Ein Demonstrant mit der ägyptischen Nationalflagge bei einer Demonstration in Kairo am 11. März 2011.

Chronologie des Arabischen Frühlings

Die systematische länderspezifische Chronologie ermöglicht einen Überblick über die entscheidenden Entwicklungen in den von den Protesten und Umbrüchen betroffenen arabischen Staaten, mit Schwerpunkt auf das erste Halbjahr 2011. Die Chronologie enthält eine Auswahl derjenigen arabischen Staaten, in denen sich in der ersten Jahreshälfte 2011 (bzw. für Tunesien seit Mitte Dezember 2010) relevante Proteste abgespielt haben bzw. in denen es zu Umbrüchen gekommen ist: Ägypten, Bahrain, Jemen, Jordanien, Kuwait, Libyen, Marokko, Saudi-Arabien, Syrien, Tunesien.

Die Chronologie ermöglicht den Vergleich der Ereignisse in unterschiedlichen arabischen Ländern. Die Ereignisse werden je nach Akteur bzw. Akteursgruppe unterschieden: Regierung, Protestierende, regionale Akteure/internationale Gemeinschaft.

Im Zentrum der Chronologie steht eine Zeitleiste in Form einer vertikalen Achse, auf der die wichtigsten Ereignisse dargestellt sind. Auf der linken Seite der Achse sind die entsprechenden Daten aufgelistet, auf der rechten Seite die konkreten Geschehnisse zusammengefasst. Die einzelnen Ereignisse werden verschiedenfarbig dargestellt und zwar in Abhängigkeit davon, welche Akteure jeweils im Zentrum stehen. Dabei wird das Handeln der Regierung bzw. des Regimes blau dargestellt, das der Protestierenden rot, das der regionalen Akteure bzw. der internationalen Gemeinschaft braun).

Die Chronologie basiert auf der Auswertung einer Vielzahl von Presseartikeln und Agenturmeldungen und wurde von Länderexpertinnen und -experten geprüft. Pro Land werden rund 20 entscheidende Entwicklungen und Weichenstellungen dargestellt.

Einen kurzen Überblick über die Intensität des Arabischen Frühlings im Jahr 2011 finden Sie hier: PDF-Icon Chronologie des Arabischen Frühlings

Zusammengestellt von: Jan Busse

Chronologie der Ereignisse in Ägypten

Chronologie

Ägypten

Die Proteste in Ägypten folgten rasch auf die revolutionären Unruhen in Tunesien. Widerstand regte sich vor allem gegen die 30-jährige Herrschaft von Machthaber Hossni Mubarak und die soziale Situation im Land. Weiter...

Chronologie der Ereignisse in Bahrain.

Chronologie

Bahrain

Der 14. Februar 2011 markiert den Beginn der Proteste im Golf-Staat. Truppenunterstützung durch die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien sicherten die Macht des Königs und schlugen die Aufstände bis Anfang April nieder. Weiter...

Chronologie der Ereignisse im Jemen

Chronologie

Jemen

Anfang Februar 2011 organisieren Oppositionelle im Jemen Proteste und fordern neben Maßnahmen gegen Arbeitslosigkeit und Korruption einen Regimewechsel. Der langjährige Machthaber Saleh reagiert zunächst mit einem Verzicht auf seine Kandidatur bei der nächsten Präsidentenwahl. Weiter...

Chronologie der Ereignisse in Jordanien

Chronologie

Jordanien

Eine Welle des Unmuts schwappt Anfang Januar auch nach Jordanien. Dort richten sich die Demonstrationen allerdings nicht gegen das Könighaus, sondern gegen steigende Preise und die Regierung. Es folgen interne Spannunge zwischen Loyalisten und Refomern. Weiter...

Chronologie der Ereignisse in Kuwait.

Chronologie

Kuwait

Die Proteste in Kuwait richteten sich vor allem gegen das bestehende Staatsbürgerschaftsrecht im Golfstaat. Auf die Straße gingen Staatenlose - sie machen einen Großteil der kuwaitischen Bevölkerung aus. Weiter...

Chronologie der Ereignisse in Libyen.

Chronologie

Libyen

Auf Anti-Regierungsprotesten wächst rasch ein bewaffneter Kampf gegen das autokratische Regime von Muamar al-Gaddafi. Ab dem 19. März startet eine NATO-geführte Militäroperation auf Grundlage einer UN-Resolution, die die Rebellentruppen unterstützen sollen. Weiter...

Chronologie der Ereignisse in Marokko.

Chronologie

Marokko

Auf eine wachsende Protestbewegung reagiert das marokkanische Königshaus mit dem Versprechenvon umfangreichen Änderungen der Verfassung. Am 1. Juli 2011 stimmen über 98 Prozent der Wähler bei einem Referendum für die konstitutionellen Reformen. Weiter...

Chronologie der Ereignisse in Saudi-Arabien.

Chronologie

Saudi-Arabien

Nach der Selbstverbrennung eines 60-Jährigen beginnen im Januar auch in Saudi-Arabien Unruhen. Im März kündigt der saudische König dann Lokalwahlen an. Weiter...

Chronologie der Ereignisse in Syrien.

Chronologie

Syrien

Nach der Verhaftung von 15 Kindern kommt es in Syrien immer wieder zu Protesten. Im Laufe des Jahres 2011 eskaliert die Lage immer wieder: In Hama sterben 100 Menschen im August, die Hafenstadt ltakia wird von Panzern, Kriegsschiffen und Bodentruppen angegriffen. Weiter...

Chronologie der Ereignisse in Tunesien.

Chronologie

Tunesien

Die Selbstverbrennung des tunesischen Gemüsehändlers Mohammed Bouzizi stößt eine landesweite Protestwelle an, die schnell den gesamten arabischen Raum erfassen sollte. Dabei stellte sich Frankreich zu Beginn der Aufstände auf die Seite des alten Regimes des Präsidenten Ben Ali. Weiter...

 

Dossier

Innerstaatliche Konflikte

Vom Kosovo nach Kolumbien, von Somalia nach Süd-Thailand: Weltweit schwelen über 280 politische Konflikte. Und immer wieder droht die Lage gewaltsam zu eskalieren. Weiter... 

zum Fragebogen >

Ihre Meinung ist uns wichtig


Vielen Dank für Ihren Besuch von bpb.de!

Wir wollen unseren Internetauftritt verbessern - und zwar mit Ihrer Hilfe. Dazu laden wir Sie herzlich zu einer kurzen Befragung ein. Sie dauert etwa 10 Minuten. Die Befragung führt das unabhängige Marktforschungsinstitut SKOPOS für uns durch.

Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Teilnahme. Ihre Meinung ist uns sehr wichtig!

Ihre Bundeszentrale für politische Bildung

Information zum Datenschutz und zur Datensicherheit


Als unabhängiges Marktforschungsinstitut führt SKOPOS Institut für Markt- und Kommunikationsforschung GmbH & Co. KG im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung diese Befragung durch.

Zur Durchführung der Befragung erhebt SKOPOS Ihre IP-Adresse. Diese wird umgehend anonymisiert und getrennt von den Befragungsdaten verarbeitet, deshalb ist eine Identifizierung von Personen nicht möglich. Weitere personenbeziehbare oder personenbezogene Daten werden nicht erhoben.

Die Befragung entspricht den gesetzlichen Bestimmungen zum Datenschutz und den Richtlinien des Berufsverbandes Deutscher Markt- und Sozialforscher e.V. sowie der Europäischen Gesellschaft für Meinungs- und Marketingforschung. Es erfolgt keine Weitergabe an Dritte.

Weitere Informationen und Kontaktdaten finden Sie hier.