Schüler stellen am 12.06.2013 in der Ernst-Schering-Schule in Berlin Prominenten Fragen bei einer Veranstaltung im Rahmen der Aktion "Gewalt verhindern - Integration fördern".

23.2.2011

Kurzmeldungen – Welt

Der Sonderberichterstatter der UN warnt Südafrika vor einer Migrationskrise, Kanada will ein Anreizprogramm für Rückkehrer starten, in Sri Lanka sind 1 Mio. Menschen aufgrund von Überschwemmungen auf der Flucht und in Ägypten flüchteten wegen der Unruhen tausende Menschen aus den Großstädten aufs Land.

Südafrika: Warnung vor Migrationskrise

Der Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für die Menschenrechte von Migranten Jorge Bustamante hat während eines 9-tägigen Besuchs Ende Januar in Südafrika vor der Gefahr einer innenpolitischen Krise gewarnt. Falls sich die Regierung nicht der Herausforderung der Zuwanderung aus zahlreichen afrikanischen Staaten stelle, bestehe die Gefahr erneuter fremdenfeindlicher Ausschreitungen (vgl. MuB 5/08). Als ersten Schritt schlug der Sonderberichterstatter eine quantitative Erfassung der Zuwanderer nach Südafrika vor. Bustamante zufolge fehle zudem ein gesetzlicher Rahmen für die legale Zuwanderung von gering qualifizierten Arbeitskräften.
www.migration.org.za

Kanada: Anreizprogramm für Rückkehrer

Kanadas Regierung und die Provinz Ontario wollen kanadische Auswanderer, die im Gesundheitswesen oder im akademischen Bereich tätig sind, mit einem Anreizprogramm zur Rückkehr bewegen. Bis 22. Mai 2012 erhalten deren Familienmitglieder, die keine kanadischen Staatsbürger sind, eine temporäre Arbeitserlaubnis unmittelbar nach ihrer Ankunft in Ontario. Zuvor dauerte dies 6 bis 12 Monate. Der kanadische Immigrationsminister Jason Kenney (Konservative) sagte, Kanada lege "langfristig die Grundlage für wirtschaftliches Wachstum", indem Hochqualifizierte ermutigt würden, nach Kanada zurückzukehren.
www.cic.gc.ca

Sri Lanka: 1 Mio. auf der Flucht

Nach schweren Überschwemmungen in Sri Lanka sind rund 1 Mio. Menschen auf der Flucht. Seit Dezember kam es zu ungewöhnlich starken und lang anhaltenden Regenfällen. Vor allem Landesteile im Norden und Osten stehen unter Wasser. Die Regierung evakuierte bislang rund 200.000 Menschen in Notunterkünfte, die anderen kamen bei Verwandten, Freunden oder Bekannten unter. Offiziellen Angaben zufolge starben mindestens 43 Menschen.
www.welthungerhilfe.de/sri-lanka-ueberschwemmung.html

Ägypten: Fluchtbewegungen wegen Unruhen

In Ägypten sind seit den Demonstrationen gegen das Regime des inzwischen zurückgetretenen Präsidenten Husni Mubarak Ende Januar bis Mitte Februar tausende Menschen aus den Großstädten geflohen. Vor allem die einheimische Oberschicht, Unternehmer, Parteifunktionäre und Künstler verließen die Städte. Sie fürchteten Gewalt und Plünderungen und flüchteten zumeist in ländliche Gebiete. Gastarbeiter aus ärmeren afrikanischen Ländern wie dem Sudan verließen die Großstädte ebenfalls vermehrt. Viele Länder, darunter auch Deutschland, flogen ihre in Ägypten lebenden Staatsbürger bereits aus. Der Tourismus kam mittlerweile fast zum Erliegen. Nach Entspannung der Lage kehrten viele in die Städte zurück. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) wurden Mitte Februar etwa 100 ägyptische Bootsflüchtlinge an der italienischen Küste aufgegriffen.
www.iom.int