Blick auf das Gebäude des brasilianischen Nationalkongress, ein Gebäude des Architekten  Oscar Niemeyer.

2.8.2016 | Von:

Bilderstrecke: Breitensport - Nationalsport

Kolumbien

Tejo-SpielfeldTejo-Spielfeld Lizenz: cc by/2.0/de (Neil Taylor, Tejo cancha, Bildauschnitt von bpb.de)

Tejo ist ein kolumbianisches Geschicklichkeitsspiel. Es wird alleine oder in Teams von bis zu sechs Personen gegeneinander gespielt. Der Namensgeber des Spiels, der Tejo, ist eine diskusförmige Metallplatte, die in einen knapp 20 Meter entfernten Metallring (Bocín) geworfen werden muss. Der Bocín hat einen Durchmesser von 15 Zentimetern und liegt in der Mitte eines mit Lehm gefüllten, schräg aufgestellten Kastens. An den Rändern des Bocín sind sogenannte Mechas platziert. Das sind kleine Taschen, die mit Schwarzpulver gefüllt sind. Es gewinnt die Person oder das Team, welches die meisten Mechas durch gezielten Würfe zur Explosion bringt oder den Tejo näher am oder – bestenfalls – im Bocín platziert. Traditionell trinken die Spieler während des Spiels alkoholische Getränke wie Bier und Aguardiente, einem Schnaps aus Zuckerrohr und Anis. Tejo ist eine moderne Variante des südamerikanischen Indianerspiels Tumequé und gilt seit 2000 als offizieller Nationalsport Kolumbiens. Seine Geschichte lässt sich über fünfhundert Jahre zurückverfolgen.


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