Nächtliche Skyline von Shanghai

Sport und Olympische Spiele

Der chinesische Leichtathlet Liu Xiang feiert mit einer chinesischen Flagge seinen Gewinn der Goldmedaille bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2007 in Osaka, Japan, in der Disziplin 110 Meter Hürden. Der chinesische Sportler ist allerdings nicht nur Athlet, sondern auch ein Kommunist. Sein Trainer Sun Haiping hielt in einem Statement vom 15. Oktober 2007ein politisches Engagement des Hürdenläufers, der Mitglied der kommunistischen Partei ist, z.B. als Deligierter bei dem alle fünf Jahre stattfindenden Parteitag, für denkbar: "Er ist ein Mitglied der Partei, er hat also wirklich Interesse (an Politik)."

Benedikt Voigt

China trainiert für Olympia

Längst hat die kommunistische Regierung in China den Sport als Mittel entdeckt, um nach außen eigene Modernität und Leistungsfähigkeit zur Schau zu stellen. In den Sportschulen werden derzeit rund 372.000 Kinder und Jugendliche – unter teils extremen Bedingungen – ausgebildet. Ein System, das viele Nachteile aufweist.

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Das offizielle Logo für die Olympischen Spiele 2008 in Peking, wurde bereits 5 Jahre zuvor, am 3. August 2003 in Peking enthüllt.

Jens Weinreich

Die Olympischen Sommerspiele in Peking

Die XXIX. Olympischen Spiele sind ein Sportfest ohnegleichen. Das Internationale Olympische Komitee will sich mit diesem Medienereignis als menschlich, weltoffen und demokratisch präsentieren. Inwieweit diese Postulate mit der Realität übereinstimmen, ist die Kernfrage dieser Sommerspiele. Und das ist keine sportliche, sondern eine hochpolitische Frage.

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Chinesische Schulkinder schwenken am 18. Juni 2008 olympische und chinesische Flaggen auf dem Volksplatz in Kashgar während der Feierlichkeiten des Olympischen Fackellaufs. Eine Statue von Mao Tse-tung überragt die Bühne im Hintergrund auf der rechten Seite. Die olympischen Spiele 2008 in Peking beginnen am 8. August.

Sportpolitik und Olympia

Sport ist ein Feld kulturell-schöpferischen Handelns, ein enger Verwandter der Künste. Sportliches Handeln inszeniert dramatische Geschichten. Gerade deshalb ist für die Sportorganisationen politische Zurückhaltung geboten, der Verzicht darauf, sich heroisch in eskalierende tagespolitische Getümmel zu stürzen, wie es manche gern sehen würden.

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Vom chinesischen Militär freigegebene Luftaufnahme der olympischen Sportstätten in Peking vom 2. August 2008. Rechts das Nationalstadion, auch "Vogelnest" genannt, auf der linken Seite das nationale Wassersportzentrum, auch unter der Bezeichnung "Water Cube" (Wasserwürfel) bekannt. Das Vogelnest ist Gastgeber der Eröffnungsfeier und Austragungsort der Leichtathletik-Wettbewerbe der Olympischen Spiele 2008, die am 8. August beginnen. Im Water Cube werden die Schwimm-Wettbewerbe ausgetragen. Hinter dem Water Cube ist das nationale Hallenstadion, in dem die Turn-Wettbewerbe stattfinden; dahinter befindet sich die Fecht-Halle.

Olympischer Moment

Die Olympischen Spiele 2008 sollen nach dem Willen der chinesischen Führung zeigen, wie weit das Land mit seinem Modernisierungskurs in den vergangenen dreißig Jahren gekommen ist: Die Rückkehr des Landes auf die Weltbühne, die Integration in die Weltwirtschaft und in die internationale Staatengemeinschaft sollen zelebriert werden.

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Die spanischen Synchronschwimmerinnen trainieren im Wettkampfbecken zwei Tage vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking 2008.

Randsportarten:

Ohne Olympia ist alles nichts - das wissen vor allem die Verbände der Randsportarten. Während der Deutsche Fußball-Bund es verkraften kann, mal wieder nicht dabei zu sein, sieht es für die Kleinen ganz anders aus. Für sie ist "dabei sein" nicht nur olympisches Motto, sondern Überlebensversicherung.

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Publikation zum Thema

apuz

Sportpolitik und Olympia

Zweifellos wird China seine Chance als Gastgeber der Olympischen Spiele sportlich und ökonomisch nutzen. Ob die Spiele auch gesellschaftlich etwas bewirken, wird sich erst viel später zeigen. Weiter...

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