Schüler stellen am 12.06.2013 in der Ernst-Schering-Schule in Berlin Prominenten Fragen bei einer Veranstaltung im Rahmen der Aktion "Gewalt verhindern - Integration fördern".

6.9.2011

Kurzmeldungen – Welt

Der Oberste Gerichtshof von Australien stoppte die geplante Abschiebung von 800 Flüchtlingen nach Malaysia, die UNO fordert von Thailand mehr Engagement gegen Menschenhandel und im Südsudan befinden sich derzeit mehr als 250.000 Menschen auf der Flucht.

Australien: Flüchtlingsaustausch gestoppt

Der Oberste Gerichtshof von Australien hat die geplante Abschiebung von 800 Flüchtlingen nach Malaysia Ende August gestoppt (vgl. MuB 6/11). Eine Gruppe afghanischer und pakistanischer Flüchtlinge hatte gegen die Abschiebung geklagt. Sie fürchteten, in Malaysia keinen ausreichenden Schutz zu erhalten. Das Gericht schloss sich der Ansicht der Kläger an und begründete den Abschiebestopp damit, dass Malaysia die UN-Flüchtlingskonvention nicht unterzeichnet hat.
www.iom.int

Thailand: UNO fordert Engagement gegen Menschenhandel

Die Vereinten Nationen haben die thailändische Regierung Mitte August aufgefordert, stärker gegen Prostitution und Zwangsarbeit vorzugehen. Die mangelhafte Umsetzung der geltenden Gesetze ermögliche die Ausbeutung von Menschen als Prostituierte, unterbezahlte Arbeitskräfte oder Zwangsarbeiter, sagte die UN-Sonderberichterstatterin zu Menschenhandel Joy Ngozi Ezeilo. Korruption innerhalb der Polizei und unter Beamten begünstige nach ihrer Einschätzung die weit verbreitete sexuelle Ausbeutung sowie die Kinderprostitution. Die Zwangsarbeit nehme aber auch in der Landwirtschaft, im Bauwesen und der Fischerei zu. Betroffen seien vor allem Einwanderer aus den Nachbarstaaten Birma, Laos und Kambodscha. Ezeilo forderte die thailändische Regierung deshalb auf, Zuwanderern rechtlich sichere Arbeitsgenehmigungen zu erteilen. In Thailand leben nach Angaben des US-Außenministeriums zehntausende Einwanderer als Opfer moderner Sklaverei.
www.un.org

Südsudan: Massive Flucht

Im Südsudan befinden sich derzeit mehr als 250.000 Menschen auf der Flucht. Hintergrund sind Kämpfe zwischen zwei rivalisierenden Stämmen in der Provinz Jonglei, einer der ärmsten Regionen des Südsudans. Die UN-Mission für den Südsudan (UNMISS) teilte Ende August mit, dass bei den Kämpfen innerhalb von nur einer Woche etwa 600 Menschen ums Leben kamen. Weitere 200 Personen seien verschleppt worden, 1.000 hätten Verletzungen erlitten. Ein Stützpunkt der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen wurde ebenfalls angegriffen. Nach einem jahrzehntelangen Bürgerkrieg hatte der christlich geprägte Südsudan Anfang Juli seine Unabhängigkeit vom überwiegend muslimischen Norden erklärt (vgl. MuB 6/11).
unmis.unmissions.org