtlingszahlen weltweit erneut gestiegen, im Südsudan sind über 230.000 Menschen auf der Flucht und Russland verbietet "irreguläre Migrantenunterkünfte".

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Coverbild Arme Roma, böse Zigeuner

Arme Roma, böse Zigeuner

Zuwanderer aus den EU-Staaten Ost- und Südosteuropas lösen in anderen Staaten der Europäischen Union nicht nur Freude aus: Es bestehen teils massive Vorbehalte, alte und neue Ängste werden geschürt. Umso wichtiger ist der rationale, faktengestützte und vorurteilsfreie Blick auf die Wanderungen, wie ihn dieses Buch vornimmt.Weiter...

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Was bedeutet Migration für Dich? Die 9. Klasse der Sophie-Scholl-Oberschule Berlin näherte sich dem Thema Migration auf einem Workshop von werkstatt.bpb.de mit persönlichen Zugängen und methodischer Vielfalt.

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