Schüler stellen am 12.06.2013 in der Ernst-Schering-Schule in Berlin Prominenten Fragen bei einer Veranstaltung im Rahmen der Aktion "Gewalt verhindern - Integration fördern".

18.7.2014 | Von:
Stefan Alscher
Fatma Rebeggiani
Thomas Hummitzsch

Kurzmeldungen - Welt

Chile: Zuwanderung setzt sich fort

ChileChile (© Burak Korkmaz)
Die Zuwanderung nach Chile ist auch im vergangenen Jahr 2013 stark angestiegen. Dies geht aus Daten der chilenischen Behörde für Ausländerwesen und Migration hervor. Während im Jahr 2012 insgesamt 127.362 temporäre und dauerhafte Aufenthaltsbewilligungen ausgestellt wurden, stieg diese Zahl im Jahr 2013 auf 158.128 (+ 24,2 %). Unter den Neuankömmlingen stellten vor allem Peruaner (48.515), Bolivianer (30.597) und Kolumbianer (30.137) die größten Einwanderergruppen (zusammen 69 %). Die Zuwanderung aus Spanien liegt mit 5.739 neu ausgestellten Aufenthaltsbewilligungen zwar weit dahinter, hat sich jedoch gegenüber dem Vorjahr 2012 (2.952) nahezu verdoppelt. Hintergrund der steigenden Zuwanderung nach Chile ist vor allem das Wirtschaftswachstum (2013: +4 %) in der südamerikanischen Andenrepublik sowie der vergleichsweise hohe Lebensstandard (vgl. Ausgaben 10/13, 2/13).

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USA: Studie zu Übergriffen von Grenzschützern

USAUSA (© Burak Korkmaz)
Eine Anfang Mai veröffentlichte Studie des in Washington ansässigen einwanderungsfreundlichen Immigration Policy Center (IPC) kritisiert, dass die US-Grenzschutzbehörde Customs and Border Protection (CBP) zu wenig unternehme, um Beschwerden zu Übergriffen und Amtsmissbrauch durch CBP-Beamte intern zu untersuchen und aufzuklären. Die Auswertung der vorliegenden Daten zwischen Januar 2009 und Januar 2012 hat zu 809 Fällen geführt, in denen es zu unrechtmäßigen Zwangsrückführungen, übertriebener Gewalt, rechtswidrigen Durchsuchungen oder rassistisch motivierten Festnahmen gekommen sein soll. In über 98 % der Vorfälle habe die Behörde zum Zeitpunkt der Datenanalyse keine weiteren Maßnahmen gegen die Beamten ergriffen.

Zum Thema:

Neuseeland: Zuwanderungsfeindliche Stimmung vor Wahlen

NeuseelandNeuseeland (© Burak Korkmaz)
In Neuseeland sind vor den im Herbst anstehenden Parlamentswahlen angesichts der zunehmenden Nettozuwanderung und steigender Immobilienpreise vermehrt Forderungen laut geworden, die Einwanderung in den Pazifikstaat einzuschränken. Die Vertreter der Opposition David Cunliffe (Labour, sozialdemokratisch) und Winston Peters (New Zealand First, nationalistisch) haben angekündigt, die Zuwanderung nach der Wahl begrenzen zu wollen. Cunliffe sprach von maximal 15.000 Nettozuwanderern pro Jahr als Ziel. Derweil haben neuseeländische Ökonomen einem möglichen Zusammenhang zwischen Zuwanderung und Steigerung der Immobilienkosten widersprochen. Die gestiegene Nettozuwanderung von knapp 35.000 Personen im Zeitraum Januar bis April 2014 ist im Wesentlichen einer verringerten Abwanderung von Neuseeländern im vergangenen Jahr zuzuschreiben. Umfragen zeigen, dass zwei Drittel der Neuseeländer eine Begrenzung der Zuwanderung befürworten.

Zum Thema:

Thailand: Massenexodus von Kambodschanern

ThailandThailand (© Burak Korkmaz)
Seit Anfang Juni haben mindestens 180.000 Kambodschaner fluchtartig Thailand verlassen. Dies teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am 18. Juni mit. Die IOM geht davon aus, dass damit der größte Teil der mutmaßlich irregulären kambodschanischen Arbeitsmigranten in Thailand ausgewandert ist. Über die Gründe der Massenauswanderung herrscht Unklarheit. Zahlreiche Medien gehen davon aus, dass die Kambodschaner panisch auf Meldungen reagierten, wonach die Militärjunta in Thailand massiv gegen illegal beschäftigte Ausländer vorgehen wolle. Diesen Gerüchten widersprach die thailändische Militärregierung, kündigte aber an, Maßnahmen gegen die Ausbeutung von Arbeitsmigranten ergreifen zu wollen. Nach Angaben des thailändischen Arbeitsministeriums leben in Thailand über zwei Mio. registrierte Arbeitsmigranten vorwiegend aus Myanmar, Kambodscha und Laos sowie hunderttausende Arbeitsmigranten ohne Aufenthaltstitel aus der Region.

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