Afrika

5.12.2005 | Von:
Simone Kopfmüller

Politische Ideen der Unabhängigkeitsbewegung

Neben der Suche nach der eigenen, afrikanischen Identität zielte die Programmatik der Befreiungsbewegungen darauf ab, die bestehenden kolonialen Strukturen als ungerechtes und unmenschliches System anzuprangern und sie zugunsten staatlicher Unabhängigkeit zu beseitigen.


Auszug aus:
Informationen zur politischen Bildung (Heft 264) - Politische Ideen der Unabhängigkeits-
bewegung

Einleitung

Das politische Denken und Handeln herausragender afrikanischer Führungspersönlichkeiten hat die Entwicklung Afrikas südlich der Sahara bereits vor der Entkolonialisierung stark beeinflußt und nach der staatlichen Unabhängigkeit entscheidend geprägt. Der Prozeß der Entkolonialisierung wurde dabei vorwiegend von jenen Afrikanern getragen, die nach längeren Aufenthalten in den Metropolen der Kolonialmächte mit Engagement und Idealismus in ihre Heimat zurückkehrten. So entstand eine Bewegung afrikanischer Intellektueller, die durch ihre europäische Sozialisation einerseits ihrer eigenen Kultur entfremdet waren, andererseits jedoch ein gestärktes politisches Bewußtsein entwickelt hatten.

Neben der Suche nach der eigenen, afrikanischen Identität zielte die Programmatik der Befreiungsbewegungen darauf ab, die bestehenden kolonialen Strukturen als ungerechtes und unmenschliches System anzuprangern und sie zugunsten staatlicher Unabhängigkeit zu beseitigen. Nach der Erlangung der Selbständigkeit sollte gerade die Hinwendung zum afrikanischen Nationalismus und Sozialismus diese Abkehr vom Kolonialismus bekräftigen.


Die Geschichte des Kolonialismus und seiner Folgen wird immer wieder neu ausgehandelt. Welche Gegenerzählungen zur westlichen Kolonialgeschichte gibt es, die im Kampf um "historische Wahrheiten" häufig an den Rand gedrängt wurden? Wie wirkt das koloniale Zeitalter in ehemaligen Kolonialstaaten und anderen Gesellschaften nach?

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