Rasenstück mit Sonderbriefmarke zur Fußball WM 2006 in Deutschland. Auf der Briefmarke ist das Maskottchen Goleo im Trikot der deutschen Nationalmannschaft zu sehen.

Fankultur

Normale Fans, Kuttenträger, Supporter, Hooligans, Ultras und Hooltras - die Fanszene entwickelt sich immer komplexer. Eines aber eint die verschiedenen Gruppen - der Fußball. Woche für Woche pilgern die Fans in die Fußballstadien und bescheren der Bundesliga Rekordzuschauerzahlen. Wie unterscheiden sich diese Gruppen, für wen steht der Sport im Vordergrund und wer sucht bloß Randale im Stadion?

Dossier Fußball-WM 2006

Fußballkulturen und Gewalt

Die Fußballfanszene ist ein sich ständig weiter entwickelndes Phänomen, wobei die Heterogenität der Fanszenen zuzunehmen scheint. Immer weitere Ausdifferenzierungen führen mittlerweile zu einer äußerst komplexen Zusammensetzung derer, die Woche für Woche ins Stadion pilgern.

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Schlachtenbummler

In den 30er bis weit in die 50er Jahre war das Verhältnis von Zuschauer und Spieler durch Interaktion geprägt. Dass dabei die Anhänger als "Schlachtenbummler" bezeichnet wurden, hat seine Ursache in der militärischen Tradition des Fußballsports. Es war das Militär, das in Deutschland am gesellschaftlichen Aufstieg des Fußballspiels wesentlich beteiligt war.

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Dossier Fußball-WM 2006

Kuttenfans

Kuttenfans, benannt nach ihren mit Fußball- und Vereinsemblemen bestickten Westen, sind leidenschaftliche und treue Fans. Für sie ist der Fußball Ausdruck einer besseren Welt, in der sie ihre eigenen Sorgen und materiellen Nöte für die Dauer eines Spiels vergessen können. Gewinnt ihr Verein, können auch sie sich als Sieger fühlen.

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FUSSBALL 1. BUNDESLIGA SAISON 2011/2012 10. Spieltag 1 FC Nuernberg - VfB Stuttgart 22.10.2011 Stuttgart Fans mit Bengalischen Feuer FOTO: Pressefoto ULMER/Claus Cremer xxNOxMODELxRELEASExx

Dossier Fußball-WM 2006

Ultras und Supporter

Seit den 1990er-Jahren bilden sich bundesweit in den Stadien Ultraszenen. Mit Choreografien, Kurvenshows, Spruchbändern, Fahnen und Gesängen bringen sie eine besondere Stimmung in die Fußballarenen. Vorreiter in Deutschland waren die Ultras in Frankfurt.

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Dossier Fußball-WM 2006

Fankultur im Internet

Das Internet ist für die Fußballfanszene zu einem unverzichtbaren Medium der Selbstdarstellung und der kritischen Auseinandersetzung mit Erscheinungen im Fußball, den Vereinen und mit der Bundesliga geworden. So bleibt heute kein Fanclub ohne eigenen Online-Auftritt, kein Verein ohne Homepage.

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Wortgefechte

Wenn die Lokalrivalen Arsenal London und Tottenham Hotspur aufeinandertreffen, versuchen die Fans mit verbalen Mitteln, Druck auf die jeweils gegnerische Mannschaft auszuüben. Vor allem Spitznamen sind eine beliebte Form der Beleidigung.

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Hooligans

In der Berichterstattung wurde der "Schlachtenbummler" ab Mitte der siebziger Jahre mehr und mehr durch Begrifflichkeiten wie "Fußballfans" und - in den negativen Version - "Fußballrowdies", "Fußballrocker" und und später "Hooligans" ersetzt. Dabei hat sich heute die Gewalt der Fans und vor allem der Hooligans weitestgehend vom Zusammenhang mit dem Spielgeschehen gelöst und eine gefährliche Eigendynamik entwickelt.

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Dossier Fußball-WM 2006

Mädchen und junge Frauen in gewaltbereiten Fußballszenen

Zwar ist die Fußballfanszene nach wie vor überwiegend eine "Männerkultur". Aber zunehmend engagieren sich im Umfeld dieser Fan-, Hooligan- und Ultra-/Hooltraszene auch Mädchen und junge Frauen.

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Dossier Fußball-WM 2006

Die Masse macht´s

Was geschieht mit Menschen in einer Fankurve? Warum ist es langweilig, Fußball allein zu schauen? Und: Warum sind wir näher, wenn wir singen? Interview mit dem Psychologen Dr. Joachim Hohl.

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