Südafrikanische Fans mit Vuvuzelas in Durban (16.06.2010) kurz vor dem Spiel Südafrika gegen Uruguay

Fußballweltmeisterschaft in Südafrika

Als im April 1994 mit den ersten freien und demokratischen Wahlen in Südafrika die Zeit der Apartheid endgültig vorbei war, verkündete der südafrikanische Erzbischof Desmond Tutu zuversichtlich den Aufbau einer Rainbow Nation. Das Bild des Regenbogens sollte das harmonische Miteinander der Ethnien, Stämme und Kulturen symbolisieren. Mit Nelson Mandela wurde eine Symbolfigur des Antiapartheidkampfes erster Präsident, der seine Hand zur gesellschaftlichen Versöhnung ausstreckte und dadurch weltweit zu einer Ikone der Freiheit und des Friedens wurde.

Sechzehn Jahre später stand Südafrika als Gastgeber der ersten Fußballweltmeisterschaft auf dem afrikanischen Kontinent erneut im Licht der internationalen Öffentlichkeit. Doch der Glanz des Regenbogens ist mittlerweile stark verblasst. Zwar genießt Südafrika dank seiner wirtschaftlichen Kraft den Status einer Regionalmacht im südlichen Afrika, aber im Inneren ist es geplagt von hoher Kriminalität und wachsender sozialer Ungleichheit.

Mit der WM hoffte das Land auf neuen Glanz. Doch konnte das internationale Millionenspektakel die großen Erwartungen der Südafrikaner erfüllen?

Kinder stehen vor dem FNB-Stadion, um für die Eröffnungsfeier der Fußball-WM 2010 zu proben.

Dossier - Fußball-WM 2010

Fußball WM 2010 - Südafrikas Chance

Der Wirtschaft der Gastgebernation wird die Fußball-WM nicht nutzen. Doch ist es eine große Gelegenheit für Südafrika, der Welt sein heiteres, friedliches, buntes und demokratisches Gesicht zu zeigen, Weiter...

Die Delegierten aus Südafrika empfangen das Dokument, dass Südafrika als Gastgeber der Fußball WM 2010 auszeichnet. (Von links nach rechts: Irvin Khoza, Danny Jordaan, Nelson Mandela, Joseph Blatter, Molefi Oliphant).

Scarlett Cornelissen

Fußball-WM 2010: Herausforderungen und Hoffnungen

An die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika knüpfen sich große Hoffnungen hinsichtlich ihrer politischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen. Doch ihre langfristigen Folgen sind nicht absehbar. Weiter...

Anhänger der südafrikanischen Fußballmannschaft blasen in eine "Vuvuzelas" (Stadion Trompete) vor dem Halbfinal Fussballspiel gegen Brasilien im Ellis Park Stadion in Johannesburg, Südafrika.

Dossier - Fußball-WM 2010

Laduma - Der Donner von fünfzig Millionen Fans

Die Vuvuzela ist das bekannteste, beliebteste und gefürchtetste Accessoire südafrikanischer Fußballanhänger. Ein Streifzug durch die südafrikanische Fan-Kultur. Weiter...

Cristiano Ronaldo, rechts, von Manchester United grüßt seinen Teamkollegen Wayne Rooney (10), nachdem Rooney ein Tor geschossen hat.

Dossier - Fußball-WM 2010

Schaufenster Südafrika

Bei der Fußball-WM konkurrieren Adidas, Nike und Puma mit unterschiedlichen Ideen und gleich hohem immensen Investment um einen milliardenschweren Markt. Eine große Rolle kommt den Stars um Ronaldo und Rooney zu. Weiter...

Während der Übergabe des Stadiums in dem die Fussball WM 2010 stattfindet, spielen schon junge Fussballfreunde.

Dossier - Fußball-WM 2010

Der Regenbogen ist ein zerschlagener Spiegel

Sollte es jemals eine vom Geist der Versöhnung getragene nationale Identität in Südafrika gegeben haben, so ist diese von enttäuschten Hoffnungen fortgespült worden. Es bedarf eines Neuanfangs. Weiter...

Eine der Angestellten, die ein Jahr zuvor von weißen Studenten der University of Free State tyrannisiert wurde, nimmt an einer Medienkonferenz teil. Seit der Bekanntmachung der Vorfälle sind im Jahre 2008 viele rassistisch motivierte Zwischenfälle vorgekommen.

Dossier - Fußball-WM 2010

Gesellschaftliche Teilhabe, Identität und Fremdenfeindlichkeit in Südafrika

Gewalttätige politische Demonstrationen in Südafrikas Armensiedlungen sind Resultat der eklatanten sozialen Ungleichheit, aber auch das Produkt eines starken Nationalismus. Kann die Fußball-WM zur Problemlösung beitragen? Weiter...

Der frühere südafrikanische Präsident Nelson Mandela vor dem ersten Rugby-Testspiel zwischen Südafrika und Wales in Pretoria, Südafrika, Samstag 26. Juni 2004.

Dossier WM 2010

Nelson Mandela und sein Erbe

Mandela hat als Gründungsvater des "neuen Südafrika" geholfen, die Nation zu einen. Der aktuelle Präsident Zuma nutzt den "Mythos Mandela", hat aber einen schweren Weg vor sich. Weiter...

 

Dossier

Frauenfußball-WM 2011

Deutschland war 2011 Gastgeber der Frauenfußball-WM. Die bpb informiert über die Geschichte des Frauenfußballs und berichtet über Hintergründe abseits der üblichen Sportberichterstattung. Außerdem: die wichtigsten Länderdaten zu allen Teilnehmern. Weiter... 

Dossier

Fußball-WM 2006

2006 war die Fußball-Welt zu Gast in Deutschland. Die bpb stellt weiterhin alle Länder vor, die teilgenommen haben. Und in der Presseschau können Sie alles Wichtige zum Turnier nachlesen. Weiter... 

Publikationen zum Thema

Frauenfußball weltweit.

Fußballerinnen weltweit

Fußball ist mehr als nur Sport! Die fünf Arbeitsblätter zeigen junge Frauen aus der ganzen Welt, ...

Verlacht, verboten und gefeiert

Verlacht, verboten und gefeiert - Zur Geschichte des Frauenfußballs

Deutschlands Mädchen- und Frauenfußball boomt. Doch dem Erfolg geht eine dornenreiche Geschichte d...

Fußball - mehr als ein Spiel

Fußball - mehr als ein Spiel

Innerhalb weniger Jahrzehnte ist der moderne Fußball zu einer bedeutsamen und populären Sportart g...

Spiel der Welt

Spiel der Welt – Fußball

Fußball hat heute eine immense gesellschaftliche Bedeutung, keine Frage. Aber warum ist das eigentl...

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