Ein Demonstrant mit der ägyptischen Nationalflagge bei einer Demonstration in Kairo am 11. März 2011.

Ursachen und Folgen

Die Umbrüche in der arabischen Welt haben nicht nur Folgen für die jeweiligen Länder. Sie sind auch in geostrategischer Perspektive von entscheidender Bedeutung. So strebt beispielsweise die Türkei, die sich schon vorher als neue Regionalmacht positioniert hat, nach einer Vormachtstellung. Ihr Selbstbewußtsein kam dabei primär in der Kritik an Israel, an den USA und an Europa zum Ausdruck. Der Iran muss hingegen darum fürchten, seinen Einfluss in der Region zu verlieren. Und auch der Nahost-Konflikt erscheint im Zuge der Umbrüche in neuem Licht. Israel hat wichtige Partner verloren und ist in der Region so isoliert wie seit Langem nicht mehr.

Eine Fahne zeigt den Republikgründer Mustafa Kemal (Atatürk) am 15.06.2013 im Gezi-Park, Istanbul.

Yaşar Aydın

Protest und Opposition in der Türkei – Das Ende einer Erfolgsgeschichte?

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan ist Verfechter der Idee einer Allianz der Zivilisationen und plädiert für einen Dialog der Kulturen. Doch in der Türkei betreibt er seit Jahren einen "Kulturkampf von oben" und polarisiert die Gesellschaft. Weiter...

Der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdogan bei einer Rede am 16. September 2011 am Flughafen in Tripolis.

Günter Seufert

Die Türkei als Modell für die arabischen Staaten?

Im Schatten der arabischen Revolutionen präsentiert sich die Türkei als aufstrebende Regionalmacht. Ihre politische Modernisierung ist deshalb auch für den Westen weiterhin ein wichtiges Anliegen. Denn die Türkei will Vorbild sein für das neue Nordafrika. Weiter...

Mahmoud Ahmadinedschad und Bashar al-Assad im Oktober 2010.

Walter Posch

Die Auswirkungen des Arabischen Frühlings auf die regionale Rolle Teherans

Die arabischen Umbrüche haben den Einfluss Teherans in der Region verändert. Kämpften früher vor allem Iran und Saudi-Arabien um regionalpolitische Hegemonie, tritt nun in zunehmenden Maße die Türkei in Erscheinung. Welche Rolle kann Teheran künftig spielen? Weiter...

Rapper der "Revolution Beat"-Gruppe in Libyen, 19. April 2011.

Asiem El Difraoui

Die Rolle der neuen Medien im Arabischen Frühling

Blogs und Foren befeuerten die Umbrüche in der arabischen Welt, die neuen Medien wurden zum Mittel der Selbstermächtigung. Dennoch: Die Revolution hat auf der Straße stattgefunden. Weiter...

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bei einer Kabinettssitzung am 4. September 2011 in Jerusalem.

Muriel Asseburg

Der Arabische Frühling und der israelisch-arabische Konflikt

Mit den Umbrüchen in der Region hat Israel nicht nur geopolitische Partner verloren. Die innenpolitische Zuspitzung in Staaten der Region, insbesondere in Syrien, könnte den Nahostkonflikt sogar weiter verschärfen. Muriel Asseburg erklärt, warum. Weiter...

Am 8. Mai 2011 demonstrieren in Marrakesch Menschen gegen Terrorismus. Kurz zuvor gab es einen Bombenanschlag auf ein Touristen-Café, bei dem 14 Menschen getötet und mehr als 20 zum Teil schwer verletzt worden waren.

Asiem El Difraoui

Der Arabische Frühling – das Ende al-Qaidas?

Massenproteste stürzten die Herrscher Tunesiens und Ägyptens, nicht Terror und Gewalt. Al-Qaida scheint damit ideologisch widerlegt, der Dschihadismus generell geschwächt. Asiem El Difraoui mit einer Einschätzung. Weiter...

 

Dossier

Innerstaatliche Konflikte

Vom Kosovo nach Kolumbien, von Somalia nach Süd-Thailand: Weltweit schwelen über 280 politische Konflikte. Und immer wieder droht die Lage gewaltsam zu eskalieren. Weiter...