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Schüler stellen am 12.06.2013 in der Ernst-Schering-Schule in Berlin Prominenten Fragen bei einer Veranstaltung im Rahmen der Aktion "Gewalt verhindern - Integration fördern".

1.6.2009

Kurzmeldungen – Welt

Die indonesische Regierung ist im Umgang mit undokumentierten Transitmigranten überfordert, die UNO fordert von den Philippinen besseren Schutz für Arbeitsmigranten und Australien will künftig weniger Einwanderer ins Land lassen.

Indonesien: Undokumentierte Migration

Die indonesische Regierung ist im Umgang mit undokumentierten Transitmigranten überfordert. Dies erklärte Maroloan Barimbing, ein Sprecher des Migrationsministeriums, Mitte Mai. Der Regierung stünden nur begrenzte personelle und materielle Ressourcen zur Verfügung. Er verwies darauf, dass das Land aus ca. 17.000 schwer zu überwachenden Inseln bestehe. In den letzten Wochen war es verstärkt zu Aufgriffen von Flüchtlingen gekommen, die über Indonesien nach Australien gelangen wollten. Allein im April waren es 150. Die meisten von ihnen stammten aus Afghanistan, dem Irak, Sri Lanka, Bangladesch und Myanmar. Teuku Faizasyah, ein Sprecher des Außenministeriums, sagte, die Regierung werde sich um gemeinsame Lösungen mit Australien und den anderen Ländern der Region im Rahmen des so genannten Bali-Prozesses bemühen.
www.baliprocess.net

UNO: Besserer Schutz für Arbeitsmigranten

Das Komitee der Vereinten Nationen zum Schutz der Rechte von Arbeitsmigranten und deren Familien (UN MWC) hat die Regierung der Philippinen aufgefordert, seine Arbeitsmigranten besser zu schützen. Die Philippinen sind eines der wichtigsten Herkunftsländer von Arbeitsmigranten weltweit (derzeit etwa 8 Mio.). Auf einer Sitzung Ende April in Genf bemerkte ein Sprecher des UN MWC, dass philippinische Arbeitsmigranten v. a. in Länder gingen, die die UN-Konvention zum Schutz von Arbeitsmigranten (MWC) nicht unterzeichnet haben. Philippinische Arbeitnehmer, insbesondere Frauen, würden häufig Opfer von Missbrauch und Ausbeutung.
www.pinoy-abroad.net

Australien/Neuseeland: Einwanderung

Australien will künftig weniger Einwanderer ins Land lassen. Sowohl die australischen als auch die neuseeländischen Einwanderungsbehörden haben am 18. Mai 2009 die Einwanderungsquoten für die nächsten Jahre vorgestellt. In Australien sollen in den nächsten drei Jahren jeweils 115.000 qualifizierte Einwanderer pro Jahr aufgenommen werden. Dies bedeutet einen Rückgang um 14 % gegenüber dem Vorjahr (133.500). Die Regierung begründete dies mit wachsender Arbeitslosigkeit. Neuseeland hingegen hält trotz ebenfalls gestiegener Arbeitslosigkeit an der bisherigen Einwanderungsquote von 45.000 qualifizierten Einwanderern pro Jahr fest.
www.immi.gov.au
www.immigration.govt.nz

Sri Lanka: Flüchtlingskatastrophe

Mindestens 170.000 Menschen sind nach Angaben des UNHCR in den vergangenen Wochen vor den Kämpfen zwischen den Regierungskräften Sri Lankas und den tamilischen Rebellen (Liberation Tigers of Tamil Eelam, LTTE) geflohen. Damit stieg die Zahl der Binnenflüchtlinge seit der Militäroffensive zu Beginn des Jahres auf 280.000. Allein seit Ende April sollen mindestens 120.000 Menschen aus dem Kampfgebiet in die Aufnahmelager für Binnenvertriebene geflohen sein. Hilfsorganisationen und UN-Beobachter berichteten, dass die Kämpfe zwischen Regierung und Rebellen ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung ausgetragen wurden. Einem internen UN-Papier zufolge sollen bei den seit Januar andauernden Kämpfen etwa 6.500 Zivilisten ums Leben gekommen sein. Im Januar eroberte die Armee Sri Lankas einige strategisch wichtige Stützpunkte im Norden des Landes. Seit Mitte April drang das Militär in das von den tamilischen Separatisten kontrollierte Gebiet ein und lieferte sich intensive Gefechte mit der Rebellenorganisation. Die Regierung erklärte im Mai den seit mehr als 25 Jahren andauernden Bürgerkrieg für beendet, nachdem die Armee das Gebiet von den Rebellen zurückerobert hatte und die Rebellen kapituliert hatten.
www.unhcr.org