Erölraffinerie bei Usinsk, Russland.

14.6.2009

Gefährdete Tiere

Von den untersuchten Tierarten gelten nur 51 Prozent als nicht gefährdet. 3 Prozent aller untersuchten Arten sind ausgestorben oder verschollen, weitere 7 Prozent der Tierarten sind vom Aussterben bedroht.

Gefährdete TiereGefährdete Tiere Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)

Für den Verlust an Tierarten lassen sich vier Hauptfaktoren benennen: Erstens die Ausbeutung der Natur, also die direkte Ausrottung einer Art, zum Beispiel durch Jagd und extensiven Fischfang. Zweitens die Zerstörung oder Schädigung der Lebensräume (Habitatverlust und -degeneration). Drittens die Einführung fremder Tierarten, etwa durch Hobby-Tierhalter oder durch Warenlieferungen aus entfernten Regionen. Viertens ist zu beobachten, dass das Aussterben einer Art zum Verlust weiterer Arten führt, wenn sie elementar wichtige Funktionen für den Erhalt der anderen Arten übernimmt, zum Beispiel als Nahrung dient (Aussterbekaskaden).

Die "Rote Liste" der Tiere beinhaltet Angaben zur Gefährdungssituation zu allen Wirbeltieren und zu ausgewählten Gruppen der Wirbellosen in Deutschland. Insgesamt sind von den etwa 45.000 heimischen Tierarten knapp 16.000 Arten hinsichtlich ihrer Gefährdung bewertet worden. Von den bewerten Tierarten galten im Jahr 1998 3 Prozent als ausgestorben oder verschollen, weitere 7 Prozent waren vom Aussterben bedroht. 11 Prozent wurden als stark gefährdet und nochmals 15 Prozent als gefährdet eingestuft. Für 2 Prozent wurde eine Gefährdung angenommen, 4 Prozent waren extrem selten und 3 Prozent der Tierarten wurden in die Vorwarnliste aufgenommen. Schließlich war bei 3 Prozent die Datenlage unzureichend und mit 51 Prozent galten etwas mehr als die Hälfte aller bewerteten Tierarten als ungefährdet.

Bei den Säugetieren gehörte Deutschland – neben Luxemburg, der Schweiz, Liechtenstein, Österreich, Slowenien, der Tschechischen Republik und der Slowakei – im Jahr 1998 zu den Staaten Europas, in denen 51 bis 75 Prozent der Arten ausgestorben oder gefährdet waren. In allen anderen europäischen Staaten waren die entsprechenden Anteile niedriger.

Datenquelle

Bundesamt für Naturschutz (BfN): www.bfn.de

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