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"Die Freiheit führt das Volk“: Das berühmte Gemälde von Eugène Delacroix (1830) mit Frankreichs Nationalfigur Marianne.

21.1.2013

Ein deutsches Geschichtsbuch beschrieb 1932 den Stellungskrieg:

Stellungskrieg im Westen - In gewaltigen Abwehrschlachten verhindert das deutsche Heer im Westen, dass Deutschland zum Kriegsschauplatz wird. [...] Furchtbar ist es an den Großkampftagen. Dann gibt es „Trommelfeuer“. Pfeifend und heulend schlagen die schweren Granaten ein und reißen große Trichter. [...] Die Luft schrillt, ächzt, stöhnt, brüllt und verschlingt jeden menschlichen Laut. Da bricht auf einmal das feindliche Trommelfeuer ab, „Sie kommen!“ schreit die Wache. [...] Es ist die Hölle auf Erden. Viele der Heranstürmenden werfen die Arme in die Luft und brechen zusammen, aber immer neue Scharen wälzen sich heran, kommen näher und näher. Handgranaten werden auf sie geschleudert. Doch schon springen sie da und dort in den zerstörten Graben, und ein schauerlicher Kampf Mann gegen Mann beginnt. Da wird einer mit dem Gewehrkolben niedergeschlagen, dort fährt einem das Bajonette mitten in den Leib. Revolver krachen, Schwerverwundete winseln und schreien, wälzen sich blutend auf dem Boden. Aber keiner kann sich um sie kümmern, erbarmungslos treten die Lebenden auf ihren Leibern herum. Da lässt der Sturm nach, die Feinde müssen zurück; der Angriff ist abgeschlagen.

(W. Füßler: Geschichte des Deutschen Volkes. 2. Teil. Von 1648 bis zur Gegenwart, Gießen/Berlin/Leipzig 1932, S. 212-213)


Französische Flaggen wehen auf dem Dach und vor einem Fenster über dem Eingang des Elysee Palastes in Paris.
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Frankreich wählt

Beobachter erwarteten ein knappes Rennen um die Präsidentschaft in Frankreich. Wie kommentierte die europäische Presse den Wahlkampf 2017? Und welchen Kandidaten wurden welche Chancen zugerechnet?

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Mangelnde Wettbewerbsfähigkeit, lahmende Wirtschaft, hohe Arbeitslosigkeit: Viele Kommentatoren sehen in Frankreich eines der größten Sorgenkinder Europas und mahnen die Notwendigkeit von Strukturreformen an.

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German Chancellor Konrad Adenauer, left, hugs France President Charles de Gaulle, right, after signing the Elysee friendship treaty in the Elysee palace in Paris, France on Jan. 22, 1963. France and Germany kicked off celebrations Wednesday, Jan. 22, 2003 to mark the 40th anniversary of the treaty with a raft of events intended to inject new vitality into their relationship, which is pivotal in efforts to expand and integrate the European Union. (ddp images/AP Photo) --- Bundeskanzler Konrad Adenauer (li) und Staatspraesident Charles de Gaulle umarmen sich nach der Unterzeichnung des Deutsch-Franzoesischen Vertrages am 22. Januar 1963 im Salon Murat im Pariser Elysee-Palast. Rechts neben de Gaulle steht M. Christian Fouchet. (ddp images/AP Photo)
Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 1–3/2013)


Deutschland und Frankreich

Am 22. Januar 1963 unterzeichneten Konrad Adenauer und Charles de Gaulle den Élysée-Vertrag. Als "Erinnerungsort" bietet das Datum immer wieder Anlass innezuhalten und sich der gegenseitigen Partnerschaft zu vergewissern.

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Frankreich

Frankreich hat eine lange Tradition als Einwanderungsland. Zumindest aus wirtschaftlicher Perspektive galt diese lange Zeit als Erfolgsgeschichte. Seit drei Jahrzehnten wird die Einwanderung allerdings verstärkt als Ursache sozialer Probleme und Auslöser von Konflikten wahrgenommen. Davon zeugen nicht nur ein politischer Rechtsruck, sondern auch immer wieder aufflammende Unruhen in den Vororten französischer Metropolen. Islamistisch motivierte Terroranschläge haben zudem die seit Jahren schwelende Debatte über den Umgang mit dem Islam weiter verschärft.

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