Bundeszentrale für politische Bildung
16. Mai 2018
Infodienst Radikalisierungsprävention

Infodienst Radikalisierungsprävention

Newsletter Mai 2018

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

was gibt es Neues im Arbeitsfeld Radikalisierungsprävention, Deradikalisierung und Demokratieförderung im Bereich Salafismus? Die Redaktion hat einen Überblick zusammengestellt.

Hintergrundinformationen, eine Datenbank mit Akteuren der Prävention und Demokratieförderung sowie alle früheren Newsletter finden Sie unter: http://www.bpb.de/radikalisierungspraevention

Haben Sie einen Hinweis, worüber wir berichten sollten? Schreiben Sie uns! Die Kontaktdaten finden Sie hier: http://www.bpb.de/210411

Neu im Infodienst Radikalisierungsprävention

REDAKTION INFODIENST RADIKALISIERUNGSPRÄVENTION

 

In eigener Sache: Internetseite neu gestaltet

 
Die Startseite des Infodienstes ist nun übersichtlicher: Auf den ersten Blick finden sich ausgewählte neue Beiträge im oberen Bereich der Seite. Darunter sind die wichtigsten Service-Angebote zugänglich wie die Datenbank mit Anlaufstellen, die Terminübersicht und die pädagogischen Materialien. Zudem wurden die Rubriken neu eingeteilt und ergänzt. Über die Rubriken-Navigation finden Sie nun leichter das für Sie relevante Thema.
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LISA KIEFER

 

Clearingverfahren: Wie kann Radikalisierungsprävention an Schulen gelingen?

 
Wie lassen sich im schulischen Kontext Radikalisierungsprozesse frühzeitig erkennen und unterbrechen? Und welche Methoden sollten hierbei zum Einsatz kommen? Dafür gibt es bislang keine erprobten Konzepte. Im Rahmen eines Modellprojekts werden seit April 2016 an sechs Schulen in Deutschland Clearingverfahren getestet. Die Projektkoordinatorin Lisa Kiefer gibt einen Einblick in das Konzept und die ersten Erfahrungen aus der Praxis.
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REDAKTION INFODIENST RADIKALISIERUNGSPRÄVENTION

 

Radicalisation Awareness Network (RAN): Das EU-Netzwerk für die Präventionspraxis

 
Mit dem Radicalisation Awareness Network (RAN) will die EU-Kommission gegen Extremismus vorgehen. Das wichtigste Mittel ist dabei der fachliche Austausch von Praktikerinnen und Praktikern aus verschiedenen Staaten und Fachgebieten. Wie arbeitet das Netzwerk, und was bietet RAN für die Praxis?
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INTERVIEW MIT WERNER PRINZJAKOWITSCH

 

Europaweiter Austausch über Prävention: RAN aus der Sicht der Praxis

 
Die EU-Staaten gehen teilweise sehr unterschiedlich mit Extremismus um. Werner Prinzjakowitsch berichtet, was dies für den Austausch im europäischen Präventionsnetzwerk RAN bedeutet. Prinzjakowitsch ist pädagogischer Bereichsleiter der Wiener Jugendzentren. Seit 2016 ist er gemeinsam mit Kelly Simcock aus Großbritannien Vorsitzender der RAN-Arbeitsgruppe Youth, Families and Communities.
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DISKUSSION

 

Gute Praxis in der Extremismusprävention

 
In Form von 20 Thesen haben Milena Uhlmann (BAMF) und Dr. Harald Weilnböck (Cultures Interactive) im Dezember 2017 einen Impuls für die Diskussion über gute Präventionspraxis geliefert. Der Infodienst hat die Thesen dokumentiert und veröffentlicht nun Kommentare von Akteuren aus dem Arbeitsfeld. Aus Sicht der Demokratiepädagogik hat Kurt Edler einen Kommentar verfasst. Aus Sicht der österreichischen Beratungsstelle Extremismus liefern Verena Fabris und Fabian Reicher einen ergänzenden Kommentar.

20 Thesen zur guten Praxis in der Extremismusprävention und in der Programmgestaltung von Milena Uhlmann und Dr. Harald Weilnböck
Kommentar von Kurt Edler
Kommentar der Beratungsstelle Extremismus, Österreich
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ÜBERSICHT

 

Beratung und Hilfsangebote: Initiative aus Aschaffenburg neu in der Datenbank

 
Das Projekt jumi – Initiative für Jugend und Migration wurde in die Übersicht der Anlaufstellen aufgenommen. Insgesamt enthält die Übersicht nun 85 Anlaufstellen aus dem gesamten Bundesgebiet, die Unterstützung anbieten bei Fragen wie: Was tun, wenn sich junge Menschen radikalisieren? Wo können sich Fachkräfte informieren und weiterbilden? Wo finden Angehörige Rat?
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Neu bei der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb

 

Save the Date: Fachtag "Mit Gewalt ins Paradies?" am 11./12. September in Bremen

 
Oft stehen die unterschiedlichen Akteure im Arbeitsfeld der Prävention vor den gleichen Fragen – zum Beispiel: Was steckt hinter den individuellen Radikalisierungsprozessen? Wie lassen sie sich unterbrechen? Welche Hilfsangebote gibt es vor Ort?

Mit der wachsenden Zahl von Akteuren im Arbeitsfeld steigt gleichzeitig der Bedarf an Hintergrundwissen und gelungenen Beispielen aus der Präventionspraxis. Der Fachtag der bpb soll ein Ausgangspunkt für diesen Wissenstransfer sein. Nach Schwerin und Leipzig soll der Fachtag "Mit Gewalt ins Paradies?" nun in Bremen stattfinden. Neben den Synergien, die aus den vorherigen Fachtagen freigesetzt sowie gebündelt werden sollen, stehen die regionalen Bedarfe zum Thema Salafismusprävention im Fokus der zweitägigen Veranstaltung.

Zu den Dokumentationen der bisherigen Fachtage auf bpb.de:
Schwerin (Februar 2018)
Leipzig (März 2018)
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Save the Date: Fachtag zu Frauen und Kindern am 7./8. November 2018 in Düsseldorf

 
Wer an Dschihad und Terror denkt, hat in erster Linie junge Männer im Kopf. Zwar wandelt sich das Bild langsam, doch ist noch immer wenig über die Rolle von Frauen und Kindern im Salafismus bekannt. Klassische Geschlechtervorstellungen dominieren die Debatte. Dass auch Frauen überzeugte Islamistinnen sein können, wird selten erwähnt.

Das fehlende Wissen hat unmittelbar Auswirkungen auf die Prävention. Welche Gründe bewegen speziell junge Mädchen und Frauen dazu, sich dem Salafismus zuzuwenden? Wie müssen entsprechende präventive Maßnahmen für Frauen und Kinder gestaltet sein, um Radikalisierungsprozesse zu unterbrechen?

Auf der Fachtagung werden Antworten gesucht. Besondere Aufmerksamkeit wird Präventionsprojekten geschenkt, mit denen schon jetzt explizit Kinder und Frauen in den Blick genommen werden.
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MATHIAS ROHE

 

bpb-Schriftenreihe: Der Islam in Deutschland – Eine Bestandsaufnahme

 
Muslime sind eine große, heterogene Gruppe innerhalb der deutschen Gesellschaft. Über wen sprechen wir also, wenn wir über "den Islam in Deutschland" sprechen? Der Autor Mathias Rohe bettet seine vielschichtige Analyse in die Geschichte der Muslime in Deutschland ein und wendet sich dabei nüchtern und differenziert insbesondere den Debatten über Rolle und Ausgestaltung des Islam zu.

Das Buch ist am 4. April 2018 in der Schriftenreihe der bpb erschienen und umfasst 416 Seiten. Es kann zum Preis von 4,50 Euro bestellt werden.
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OLIVER ROY

 

bpb-Schriftenreihe: "Ihr liebt das Leben, wir lieben den Tod" – Der Dschihad und die Wurzeln des Terrors

 
Der religiöse Antrieb bei Terroristen werde überschätzt, so der Autor Olivier Roy. Seine kontroverse These: Für die Attentäter sei Gewalt nicht ein Mittel, sondern Ziel. Vor allem ihr fehlender Halt im Leben, so Roy, habe sie zu radikalen Nihilisten gemacht. Durch den Rahmen des Islamismus erhalte ihre Gewalt einen scheinbar höheren Sinn.

Das Buch ist am 27. April 2018 in der Schriftenreihe der bpb erschienen und umfasst 176 Seiten. Es kann zum Preis von 4,50 Euro bestellt werden.

Interview: Im Gespräch mit der Berliner Zeitung äußert sich Olivier Roy zur Entwicklung des globalen Terrorismus. Siehe auch Hinweis im Abschnitt "Aktuelle Meldungen".
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Veranstaltungshinweise und Fortbildungen

Zahlreiche weitere Termine finden Sie in der Termin-Übersicht des Infodienstes.
 

Mai

Online-Training: The prevention of juvenile radicalization
Ab 15. Mai 2018, online

Fachtag: Radikalisierung in der ärztlichen und psychotherapeutischen Behandlung – erkennen, bewerten und angemessen handeln
16. Mai 2018, Berlin

Workshop: Psychoanalytisch-pädagogische Radikalisierungskonzepte – Was brauchen junge Menschen, um sich von radikalen Gruppen abzuwenden?
18. Mai 2018, Berlin
 

Juni

Fachtag: Politische Bildung im Strafvollzug
08. Juni 2018, Berlin

Kongress: 23. Deutscher Präventionstag – Gewalt und Radikalität – Aktuelle Herausforderungen für die Prävention
11. Juni 2018, Dresden
 

Juli

Jugendtheater: KRASS! Hauptsache radikal
9.-13. Juli 2018, Bayern

Cultures Interactive Summer School
15.-17. Juli 2018, Walchensee, Bayern
 

August

Workshop: Biographieforschung – Was sagt sie uns über junge radikalisierte Menschen?
8. August 2018, Berlin
 

Aktuelle Meldungen

 

Schweiz: Fachleute sollen Behörden beim Umgang mit Rückkehrerinnen und -Rückkehrern helfen

Die Schweiz will ein Expertengremium schaffen, das den Behörden mit Dschihad-Rückkehrerinnen und -Rückkehrern helfen soll, berichten Schweizer Medien. Demnach sind seit 2001 fast 100 Personen aus der Schweiz in Konfliktgebiete gereist, um dort bewaffnete dschihadistische Gruppen zu unterstützen. 16 seien bisher zurückgekehrt. Ein Pool von Fachleuten solle gebildet werden, auf den die verschiedenen Behörden zurückgreifen können. Denn diese seien beim Umgang mit Rückkehrern schlecht gerüstet, sowohl in rechtlicher Hinsicht als auch bei der Reintegration in die Gesellschaft.

Beitrag bei swissinfo.ch
 

Frankreich: Diskussion über "Islamistische Radikalisierung in Sportvereinen"

Salafisten haben in Frankreich Sportvereine ins Visier genommen, zitiert der Deutschlandfunk eine Erkenntnis des französischen Geheimdienstes. Diese Entwicklung sorge seit gut zwei Jahren immer wieder für Schlagzeilen. Der Beitrag fasst die Diskussion über die "Radikalisierung im Sport" in Frankreich zusammen und stellt einzelne Präventionsansätze vor. So werden in einigen Regionen Referentinnen und Referenten ausgebildet, die Sportverbände im Umgang mit radikalisierten Mitgliedern beraten sollen.

Beitrag beim Deutschlandfunk
 

Sachsen: Beratungsstelle KORA zieht Bilanz nach einem Jahr

Die Sächsische Koordinierungs-und Beratungsstelle Radikalisierungsprävention (KORA) hat seit Beginn ihrer Arbeit im März 2017 insgesamt 47 Kontaktaufnahmen verzeichnet und 28 Beratungen durchgeführt. Die Zahl der Anfragen steigt jedoch kontinuierlich. Zudem wurden 38 Veranstaltungen organisiert, so eine Pressemitteilung des Landes Sachsen.

Pressemitteilung beim Medienservice Sachsen
 

Interview mit Claudia Dantschke: "Tschetschenen sind für den IS sehr wertvoll"

Einige junge Tschetschenen in Deutschland bereiten den Sicherheitsbehörden Sorgen, weil sie salafistischen Gruppen angehören und gewaltbereit scheinen, so die Neue Rhein/Neue Ruhr Zeitung (NRZ). Sie hat zu diesem Thema die Islamismus-Expertin Claudia Dantschke von der Berliner Beratungsstelle Hayat befragt. Fehlende Perspektiven und Erfahrungen mit Krieg und Gewalt seien in dieser Gruppe ein Nährboden für Radikalisierung, so Dantschke.

Der Chef des brandenburgischen Verfassungsschutzes, Frank Nürnberger, weist in einem Interview mit dem RBB darauf hin, dass einige der Islamisten aus Tschetschenien kampferfahren seien und konspirativ arbeiten können. Einige hätten in Syrien auf der Seite des sogenannten IS gekämpft.

Interview mit Claudia Dantschke in der NRZ
Interview mit Frank Nürnberger im RBB
 

Salafistische Szene: Neue Zahlen der Sicherheitsbehörden in der Diskussion

Sicherheitsbehörden haben neue Einschätzungen zur Größe der salafistischen Szene sowie zur Zahl der sogenannten islamistischen Gefährder bekanntgegeben. Nach Informationen des Tagesspiegels rechnen die Verfassungsschutzbehörden 11.000 Personen der salafistischen Szene zu. Demnach hat sich diese Zahl seit 2013 verdoppelt.

Fachleute aus der Prävention und Deradikalisierungsarbeit sehen diese Zahlen kritisch, so die taz in einem Kurzbeitrag. Laut Claudia Dantschke von Hayat seien die Zahlen von 2013 viel zu niedrig angesetzt gewesen. Die neuen Zahlen würden nur zeigen, dass es dem Verfassungsschutz immer besser gelinge, das Dunkelfeld aufzuhellen.

Auch die Zahl der sogenannten Gefährder ist gestiegen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion der FDP im Bundestag hervor. Demnach werden 761 Personen als Gefährder im Bereich "religiöse Ideologie" der politisch motivierten Kriminalität geführt.

Im Gegensatz zur Zahl der Szeneangehörigen, die von den Verfassungsschutzbehörden ermittelt wird, stammten die Angaben zu den sogenannten Gefährdern von den Polizeibehörden.

Aktuelle Zahlen zur salafistischen Szene in Deutschland im Überblick beim Infodienst
 

Blogserie "Gesellschaft Extrem"

Das Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung veröffentlicht eine Blogserie unter dem Titel "Gesellschaft Extrem: Radikalisierung und Deradikalisierung in Deutschland". Die Beiträge beleuchten in den kommenden Wochen verschiedene Herausforderungen des Themenfelds und stellen Ergebnisse aus der wissenschaftlichen sowie der praktischen Beschäftigung mit der Thematik zur Diskussion. Die Blogserie basiert auf Erkenntnissen eines Forschungsprojekts.

Blogserie "Gesellschaft Extrem"
 

Untersuchungsausschuss "Breitscheidplatz": "Terrorismus und Kriminalität gehen Hand in Hand"

In einer öffentlichen Anhörung des Bundestags haben Sachverständige zu gewaltbereitem Islamismus und Radikalisierungsprozessen Stellung genommen. Die Anhörung war Teil der Arbeit des Untersuchungsausschusses, der den Terroranschlag am Berliner Breitscheidplatz im Dezember 2016 aufarbeiten soll.

Dr. Marwan Abou-Taam vom rheinland-pfälzischen Landeskriminalamt wies auf die Bedeutung einer möglichen kriminellen Laufbahn bei der Radikalisierung hin. Demnach machen salafistische Organisationen Kriminellen das Angebot, ihr Handeln als Erfüllung eines göttlichen Auftrages zu "sakralisieren".

Die Islamismus-Expertin Claudia Dantschke wies darauf hin, dass neuerdings bereits 15- bis 16-Jährige in den Sog der Beeinflussung durch salafistische Gruppen gerieten. Seit 2011 habe sich ein "Pop-Dschihadimus als Teil der westlichen Jugendkultur" herausgebildet.

Mehrere Sachverständige wiesen zudem darauf hin, dass Radikalisierungsprozesse individuell unterschiedlich verlaufen und dass dies eine Früherkennung erschwere.

Zusammenfassung der Anhörung auf der Seite des Bundestags

Zahlreiche Medien haben über die Anhörung berichtet, unter anderem die Kölnische Rundschau. Zum Beitrag: "Turbo-Radikalisierung stellt Sicherheitsbehörden vor große Probleme"
 

Interview mit Olivier Roy: "Das Ende des globalen Dschihad ist noch nicht in Sicht"

Am 23. März 2018 wurden in Südfrankreich bei einem islamistischen Anschlag mit Geiselnahme vier Menschen getötet. Die Berliner Zeitung hat mit dem französischen Soziologen Olivier Roy anlässlich des Anschlags über die Entwicklung des globalen Terrorismus gesprochen.

Interview in der Berliner Zeitung

Neue Buchveröffentlichung: In seinem aktuellen Buch vertritt Roy die These, dass der religiöse Antrieb bei Terroristen überschätzt werde. Vielmehr habe sie fehlender Halt im Leben zu radikalen, gewaltbereiten Nihilisten gemacht. Der Islamismus verleihe ihrer Gewalt einen scheinbar höheren Sinn. Siehe auch Hinweis im Abschnitt "Neu bei der bpb".
 

Zentrum für interkulturelle Kompetenz der Justiz NRW in Essen sucht Referentinnen/Referenten

Aufgabe des Zentrums für interkulturelle Kompetenz ist es, alle Justizeinrichtungen bei der Bewältigung der Herausforderungen zu unterstützen, die sich aus einer zunehmenden Diversität der Gesellschaft ergeben. Zudem befasst sich das Zentrum mit allen justiziellen Fragen der Extremismusbekämpfung.

Bewerbungsschluss ist der 30. Mai 2018.

Stellenausschreibung auf den Seiten der Justiz NRW
 

Handreichungen, Materialien und Berichte

 

Jugendschutz.net: Themenpapier Instagram

Islamisten zwischen Beauty-Bloggern und Pop-Stars: Mit Ästhetik und Lifestyle werden Jugendliche auf Instagram geködert, so der Befund von jugendschutz.net in einem Themenpapier, das im März 2018 erschienen ist.

Weitere Informationen und Download des Themenpapiers beim Infodienst
 

Studie "Wege in die Radikalisierung" und die Rolle der Justiz

Das österreichische Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie hat seine Studie "Wege in die Radikalisierung" veröffentlicht. Dafür wurden zehn Jugendliche und junge Erwachsene befragt und Gespräche im Umfeld der Personen geführt. Das Forschungsprojekt wurde bereits 2017 abgeschlossen, der Abschlussbericht ist am 25. April 2018 erschienen.

Zentrale Ergebnisse der Studie und Download auf der Seite des Justizministeriums (Österreich)
 

Online-Filmprojekt "Jamal al-Khatib": Pädagogische Materialien

Das Online-Filmprojekt "Jamal al-Khatib - Mein Weg!" will islamistischer Propaganda alternative Erzählungen von jugendlichen Aussteigern aus der dschihadistischen Szene entgegensetzen. Vier Videos wurden über Facebook, YouTube und Twitter veröffentlicht und über 200.000 Mal angesehen.

Das pädagogische Paket liefert Materialien für die pädagogische Arbeit mit den Videos des Projektes. Es enthält Hintergrundinformationen, die Videodateien sowie Übungen und Arbeitsblätter. Die Videos eignen sich für formale aber auch informelle Bildungssettings, wie zum Beispiel im Jugendzentrum oder im Rahmen von Streetwork.

Das Paket wird herausgegeben vom Bundesweiten Netzwerk Offene Jugendarbeit (BOJA) aus Österreich.

Weitere Informationen und Download auf der Seite von BOJA
 

Neue RAN-Publikationen

Das Radicalisation Awareness Network (RAN) – das EU-Netzwerk für die Präventionspraxis im Kampf gegen Extremismus – hat eine Reihe neuer Veröffentlichungen herausgegeben. Unter anderem zu den folgenden Themen:

Discussing Taboos and Controversial Issues: Methoden und Praxistipps für die Jugendarbeit
Checklist of relevant mental biases and mechanisms for developing counter or alternative narratives
Police, families and family workers: Die enge Zusammenarbeit mit Familien fördern

Weitere Veröffentlichungen auf der Seite von RAN
 

Audio- und Video-Beiträge

 

Kinofilm: Layla M.

Am 12. April ist der Film "Layla M." in deutschen Kinos gestartet. Im Zentrum des Films der niederländischen Regisseurin Mijke de Jong steht die Geschichte von Layla – ein 18-jähriges Mädchen marokkanischer Herkunft, geboren und aufgewachsen in Amsterdam. Sie ist frustriert, weil sie sich diskriminiert fühlt. Der Bürgerkrieg in Syrien und die Entwicklungen in Gaza machen sie fassungslos. Vor diesem Hintergrund radikalisiert sie sich.

Der Film vermeidet dabei griffige Thesen, sondern beobachtet die charismatische Protagonistin unvoreingenommen und sachlich, so die Kritik in der Stuttgarter Zeitung.

Seite des Verleihs mit Kinofinder und Trailer
 
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