Schüler stellen am 12.06.2013 in der Ernst-Schering-Schule in Berlin Prominenten Fragen bei einer Veranstaltung im Rahmen der Aktion "Gewalt verhindern - Integration fördern".

Migration und Bevölkerung Ausgabe 3/2014

Auf der Integrationsministerkonferenz Mitte März wurde beschlossen, Deutschland aktiv zu einer "Willkommensgesellschaft" weiterzuentwickeln. Dafür sei auch ein institutioneller Wandel notwendig. Ein Modellprojekt zum Wandel der Ausländerbehörden zu "Willkommensbehörden" läuft bereits. Ferner kommt der Staatssekretärsausschuss zur Klärung des Anspruchs auf Sozialleistungen durch EU-Bürger, der sich im Zuge der diffamierenden Debatte über den Zuzug von Rumänen und Bulgaren gegründet hatte, in seinen veröffentlichten Zwischenergebnissen zu dem Schluss, dass nicht von einem systematischen Missbrauch von Sozialleistungen gesprochen werden kann. Innen- und Justizministerium einigten sich derweil auf einen Kompromiss bei der Optionspflicht.

Im Vorfeld der Europawahlen, die vom 22. bis 25. Mai EU-weit stattfinden, verzeichnen europaweit die Parteien am rechten Rand des politischen Spektrums deutlichen Zulauf. Prognosen sehen deutliche Stimmengewinne für Parteien des rechten Spektrums in Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden und weiteren Mitgliedsstaaten. Eine größere länderübergreifende rechte Fraktionsbildung wird aufgrund des fehlenden gemeinschaftlichen Nenners dennoch nicht erwartet. Die programmatischen Grenzen dieser Parteien sind zwischen Rechtspopulismus, Nationalchauvinismus, antimuslimischer Agitation und offenem Rechtsextremismus oft fließend.

Zum Jahresende 2013 lebten mehr als 7,6 Mio. ausländische Staatsangehörige in Deutschland. Dabei handelt es sich um die höchste erfasste Zahl von ausländischen Staatsbürgern in Deutschland seit der Einführung ihrer Erhebung im Jahr 1967. Hohe Zuwächse waren aus Syrien sowie den mittel- und südosteuropäischen Staaten zu verzeichnen. Insgesamt fast 70 % der ausländischen Staatsbürger kommen aus einem EU-Mitgliedstaat oder einem Land mit EU-Beitrittskandidatenstatus.

Bei der Ausbildungsplatzsuche werden Jugendliche mit Migrationshintergrund in Deutschland auch bei gleicher Qualifikation benachteiligt. Dies belegen Wissenschaftler des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) erstmals mit statistisch belastbaren Zahlen. Auch andere Untersuchungen bestätigen die Diskriminierung von Minderheiten auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland und Europa.

Nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation sind in der Europäischen Union rund 610.000 Menschen von Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung betroffen. Philipp Schwertmann vom "Bündnis gegen Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung" spricht im Interview über die Situation in Deutschland.

Darüber hinaus finden sich zahlreiche Kurzmeldungen zu nationalen und internationalen Aspekten der Integrations-, Migrations- und Flüchtlingspolitik wieder.

Eckpunkte für eine Willkommensbehörde

Migration und Bevölkerung Ausgabe 3/2014

Bewegung in der deutschen Migrations-, Asyl- und Integrationspolitik

Die Integrationsministerkonferenz, der Staatssekretärsausschuss zur Klärung des Anspruchs auf Sozialleistungen durch EU-Bürger sowie das Innen- und Justizministerium haben Ende März zahlreiche Arbeitsergebnisse und Beschlüsse präsentiert. Für die deutsche Migrations- und Integrationspolitik ergeben sich viele Änderungen, die die gesellschaftliche Teilhabe von Migranten und ihren Nachkommen sowohl befördern als auch behindern werden.

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Europawahl

Migration und Bevölkerung Ausgabe 3/2014

Europawahl 2014: Zulauf bei rechtspopulistischen und rechtsextremen Parteien

Migration & Bevölkerung widmet sich in den nächsten Ausgaben einigen migrationspolitischen Fragestellungen rund um die Wahlen zum Europäischen Parlament. Diese finden in den EU-Mitgliedstaaten zwischen dem 22. und dem 25. Mai statt. Im Vorfeld der Wahlen verzeichnen Parteien am rechten Rand des politischen Spektrums, die sich gegen Zuwanderung und die Europäische Union positionieren, deutlichen Zulauf.

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Ausländische Bevölkerung in Deutschland 2012/2013

Migration und Bevölkerung Ausgabe 3/2014

Ausländeranteil in Deutschland auf Rekordniveau

Zum Jahresende 2013 lebten mehr als 7,6 Mio. ausländische Staatsangehörige in Deutschland. Dies geht aus Daten des Ausländerzentralregisters hervor, die Anfang März vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht wurden. Dabei handelt es sich um die höchste erfasste Zahl von ausländischen Staatsbürgern in Deutschland seit der Einführung ihrer Erhebung im Jahr 1967. Hohe Zuwächse waren aus Syrien sowie den mittel- und südosteuropäischen Staaten zu verzeichnen.

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Mögliche Entscheidungsfaktoren bei der Auswahl von Bewerbern

Migration und Bevölkerung Ausgabe 3/2014

Diskriminierung von Migranten auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt

Bei der Ausbildungsplatzsuche werden Jugendliche mit Migrationshintergrund in Deutschland auch bei gleicher Qualifikation benachteiligt. Dies belegen Wissenschaftler des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) erstmals mit statistisch belastbaren Zahlen. Auch andere Untersuchungen bestätigen die Diskriminierung von Minderheiten auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland und Europa.

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Philipp Schwertmann vom "Bündnis gegen Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung"

Migration und Bevölkerung Ausgabe 4/2014

Interview: Zwangsarbeit in Deutschland meist unsichtbar

Seit dem Jahr 2000 umfasst das Übereinkommen gegen Menschenhandel der Vereinten Nationen neben der sexuellen Ausbeutung von Menschen auch Zwangsarbeit und Arbeitsausbeutung. Diese sind seit 2005 auch im deutschen Strafgesetzbuch als Delikte verankert. Nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sind in der Europäischen Union rund 610.000 Menschen von Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung betroffen. Philipp Schwertmann vom „Bündnis gegen Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung“ spricht im MuB-Interview über die Situation in Deutschland.

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Migration und Bevölkerung Ausgabe 4/2014

Kurzmeldungen – Deutschland

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit herrscht in Deutschland in 20 Berufsgruppen aus technischen Bereichen sowie im Gesundheits- und Pflegesektor Fachkräftemangel, eine Studie des Berliner Zentrum für Allgemeine Sprachwissenschaft (ZAS) ergab, daß Migranten in ihren Familien die Herkunftssprache sprechen sollen und im Verlauf des Jahres 2013 gab es mehr Abschiebungen als 2012.

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Europa: EWR, EFTA und Schengen

Migration und Bevölkerung Ausgabe 4/2014

Kurzmeldungen – Europa

Das spanische Innenministerium hat den Einsatz von Gummigeschossen zur Abwehr von Flüchtlingen generell verboten, die EU schließt eine Mobilitätspartnerschaft mit Tunesien und die Schweiz wird nicht am Erasmus-Austauschprogramm 2014/15 teilnehmen.

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Japan

Migration und Bevölkerung Ausgabe 4/2014

Kurzmeldungen – Welt

In Brasilien wurden wegen der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft sowie den Olympischen Sommerspielen 2016 insgesamt 20.299 zwangsgeräumt, in Katar befürchtet der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB) 4.000 Tote bei den Bauarbeiten zur Fußball-Weltmeisterschaft 2022, die japanische Regierung verlässt den restriktiven Einwanderungskurs und Israels Ultraorthodoxe drohen mit Abwanderung nach einer Reform der Militärpflicht.

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