Schüler stellen am 12.06.2013 in der Ernst-Schering-Schule in Berlin Prominenten Fragen bei einer Veranstaltung im Rahmen der Aktion "Gewalt verhindern - Integration fördern".

1.9.2009

Kurzmeldungen – Welt

Ankündigung des US-Außenministeriums, dass künftig Visa für Bürger aus Honduras nur noch in Notfällen ausgestellt werden, neue Visumspflicht für Mexikaner und Tschechen bei der Einreise nach Kanada und Massenflucht aus Myanmar nach Kämpfen zwischen Regierungstruppen und separatistischen Rebellen.

USA: Visa nur noch in Notfällen

Das US-Außenministerium teilte Ende August mit, dass zukünftig Visa für Bürger aus Honduras nur noch in Notfällen oder für potenzielle Einwanderer ausgestellt werden. Die Maßnahme ist eine Reaktion auf die Weigerung des honduranischen de facto Präsidenten Roberto Micheletti (Liberale Partei), einen Kompromissvorschlag für die Wiederherstellung demokratischer Verhältnisse nach dem Putsch gegen den bisherigen Amtsinhaber Roberto Zelaya (Liberale Partei) zu akzeptieren. In den USA leben etwa 1 Mio. Einwanderer aus Honduras, davon rund 70 % ohne legalen Aufenthaltsstatus. Mit ihren Rücküberweisungen in Höhe von 2,7 Mrd. US-Dollar (2008) tragen sie zu etwa einem Viertel des Bruttoinlandsprodukts des Landes bei.
www.state.gov/

Kanada: Neue Visumspflicht

Seit Mitte Juli benötigen Mexikaner und Tschechen Visa für eine Einreise nach Kanada. Damit reagierten die kanadischen Behörden auf eine zunehmende Zahl von Asylanträgen aus beiden Staaten. 2008 wurden rund 9.400 Asylanträge von mexikanischen Staatsbürgern gestellt (25 % aller Asylanträge in Kanada). Seit der Aufhebung der Visumspflicht für tschechische Staatsbürger im Oktober 2007 wurden etwa 3.000 Asylanträge aus diesem Land gestellt (8 % aller Asylanträge in Kanada), v. a. von Angehörigen der Roma-Minderheit. Der Anstieg der Asylantragszahlen aus diesen beiden Staaten verursache nicht nur hohe Kosten, sondern habe auch zu erheblichen Verzögerungen im Asylsystem geführt, so die kanadischen Behörden.
www.cic.gc.ca/

Myanmar: Massenflucht nach Kämpfen

Bis zu 30.000 Zivilisten sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR) seit Anfang August aus Myanmar (ehemals Birma) nach China geflohen. Auslöser der Massenflucht waren Kämpfe zwischen Regierungstruppen und separatistischen Rebellen in Kokang, einer autonomen Region im Osten des Landes. In der angrenzenden südchinesischen Provinz Yunnan richtete die chinesische Regierung Flüchtlingsauffanglager ein. Die aktuellen Auseinandersetzungen finden vor dem Hintergrund eines seit Jahrzehnten schwelenden Konflikts zwischen der Militär-Regierung Myanmars und der Kokang-Miliz statt (vgl. MuB 9/08, 8/07). Chinesischen Regierungsangaben zufolge kehrten inzwischen tausende Flüchtlinge nach Myanmar zurück.
www.unhcr.org/