Europa aus dem All. Aufgenommen vom Satelliten "Envisat"

Gesichter der Euro-Krise

Ursachen und Auswirkungen der Euro-Krise sind vielfältig. Und ebenso vielfältig sind die Einschätzungen, was Europa, die Europäischen Union und die Eurozone aus der Krise lernen können, welche Schlüsse sie für die Zukunft ziehen sollten. Sind die Reformen und Sparprogramme für die verschuldeten Länder erfolgreich und ein Modell für die Zukunft? Kann die Eurozone alten und neuen Mitgliedern dauerhaften Nutzen bringen? Und wie wird in den einzelnen Ländern auf Probleme und Maßnahmen geblickt? Experten aus Irland, Portugal, Griechenland, Lettland, Spanien und Bulgarien mit ihren Standpunkten zu den vielschichtigen "Gesichtern der Euro-Krise".

Die Eurokrise hat viele Gesichter: Anzeichen einer wirtschaftlichen Stabilisierung stehen zunehmender Proteststimmung und Armut gegenüber.

Eckart D. Stratenschulte: Einleitung

Die Eurokrise - worum geht es eigentlich?

Was bedeutet eine Währungsunion für die beteiligten Staaten? Welche Auswirkungen hat eine hohe Staatsverschuldung einzelner Länder in einer Währungsunion? Und wie reagiert die Eurozone auf die Herausforderungen in der Krise? Eckart Stratenschulte mit einer Einführung in die Euro-Krise: von Ansteckungsgefahr über Rettungsschirm bis Zahlungsausfall. Weiter...

Karl Whelan

Standpunkt Karl Whelan

Lektionen zum Thema Reformen aus Irland

Bald wird Irland seinen Finanzbedarf wieder durch eigene Staatsanleihen decken können. Aber ist das Land deshalb ein Vorbild für die Krisenländer in Südeuropa? Nur bedingt, meint Karl Whelan. Irland sei nicht durch Reformen im Zuge des EU-IWF-Programms aus der Krise gekommen und die vollständige Erholung der irischen Wirtschaft derzeit nur schwer vorstellbar. Weiter...

Margarida Bon de Sousa

Standpunkt Margarida Bon de Sousa

Portugal: Schluss mit Fado, Fátima und Fußball

Sparpakete und Euro-Krise haben in Portugal ihre Spuren hinterlassen, schreibt Margarida Bon de Sousa. Zwar sinkt die Arbeitslosenquote mittlerweile wieder, aber viele Familien blicken ihrer Meinung nach in eine unsichere Zukunft. Die Mittelschicht sei näher an die Unterschicht gerückt und Tausende gut ausgebildete Menschen hätten das Land verlassen. Weiter...

Dimitrios Katsikas

Standpunkt Dimitrios Katsikas

Sollte Griechenland in der Eurozone bleiben - und warum?

Griechenland sollte die Währungsunion nicht verlassen, sagt Dimitris Katsikas. Ein Austritt aus der Eurozone könnte zu schweren Krisen führen - auch über das Land hinaus: Die Schuldzinsen für andere Krisenländer würden steigen und so bestünde die Gefahr, dass auch Spanien oder Italien ihrer Schulden nicht mehr bedienen können. Der Austritt Griechenlands wäre daher, so Katsikas, deutlich teurer als seine Rettung. Weiter...

Pauls Raudseps

Standpunkt Pauls Raudseps

Lettland und die Eurozone: Auf der Suche nach Stabilität

Ist es für ein Land derzeit überhaupt erstrebenswert, in die Eurozone aufgenommen zu werden? Ja, für Lettland sei der Beitritt zur Eurozone sinnvoll, sagt Paul Raudseps. Eine Entscheidung dagegen würde das Land in die Peripherie Europas verbannen. Auch wenn mit der Landeswährung Lats eines der nationalen Symbole aufgegeben werde, sei der Euro von den Letten schon jetzt als ein Garant für Stabilität akzeptiert. Weiter...

Leire Salazar

Standpunkt Leire Salazar und Luis Garrido Medina

Jugendarbeitslosigkeit in Spanien: Wahrheiten und Mythen

Laut Eurostat lag die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien 2012 bei 53,2 Prozent. Aber diese Daten und ihre Berechnungsgrundlagen sind irreführend und führen zu einer Überschätzung des Problems, meinen Leire Salazar und Luis Garrido Medina. Problematisch sei vor allem der blockierte Zugang zum Arbeitsmarkt für die 25- bis 39-Jährigen. Deren Möglichkeit, den eigenen Lebensentwurf zu realisieren, sei erheblich eingeschränkt. Weiter...

Yasen Georgiev

Standpunkt Yasen Georgiev

Kaum Schulden und trotzdem arm - Kann das die Lösung sein?

Bulgarien macht finanzpolitisch alles richtig und gehört zu den Ländern mit den stabilsten Finanzen in der Europäischen Union, sagt Yasen Georgiev. Er kritisiert, die EU habe aus der Euro-Krise nicht die richtigen Schlussfolgerungen gezogen: Sie enttäusche die Staaten, die sich einer strengen Fiskalpolitik unterwerfen und steigere so den Euroskeptizismus der Menschen, die unter dieser Politik leiden. Weiter...

 
Lohnstückkosten im verarbeitenden Gewerbe, 1990 - 2009Zahlen und Fakten Europa

Wirtschaft und Finanzen

Europa ist die Region mit dem höchsten Anteil am Welt-Bruttoinlandsprodukt – von den weltweit 25 Staaten mit dem höchsten BIP stammten 2009 zwölf aus Europa. Allein der Warenexport der 27 EU-Staaten lag 2010 bei 1.350 Milliarden Euro, parallel importierte die EU Waren im Wert von 1.500 Milliarden Euro. Weiter... 

SozialleistungenZahlen und Fakten Europa

Armut, Einkommen und sozialer Schutz

In der Europäischen Union ist rund jede sechste Person armutsgefährdet. Ohne die hohen Sozialleistungsausgaben wären allerdings noch sehr viel mehr Menschen von Armut betroffen – das gilt nicht nur für die EU, sondern auch für jeden der 27 Mitgliedstaaten. Weiter... 

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