Schüler stellen am 12.06.2013 in der Ernst-Schering-Schule in Berlin Prominenten Fragen bei einer Veranstaltung im Rahmen der Aktion "Gewalt verhindern - Integration fördern".

Migration und Bevölkerung Ausgabe 08/2014

Weltweit steigen unter anderem aufgrund der Krisen im Arabischen Raum und in Afrika die Flüchtlingszahlen. Migration & Bevölkerung beleuchtet in dieser Ausgabe daher besonders Fragen von Flucht und Asyl in Deutschland, Europa und der Welt.

Ist Deutschland mit der steigenden Zahl an Asylsuchenden überfordert? Diesen Eindruck vermitteln zumindest die Bilder von überfüllten Aufnahmeeinrichtungen und gewaltsamen Übergriffen durch Sicherheitspersonal in Sammelunterkünften. Um die Situation der Asylantragsteller zu verbessern, wurden verschiedene Vorschläge auf Krisengipfeln diskutiert. Der Bundestag beschloss ein Gesetz, das Sonderregelungen für den Bau von Sammelunterkünften vorsieht. Problematischer scheint jedoch zu sein, dass es keine klaren Qualitätsstandards für Betreiber von Flüchtlingsunterkünften gibt.

Seit Jahren steigen die globalen Flüchtlingszahlen wieder an. Entsprechend verzeichnen neben Deutschland auch zahlreiche andere Staaten steigende Asylantragszahlen. Diese Entwicklung hat in mehreren Zielländern zur Wiederaufnahme von Debatten über den Umgang mit Asylsuchenden sowie zu Änderungen des Aufenthalts- und Asylrechts geführt.

Viele der Schutzsuchenden, die nach Europa kommen, nehmen den riskanten Weg über das Mittelmeer, das inzwischen den gefährlichsten Grenzübergang der Welt darstellt. Mehr als 3.000 Menschen haben in den ersten zehn Monaten dieses Jahres ihr Leben bei dem Versuch verloren, das Mittelmeer in Richtung Europa zu überqueren. Hauptzielland für die Einreise in die EU auf dem Seeweg bleibt Italien. Im Rahmen der italienischen Militär- und Seenotrettungsoperation "Mare Nostrum" konnten innerhalb eines Jahres mehr als 100.000 Migranten vor dem Ertrinken bewahrt werden. Die Operation wird allerdings zum Jahresende 2014 eingestellt. Ein adäquater Ersatz fehlt.

In Europa kommen die meisten Schutzsuchenden aus Syrien und dem Irak. Aufnahmestaaten in der Region wie die Türkei und der Libanon geraten an die Grenzen ihrer Belastbarkeit und fordern mehr Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft. Aber auch Afghanistan, Pakistan, Eritrea und Somalia sind wichtige Herkunftsstaaten. Was geschieht in diesen Ländern? Was veranlasst die Menschen, aus ihnen zu fliehen? Eine Analyse der Lage in Eritrea und Somalia.

Der Ausbruch und die Verbreitung des Ebola-Virus haben weltweit zu erhöhten Sicherheitsvorkehrungen im Reiseverkehr geführt. Während einige Staaten mit Bedacht auf verstärkte Kontrollen Reisender aus der Region setzen, wird die Angst der Bevölkerung vor einer Ansteckung mit Ebola in anderen Staaten benutzt, um Einwanderungsbeschränkungen zu fordern.

In Deutschland tragen 28 Prozent aller muslimischen Frauen ein Kopftuch. Viele von ihnen sind Akademikerinnen. Der Zugang zu Stellen in öffentlichen Institutionen bleibt jedoch insbesondere Lehramtsabsolventinnen mit Kopftuch häufig versperrt. Das war einer der Gründe, weshalb die Studentin Vildan Aytekin das deutschlandweite "Netzwerk für muslimische Lehrerinnen und Lehrer" mit ins Leben gerufen hat. Im Interview spricht Aytekin über gesetzliche Hürden, Mehrfachdiskriminierungen und ihren Wunsch nach mehr Teilhabe an feministischen Debatten.

In weiteren Kurzmeldungen werden Schlaglichter auf das aktuelle Migrations- und Integrationsgeschehen in Deutschland, Europa und der Welt geworfen.

Verteilungsquoten nach dem Königsteiner Schlüssel

Migration und Bevölkerung Ausgabe 08/2014

Flüchtlingsunterbringung in Deutschland: Ausbau der Kapazitäten hinkt Bedarf hinterher

Ist Deutschland mit der steigenden Zahl an Asylsuchenden überfordert? Diesen Eindruck vermitteln zumindest die Bilder von überfüllten Aufnahmeeinrichtungen und gewaltsamen Übergriffen durch Sicherheitspersonal in Sammelunterkünften. Um die Situation der Asylantragsteller zu verbessern, wurden verschiedene Vorschläge auf Krisengipfeln diskutiert. Der Bundestag beschloss ein Gesetz, das Sonderregelungen für den Bau von Sammelunterkünften vorsieht.

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Die Operationen "Mare Nostrum" und "Triton" im Vergleich

Migration und Bevölkerung Ausgabe 08/2014

Flucht nach Europa: Das Mittelmeer ist der gefährlichste Grenzübergang der Welt

Mehr als 3.000 Menschen haben in den ersten zehn Monaten des Jahres 2014 ihr Leben bei dem Versuch verloren, das Mittelmeer in Richtung Europa zu überqueren. Hauptzielland für die Einreise in die EU auf dem Seeweg bleibt Italien. Im Rahmen der italienischen Militär- und Seenotrettungsoperation "Mare Nostrum" konnten innerhalb eines Jahres mehr als 100.000 Migranten vor dem Ertrinken bewahrt werden. Die Operation wird Ende 2014 allerdings eingestellt. Ein adäquater Ersatz fehlt.

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Migration und Bevölkerung Ausgabe 08/2014

Flüchtlinge in Europa: Ein Blick auf die Herkunftsländer Eritrea und Somalia

Die Zahlen der Asylantragsteller in Europa steigen seit dem Jahr 2008 kontinuierlich an. Im Mittelpunkt auch unserer Berichterstattung standen in der Vergangenheit hauptsächlich die Schutzsuchenden aus den Krisenregionen Syrien und Irak. Die Situation der Menschen in anderen wichtigen Herkunftsstaaten wie Afghanistan, Pakistan, Eritrea und Somalia droht aus dem Blick zu geraten. Was geschieht in diesen Ländern? Was veranlasst die Menschen, aus ihnen zu fliehen? Migration & Bevölkerung beleuchtet in dieser Ausgabe die Lage Eritreas und Somalias, in der nächsten Ausgabe folgen die Lageberichte zur Situation in Pakistan und Afghanistan.

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Weltweites Flüchtlingsaufkommen und Asylzahlen in Deutschland 1990-2013

Migration und Bevölkerung Ausgabe 8/2014

Asyldebatten in Europa und weltweit – Ein Überblick

Seit Jahren steigen die globalen Flüchtlingszahlen wieder an. Entsprechend verzeichnen Staaten weltweit steigende Asylantragszahlen. Diese Entwicklung hat in verschiedenen Zielländern zur Wiederaufnahme von Debatten über den Umgang mit Asylsuchenden sowie zu Änderungen des Aufenthalts- und Asylrechts geführt.

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Reiseverkehr und Visa weltweit

Migration und Bevölkerung Ausgabe 8/2014

Ebola-Epidemie wirkt sich auf Freizügigkeit und Einwanderung aus

Der Ausbruch und die Verbreitung des Ebola-Virus haben weltweit zu erhöhten Sicherheitsvorkehrungen im Reiseverkehr geführt. Während einige Staaten mit Bedacht auf verstärkte Kontrollen Reisender aus der Region setzen, wird die Angst der Bevölkerung vor einer Ansteckung mit Ebola in anderen Staaten benutzt, um Einwanderungsbeschränkungen zu fordern.

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Netzwerk muslimischer Lehrerinnen und Lehrer (NeLe)

Migration und Bevölkerung Ausgabe 8/2014

Interview: "Die Debatte um Neutralität muss neu geführt werden"

In Deutschland tragen 28 % aller muslimischen Frauen ein Kopftuch. Viele von ihnen sind Akademikerinnen. Der Zugang zu Stellen in öffentlichen Institutionen bleibt jedoch insbesondere Lehramtsabsolventinnen mit Kopftuch häufig versperrt. Wir sprachen mit der Studentin und Mitinitiatorin des deutschlandweiten "Netzwerk für muslimische Lehrerinnen und Lehrer" Vildan Aytekin über gesetzliche Hürden, Mehrfachdiskriminierungen und ihren Wunsch nach einer besseren Teilhabe an feministischen Debatten.

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Aufnahme syrischer Flüchtlinge durch Nachbarländer 2012

Migration und Bevölkerung Ausgabe 8/2014

Syriens Nachbarländer erreichen Belastungsgrenze bei der Flüchtlingsaufnahme

Aus keinem anderen Land der Welt fliehen derzeit so viele Menschen wie aus Syrien. Obwohl auch in Europa die Zahl der syrischen Schutzsuchenden steigt, bleibt der Großteil von ihnen doch in der Region. Die Nachbarländer fordern mehr Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft.

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Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg

Migration und Bevölkerung Ausgabe 8/2014

Kurzmeldungen – Deutschland

Eine Studie stellte fest, daß Zuwanderer sich in Deutschland in hohem Maße für ihre Bildung einsetzen, die Mehrheit der in Deutschland lebenden Menschen mit türkischem Migrationshintergrund fühlt sich eher der Türkei heimatlich verbunden, ein hoher Bildungsgrad schützt Menschen mit Migrationshintergrund nicht vor Armut und die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf zur Verbesserung der Rechtsstellung von asylsuchenden und geduldeten Ausländern verabschiedet.

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Ceuta/Melilla

Migration und Bevölkerung Ausgabe 8/2014

Kurzmeldungen – Europa

Das Anti-Folter-Komitee des Europarates hat die Bedingungen für Schutzsuchende in griechischen Abschiebezentren und Gefängnissen als "vollkommen inakzeptabel" verurteilt, die Staatsanwaltschaft der spanischen Exklave Melilla in Marokko leitete strafrechtliche Ermittlungen gegen die Praxis der Zurückdrängung an der Grenze ein und Großbritannien stellt die EU-Freizügigkeit in Frage.

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Migration und Bevölkerung Ausgabe 8/2014

Kurzmeldungen – Welt

Die EU stockt die Flüchtlingshilfe für Äthiopien auf, Tansania bürgert 200.000 Burundier ein und in China gibt es mehr Binnenmigranten als Migranten weltweit.

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