Skyline von Schanghai
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Osaka-Kobe

Künstliche Inseln gegen Platzmangel


19.10.2006
Mehr als elf Millionen Menschen leben im Ballungsgebiet an der Osaka-Bucht. Mehr als 20 Prozent des japanischen Bruttoinlandsprodukts werden hier erwirtschaftet. Im Jahr 1995 erschütterte ein Erdbeben die Region und offenbarte die Verwundbarkeit der Megastadt.

Osaka liegt an der gleichnamigen Bucht, hier mündet der Fluss Yodo (© NASA/JPL-Caltech )

Überblick



Osaka und Kobe bilden gemeinsam den Kern eines Ballungsgebiets mit insgesamt 11,26 Millionen Einwohnern. Der städtische Raum ist nach Tokio die zweitgrößte Metropole Japans. Weltweit nimmt Osaka mit Kobe Rang 15 auf der Rangliste der bevölkerungsreichsten Städte ein.

Osaka und Kobe liegen an der Bucht von Osaka auf der Insel Honshu. Sie ist die größte Insel Japans mit vier Hauptinsel und weit über 6.000 kleineren Inseln. Von jeher sind Osaka und Kobe wichtige Handelszentren, und verfügen jeweils über bedeutsame Hafenanlagen. Die beiden Städte gehen ineinander über und bilden den Kern des größeren Ballungsgebietes Kansai. Rund 20 Prozent des japanischen Bruttoinlandsprodukts werden in der Region Kansai erwirtschaftet. Der Ballungsraum ist das Gegengewicht zur nördlich gelegenen Region Kanto rund um Tokio. Der städtische Raum Kanto wird vor allem durch Tokio geprägt. Für Kansai hingegen sind nicht nur Osaka und Kobe bestimmend, sondern gleich mehrere Städte. Hierzu zählt auch die alte Kaiserstadt Kyoto sowie Nara.

Am 17. Januar 1995 kam es zu einem schweren Erdbeben in der Region Kansai. Das Beben traf vor allem Kobe – über 6.000 Menschen starben damals. Häuser und Brücken stürzten ein. Flächenbrände, die während des Erdbebens ausbrachen, konnten aufgrund der engen Bebauung oft nur schwer gelöscht werden. Die Naturkatastrophe machte die Verwundbarkeit einer Megastadt überdeutlich. Denn die enge Konzentration von Menschen und Sachwerten, ein Vorteil für eine effiziente Infrastruktur, ließ die Zahl der Opfer und die Höhe der Sachschäden rasant ansteigen.


 
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