Schüler stellen am 12.06.2013 in der Ernst-Schering-Schule in Berlin Prominenten Fragen bei einer Veranstaltung im Rahmen der Aktion "Gewalt verhindern - Integration fördern".

1.10.2009

Kurzmeldungen - Welt

Ägyptische Polizisten haben an der Grenze nach Israel einen eritreischen Auswanderer erschossen, in Saudi-Arabien sind 121 undokumentierte philippinische Arbeiter aufgegriffen und nach Hause geschickt worden. Ferner leben in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) deutlich mehr ausländische Arbeitsmigranten als Einheimische.

VAE: 5 Mio. Arbeitsmigranten

In den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) leben deutlich mehr ausländische Arbeitsmigranten als Einheimische. Nach Anfang Oktober veröffentlichten Zahlen des Innenministeriums und der für Arbeitsmigranten zuständigen Behörde leben in dem Golfstaat derzeit rund 6 Mio. Menschen (2005: 4,1 Mio., +46 %). Davon sind nur etwa 1 Mio. (16,5 %) Emiratis. Die übrigen 5 Mio. sind ausländische Arbeitsmigranten. Die größte Gruppe stellen Inder mit 1,75 Mio. (29 %), gefolgt von 1,25 Mio. Pakistanis (21%) und 500.000 Arbeitern aus Bangladesch (8 %). Aus dem übrigen Asien kommen 1 Mio. Arbeitsmigranten, weitere 500.000 aus Europa, Australien, Lateinamerika und Afrika. Das Bevölkerungswachstum der letzten Jahre geht fast ausschließlich auf Zuwanderung zurück. Die Migranten arbeiten v. a. in der Ölindustrie sowie im Bau- und Hotelgewerbe.

Saudi-Arabien/Philippinen: Rückkehr

In Saudi-Arabien sind am 24. September 121 undokumentierte philippinische Arbeiter aufgegriffen und nach Hause geschickt worden. Sie hatten keine gültigen Visa mehr und waren dennoch im Land geblieben. Nach einem Treffen der philippinischen Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo (KAMPI-Partei) mit der saudischen Regierung beschleunigte das zuständige philippinische Arbeitsministerium die Ausgabe von Reisedokumenten für die Arbeiter. Arroyo sagte, tausende philippinische Staatsbürger arbeiteten sowohl legal als auch illegal in anderen Ländern. Oft würden sie rechtswidrig angeworben und ausgebeutet, litten unter niedrigen Löhnen und schlechten Arbeitsbedingungen. Seit dem Ausbruch der weltweiten Wirtschaftskrise werden gerade in den Golfstaaten tausende Arbeitsmigranten in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt.

Ägypten: Erschießungen an der Grenze

Ägyptische Polizisten haben am 23. September einen eritreischen Auswanderer erschossen. Der Mann wollte über die Grenze nach Israel flüchten. Ein weiterer Eritreer wurde verwundet. Laut ägyptischen Medienberichten sollen seit Mai dieses Jahres mindestens 15 Migranten an der Grenze erschossen worden sein. Die ägyptische Polizei begründete ihr Vorgehen damit, dass Menschenschmuggler, die die Migranten nach Israel einschleusen, in der Vergangenheit auf Beamte geschossen hätten. Ägypten tolerierte jahrelang, dass zehntausende afrikanischer Migranten über ägyptisches Staatsgebiet nach Israel zogen. Nun steht Ägypten unter dem Druck Israels, gegen die illegalen Flüchtlingsströme vorzugehen. Gerade weil Flüchtlingsrouten über das Mittelmeer undurchlässiger geworden sind, wird die Route durch Ägypten stärker genutzt.