Schüler stellen am 12.06.2013 in der Ernst-Schering-Schule in Berlin Prominenten Fragen bei einer Veranstaltung im Rahmen der Aktion "Gewalt verhindern - Integration fördern".

Migration und Bevölkerung Ausgabe 4/2015

Die Flüchtlingsströme reißen nicht ab und stellen die Aufnahmeländer vor Herausforderungen. Die EU-Kommission diskutiert derzeit ein quotenbasiertes Resettlement-Programm, das vor allem die europäischen Mittelmeerstaaten entlasten soll. Der aktuelle Newsletter "Migration und Bevölkerung" diskutiert das neue Vorhaben der Kommission und schätzt seine Chancen ein. Außerdem wirft er Schlaglichter auf Themen wie die Rassismusdebatte der Vereinten Nationen, die Bekämpfung der Schleusernetzwerke und die Migrationsströme im südostasiatischen Raum.

   

Migration und Bevölkerung Ausgabe 4/2015

Wenn die Vereinten Nationen von Rassismus sprechen – und Deutschland nicht

Im Mai wurde die Anti-Rassismus-Politik Deutschlands durch die internationale Gemeinschaft umfassend beleuchtet. Die Bundesregierung hatte dem Anti-Rassismus-Ausschuss der Vereinten Nationen in Genf ihren turnusgemäßen Staatenbericht zur Umsetzung des internationalen Übereinkommens gegen rassistische Diskriminierung vorgelegt. Obwohl der Ausschuss diesbezüglich auf akute gesellschaftliche Problemlagen hingewiesen hat, fristet das Übereinkommen auch fast ein halbes Jahrhundert nach dessen Unterzeichnung in Deutschland ein Schattendasein. Was hat das Schweigen über die Anti-Rassismus-Konvention hierzulande mit dem allgemeinen gesellschaftlichen Schweigen über Rassismus zu tun? Ein Kommentar. Weiter...

Migration und Bevölkerung Ausgabe 4/2015

Arbeitsmarktintegration zugewanderter Ärzte und Krankenpfleger: Integrative Arbeitsplätze wichtig

Im Hinblick auf den zunehmenden Fachkräftebedarf in Deutschland wird verstärkt auf die Arbeitsmarktöffnung und eine aktive Anwerbepolitik im Ausland gesetzt. Insbesondere im stark vom Fachkräftemangel betroffenen Gesundheitssektor gilt es, ausländischen Fachkräften den Zugang zu erleichtern und ihre Arbeitsmarktintegration zu fördern. Dass für eine erfolgreiche Integration der zugewanderten Fachkräfte auch die Erfahrungen am Arbeitsplatz von großer Bedeutung sind, geht aus einer aktuellen Studie im Rahmen des europäischen Projekts WORK->INT hervor, die sich auf Feldforschung an zwei Hamburger Krankenhäusern stützt. Weiter...

Entwicklung der Bevölkerung mit Migrationshintergrund in deutschen Großstädten.

Migration und Bevölkerung Ausgabe 4/2015

Großstädte sind Zuwanderungsmagneten

Großstädte sind für Zuwanderer besonders attraktiv. Wie Daten des Mikrozensus 2013 belegen, ist in einigen der bevölkerungsreichsten Städte Deutschlands ein besonders hohes Wachstum der Bevölkerung mit Migrationshintergrund zu verzeichnen. Die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund wächst in vielen deutschen Städten hingegen nur langsam, stagniert oder schrumpft. Weiter...

Migration und Bevölkerung Ausgabe 4/2015

EU-Migrationsagenda: Ein Quotensystem für Europa?

Am 13. Mai hat die Europäische Kommission eine neue Europäische Migrationsagenda veröffentlicht. Die langfristig strategisch ausgerichtete Agenda versucht als Reaktion auf die Krisensituation im Mittelmeer, drängende Fragen zu beantworten, und formuliert Vorschläge für Sofortmaßnahmen und Richtlinien für die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU). Während die EU-Kommission unter den Mitgliedstaaten um Zustimmung für ein solidarisches Handeln wirbt, fühlen diese sich in ihrer Souveränität eingeschränkt. Internationale Organisationen prangern die Militarisierung der Außengrenzen an. Weiter...

Migration und Bevölkerung Ausgabe 4/2015

Interview: "Das Resettlement-Programm der EU-Kommission wird sich nicht durchsetzen."

J. Olaf Kleist ist Politikwissenschaftler und zurzeit Research Fellow der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) am Refugee Studies Centre der Universität Oxford. Er ist Gründer des Netzwerks Flüchtlingsforschung und Ko-Koordinator des DFG-Netzwerks "Grundlagen der Flüchtlingsforschung". Migration und Bevölkerung hat mit ihm über die Rolle von Resettlement-Programmen im internationalen Flüchtlingsschutz gesprochen. Weiter...

Migration und Bevölkerung Ausgabe 4/2015

Studie: Unterbindung irregulärer Migration im Mittelmeerraum erfordert verstärkten Blick auf die Herkunftsländer

Migrationsbewegungen werden häufig vor allem aus der Perspektive der Zielländer betrachtet. Damit wird die Komplexität der Faktoren, die die Wanderungsentscheidung beeinflussen, ebenso wenig berücksichtigt wie die Migrationsrouten und die Bandbreite der beteiligten Akteure. Eine aktuelle Studie will diese Lücke schließen. Weiter...

Migration und Bevölkerung Ausgabe 4/2015

Mit Karten argumentieren: Ein machtvolles Instrument der Migrationskontrolle - und für den Widerstand dagegen

Visuelle Darstellungsformen wie Karten werden im Zusammenhang mit Migration oft als Nebenprodukte oder Illustrationen behandelt. Dabei prägen auch sie den Diskurs über Migration und werden von verschiedenen Akteuren instrumentalisiert. Auf der einen Seite versuchen Akteure des Migrationsmanagements politische Maßnahmen zur Migrationssteuerung und -kontrolle mit Karten zu legitimieren, während auf der anderen Seite neue Akteure auftreten, die Grenzschützern unterlassene Hilfeleistung bei Schiffen in Seenot vorwerfen und ihre eigenen visuellen Darstellungen von Migration erzeugen. Weiter...

Thailand

Migration und Bevölkerung Ausgabe 4/2015

Flüchtlingskrise in Südostasien spitzt sich zu

Die Zahl der Bootsflüchtlinge in Südostasien nimmt zu. Viele von ihnen treiben wochenlang auf dem Meer, weil sich die meisten Staaten in der Region dagegen wehren, die Flüchtlinge aufzunehmen. Eine dauerhafte Lösung der Krise ist bislang nicht in Sicht. Daran änderte auch ein von der thailändischen Regierung kurzfristig einberufener Flüchtlingsgipfel Ende Mai in Bangkok nur wenig. Weiter...

Migration und Bevölkerung Ausgabe 4/2015

Kurzmeldungen – Deutschland

Ausländer, die einen Antrag auf eine Ermessenseinbürgerung stellen, müssen auch den Lebensunterhalt von im Ausland lebenden Familienangehörigen sichern können, um eingebürgert zu werden. / Nach Ansicht der Humanistische Union, Pro Asyls, des Komitees für Grundrechte und Demokratie, der Internationalen Liga für Menschenrechte und der Neuen Richtervereinigung trägt das geltende Ausländer- und Asylrecht "strukturelle und institutionelle Ausländerfeindlichkeit in sich". / Durchschnittlich 7,1 Monate dauerte 2014 die Bearbeitung eines Asylantrags durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Weiter...

Migration und Bevölkerung Ausgabe 4/2015

Kurzmeldungen – Europa

Der Migrant Integration Policy Index 2015 stellt fest, dass die Integrationspolitik der meisten Industriestaaten erhebliche Schwächen aufweist. / Der britische Premierminister David Cameron will in seiner neuen Amtszeit die Migrationspolitik weiter verschärfen. / Ein Pilotprojekt zur Beschäftigung von Flüchtlingen und Asylbewerbern in landwirtschaftlichen Betrieben ist Ende Mai in der Schweiz angelaufen. Weiter...

Mexiko

Migration und Bevölkerung Ausgabe 4/2015

Kurzmeldungen – Welt

Aufgrund von Konflikten und Gewalt waren 2014 weltweit mindestens 38 Mio. Menschen innerhalb ihres eigenen Staates auf der Flucht. / Im ostafrikanischen Staat Burundi sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks aktuell mehr als 100.000 Menschen auf der Flucht vor anhaltenden Unruhen. / Die Rücküberweisungen von lateinamerikanischen Migranten in ihre Herkunftsstaaten haben 2014 neue Rekordwerte erreicht. / Die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge an der Grenze zwischen den USA und Mexiko ist wieder gesunken. Weiter...

 
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