Schüler stellen am 12.06.2013 in der Ernst-Schering-Schule in Berlin Prominenten Fragen bei einer Veranstaltung im Rahmen der Aktion "Gewalt verhindern - Integration fördern".

1.7.2010

Kurzmeldungen – Welt

Die Regierung Haitis will hochqualifizierte Auswanderer zur Rückkehr bewegen, angesichts steigender Arbeitsmigration aus anderen ostasiatischen Ländern plant die China das erste Einwanderungsgesetz des Landes und nach Angaben des UNHCR sind seit Anfang Mai etwa 17.000 Menschen aufgrund schwerer Kämpfe in der somalischen Hauptstadt Mogadischu auf der Flucht.

Haiti: Rückkehr hochqualifizierter Auswanderer

Die Regierung Haitis will hochqualifizierte Auswanderer zur Rückkehr bewegen. Nach dem Erdbeben im Januar dieses Jahres fehle es dem Land an Fachkräften. Der Minister für Haitianer im Ausland Edwin Paraison (Fortschrittspartei, MPH) sagte, seine Regierung setze auf nachhaltige Anstrengungen, die Hochqualifizierten ins Land zurückzuholen. Gute Löhne und eine neu aufgebaute Infrastruktur sollen die Haitianer im Ausland ermutigen zurückzukommen. "Wir wissen, dass diese Menschen an einen bestimmten Lebensstandard gewöhnt sind, deshalb müssen wir ihnen hier Vorteile gewähren", so Paraison. Gleichzeitig sei es aber wichtig, im Land verbliebene Bürger nicht zu benachteiligen. Rund 4 Mio. Haitianer leben im Ausland, die meisten in Frankreich, Kanada und den USA. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen haben rund 70.000 Haitianer nach dem Erdbeben ihr Land verlassen.
www.unhcr.org

China: Einwanderungsgesetz geplant

Angesichts steigender Arbeitsmigration aus anderen ostasiatischen Ländern wie Vietnam, Nordkorea oder den Philippinen plant die Regierung das erste Einwanderungsgesetz des Landes. Dies wurde Ende Mai auf einer Migrationskonferenz in Peking angekündigt. Ein konkreter Zeitplan für die Verabschiedung des Gesetzes wurde jedoch nicht bekannt. Bisher gibt es in China nur Gesetze zur Kontrolle von Ein- und Ausreisen, die sowohl für Touristen als auch Migranten gelten. 2007 lebten 2,9 Mio. Ausländer legal in China, mit stark steigender Tendenz. Wissenschaftler der chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften (CASS) haben der Regierung geraten, Einwanderer nach dem Vorbild westlicher Länder in verschiedene Kategorien einzuteilen, z. B. qualifizierte und unqualifizierte Arbeitnehmer oder Investoren. Dies soll helfen, unterschiedliche Einwanderungsbeschränkungen für die einzelnen Gruppen einzuführen.

Somalia: 17.000 Flüchtlinge nach erneuten Kämpfen

Nach Angaben des UN-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR) sind seit Anfang Mai etwa 17.000 Menschen aufgrund schwerer Kämpfe in der somalischen Hauptstadt Mogadischu auf der Flucht. Insgesamt gebe es in dem ostafrikanischen Land etwa 1,5 bis 2 Mio. Binnenvertriebene. Bis zu 600.000 Somalier sind in die Nachbarländer geflohen. Seit 1991 besteht in Somalia keine staatliche Ordnung mehr. Es bekämpfen sich islamistische Milizen und die von westlichen Staaten gestützte Regierung des Präsidenten Scheich Sharif Sheikh Ahmed (vgl. MuB 10/07).
www.unhcr.org