Schüler stellen am 12.06.2013 in der Ernst-Schering-Schule in Berlin Prominenten Fragen bei einer Veranstaltung im Rahmen der Aktion "Gewalt verhindern - Integration fördern".

1.1.2011

Kurzmeldungen – Welt

In Südkorea ist die Zahl der Ausländer auf einem neuen Höchststand, Rücküberweisungen in Entwicklungsländer steigen wieder, die Dominikanische Republik schiebt erstmals seit dem Erdbeben Haitianer ab und nach Unruhen in der Elfenbeinküste fliehen Tausende ins benachbarte Liberia.

Südkorea: Mehr Migranten

2010 ist die Zahl der Ausländer in Südkorea auf einen Rekordstand von 1,26 Mio. Personen gestiegen, gab Justizminister Kwi-nam Lee (GNP, Konservative) Anfang Januar bekannt. Den Anstieg führte er v. a. auf die stetig wachsende Zahl heiratswilliger Frauen aus dem Ausland sowie ausländischer Studierender zurück. Rund 44% der Ausländer seien Arbeitsmigranten, 11,2% Ehepartner und 6,9% Studierende. Medienberichten zufolge sollen mehr als 600.000 Migranten chinesischer Herkunft sein, gefolgt von etwa 128.000 US-Amerikanern. Weitere wichtige Herkunftsländer sind Vietnam, die Philippinen und Japan.

Rücküberweisungen steigen wieder

Die Rücküberweisungen in Entwicklungsländer sind 2010 nach vorläufigen Berechnungen der Weltbank um 6% auf 325 Mrd. US-Dollar gestiegen und haben wieder das Niveau von vor der internationalen Finanzkrise erreicht (2009: 307 Mrd., 2008: 325 Mrd.). Für 2011 und 2012 erwartet die Weltbank einen weiteren Zuwachs auf 346 bzw. 374 Mrd. US-Dollar. Die wichtigsten Empfängerländer 2010 waren wie schon in den Vorjahren Indien, China, Mexiko und die Philippinen.
www.worldbank.com

Dominikanische Republik: Abschiebung nach Haiti

Erstmals seit dem verheerenden Erdbeben vor einem Jahr in Haiti schieben die dominikanischen Behörden seit Jahresanfang Haitianer ab. Beide Länder verfügen über eine gemeinsame Landgrenze auf der Karibikinsel Hispaniola. In den ersten zehn Tagen der im Januar gestarteten Maßnahme wurden insgesamt 1.221 illegal aufhältige Haitianer aufgegriffen. Die dominikanische Einwanderungsbehörde rechtfertigte die Maßnahmen mit der Notwendigkeit, die illegale Zuwanderung unter Kontrolle zu bringen und eine Ausbreitung der in Haiti grassierenden Cholera-Epidemie zu verhindern. Sowohl an der Grenze zu Haiti als auch im dominikanischen Binnenland wurden zahlreiche Kontrollpunkte errichtet. Menschenrechtsorganisationen warfen den Behörden vor, die Kontrollen auf der Grundlage physischer Merkmale bzw. der Hautfarbe vorzunehmen. Nach UN-Schätzungen stieg die Zahl der haitianischen Zuwanderer in der Dominikanischen Republik nach dem Erdbeben von etwa 600.000 auf über 1 Mio. an.

Elfenbeinküste: Massenflucht nach Unruhen

Nach Angaben des Hohen Flüchtlingskommissariats der Vereinten Nationen (UNHCR) sind von Anfang Dezember bis Anfang Januar 2011 mehr als 22.000 Menschen in das benachbarte Liberia geflohen. Der Großteil der Flüchtlinge seien Frauen und Kinder aus dem Westen der Elfenbeinküste. Hintergrund der Fluchtbewegungen ist der seit Anfang Dezember anhaltende Konflikt um den Ausgang der Präsidentschaftswahlen. Laut UNHCR haben die Flüchtlinge zum Teil tagelange Fußmärsche unternommen, einige von ihnen hätten die Flucht nicht überlebt. Zudem würden sich Fälle von Unterernährung, Malaria, Durchfall und Atemwegserkrankungen häufen.
www.unhcr.ch