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"Die Freiheit führt das Volk“: Das berühmte Gemälde von Eugène Delacroix (1830) mit Frankreichs Nationalfigur Marianne.

21.1.2013

Ein nationalsozialistisches Geschichtsbuch beschreibt die Wirkung der Materialschlachten auf die Soldaten:

Größer noch als das Grauen und Schrecken dieser kochenden, brodelnden Materialschlacht war das Heldentum dieser Männer. Eine geschlossene, einheitliche Kampfhandlung gab es in solcher Schlacht nicht mehr. Sie hatte sich längst in Einzelkämpfe kleiner Gruppen aufgelöst. Ganz auf sich selbst gestellt, aus eigenem Entschluss handelnd, bald von Trichter zu Trichter springend, bald in nassen Erdlöchern niederkauernd, um ihre Leiber vor Granatsplittern zu schützen, suchten diese Helden vorwärtszukommen und den Sieg zu erringen, ohne oft recht zu wissen, was rechts und links von ihnen geschah, unbekümmert um die heranheulenden Granaten und das mörderische Feuer der Maschinengewehre, nur vom Gefühl der Pflicht getrieben und zum Opfertod bereit. In dem ununterbrochenen, nervenzerreissenden Feuerorkan, den wütenden hin- und herwogenden Bajonettkämpfen, den durchwachten Nächten und schlaflosen Wochen leisteten deutsches Pflichtgefühl und deutsches Heldenideal hier täglich Unsagbares. Übermenschlich waren die physischen, vor allem aber die seelischen Anforderungen, die die moderne Materialschlacht an den Kämpfer stellte. Der gewöhnliche Mensch versagte hier. Er musste ein anderer, ein größerer werden. Er musste über sich selbst seelisch hinauswachsen zum Helden. Der Glutofen dieser Materialschlachten formte den Menschen neu, härtete ihn wie Stahl, gab ihm eine fast überirdische Ruhe und kalte Überlegenheit über den Feuerwahnsinn der Maschinen. Es war der Held, der, auf alles stets gefasst und zu jedem Einsatz bereit, niemals an sich, nur immer an die Kameraden und die gemeinsame Sache denkt und mit aller Energie das Schicksal zu meistern sucht, auch wenn es unmöglich scheint und die Hölle sich vor ihm auftut. Es ist der neue Typ des deutschen Frontsoldaten.

W. Hohmann (Hg.): Lehrbuch der Geschichte für höhere Schulen, Oberstufe: Dritter Band - Deutsche Geschichte vom Wiener Kongress bis zur Gegenwart, Frankfurt a.M. 1937, S. 12-13


Französische Flaggen wehen auf dem Dach und vor einem Fenster über dem Eingang des Elysee Palastes in Paris.
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Frankreich wählt

Beobachter erwarteten ein knappes Rennen um die Präsidentschaft in Frankreich. Wie kommentierte die europäische Presse den Wahlkampf 2017? Und welchen Kandidaten wurden welche Chancen zugerechnet?

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Mangelnde Wettbewerbsfähigkeit, lahmende Wirtschaft, hohe Arbeitslosigkeit: Viele Kommentatoren sehen in Frankreich eines der größten Sorgenkinder Europas und mahnen die Notwendigkeit von Strukturreformen an.

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German Chancellor Konrad Adenauer, left, hugs France President Charles de Gaulle, right, after signing the Elysee friendship treaty in the Elysee palace in Paris, France on Jan. 22, 1963. France and Germany kicked off celebrations Wednesday, Jan. 22, 2003 to mark the 40th anniversary of the treaty with a raft of events intended to inject new vitality into their relationship, which is pivotal in efforts to expand and integrate the European Union. (ddp images/AP Photo) --- Bundeskanzler Konrad Adenauer (li) und Staatspraesident Charles de Gaulle umarmen sich nach der Unterzeichnung des Deutsch-Franzoesischen Vertrages am 22. Januar 1963 im Salon Murat im Pariser Elysee-Palast. Rechts neben de Gaulle steht M. Christian Fouchet. (ddp images/AP Photo)
Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 1–3/2013)


Deutschland und Frankreich

Am 22. Januar 1963 unterzeichneten Konrad Adenauer und Charles de Gaulle den Élysée-Vertrag. Als "Erinnerungsort" bietet das Datum immer wieder Anlass innezuhalten und sich der gegenseitigen Partnerschaft zu vergewissern.

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Frankreich hat eine lange Tradition als Einwanderungsland. Zumindest aus wirtschaftlicher Perspektive galt diese lange Zeit als Erfolgsgeschichte. Seit drei Jahrzehnten wird die Einwanderung allerdings verstärkt als Ursache sozialer Probleme und Auslöser von Konflikten wahrgenommen. Davon zeugen nicht nur ein politischer Rechtsruck, sondern auch immer wieder aufflammende Unruhen in den Vororten französischer Metropolen. Islamistisch motivierte Terroranschläge haben zudem die seit Jahren schwelende Debatte über den Umgang mit dem Islam weiter verschärft.

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