Blick auf das Gebäude des brasilianischen Nationalkongress, ein Gebäude des Architekten  Oscar Niemeyer.

2.8.2016 | Von:

Bilderstrecke: Breitensport - Nationalsport

Nigeria

Dambe Kämpfer in Deidei im Februar 2010Dambe Kämpfer in Deidei im Februar 2010 Lizenz: cc by/2.0/de (Jeremy Weate, Dambe-Kampf - Deidei 2010)

Dambe ist ein traditioneller nigerianischer Boxsport. Zwei Kämpfer stehen sich über drei Runden gegenüber. Ziel ist es, das Gegenüber durch Schläge und Tritte zu Boden zu befördern. Das wird umgangssprachlich "Töten" genannt. Eine Runde endet, wenn die Boxer sich nicht mehr bewegen, wenn einer der Kämpfer – oftmals K.O. – zu Boden geht oder wenn ein Boxer oder ein Trainer das Ende des Kampfes fordern. Beim Dambe gibt es keine offiziellen Gewichtsklassen, die Kämpfer werden ungefähr nach ihrer Statur zugeordnet. Die Boxer kämpfen mit der Schlag- und der Führand. Die Schlaghand, auch als "Speer" bezeichnet, wird dick mit Stoff und Schnüren umwickelt. Die Führhand, auch "Schild" genannt, muss dem Gegner offen entgegenstreckt werden. Mit dieser Hand dürfen sich die Boxer gegenseitig halten oder nacheinander greifen. Mit ihren Anfeuerungs- und Schmährufen sind die Zuschauer ein zentraler Bestandteil des Kampfes. Ursprünglich wurde Dambe in der Metzgergilde der Hausa praktiziert. Das ist eine westafrikanische Volksgruppe. Heute betreiben zumeist junge Männer aus den Städten diesen Sport. Darstellungen von Dambe-ähnlichen Kämpfen lassen sich schon zu hellenistischer und altägyptischer Zeit finden.


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