Dossierbild Polen

4.10.2018

Dokumentation: Exposé von Ministerpräsident Mateusz Morawiecki, 12.12.2017

In dieser Dokumentation spricht der amtierende Ministerpräsident Mateusz Morawiecki über die Gründe der Schulreform und die mit ihr verbundenen Chancen für die polnische Jugend.

Polens Premierminister Mateusz Morawiecki hält eine Rede zum neuen Schuljahr.Polens Premierminister Mateusz Morawiecki hält eine Rede zum neuen Schuljahr. (© picture alliance / PAP)

[Ausführungen zur Schulpolitik]

[…]

Ein weiterer Bereich sind die Bildung und die Wissenschaft. "Die Republiken werden so sein, wie die Erziehung ihrer Jugend." Es sind unsere Kinder und Enkel, die das Polen aufbauen werden, nach dem wir uns sehnen. Wir haben uns für die Reform des Bildungssystems entschieden, weil es kritisch beurteilt wurde. Der erste Schritt war die Auflösung der Gymnasien und die Rückkehr zur Berufsschule und zum Technikum. In den kommenden Jahren werden wir großen Nachdruck auf den Branchenunterricht legen, denn so sind heutzutage die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes. 65 Prozent unserer Schüler werden wahrscheinlich in Berufen arbeiten, die noch nicht entstanden sind. Die jungen Polen, deren einzige Hoffnung die Emigration war, sind eine Generation, die wir manchmal die Generation der verlorenen Chancen nennen. Wir werden alles tun, insbesondere im Bildungssystem, damit diese Generation wird Arbeit finden können, Arbeit in Polen. Damit es eine Arbeit unter würdigen Bedingungen sein wird und nicht auf der Grundlage von "Müllverträgen". Eine Arbeit mit höchstmöglicher Bezahlung. Ich glaube daran, dass das die Generation der wiedergewonnenen Chancen sein wird. […]

Übersetzung aus dem Polnischen: Silke Plate

Quelle: https://premier.gov.pl/expose-premiera-mateusza-morawieckiego-stenogram.html (abgerufen am 27.09.2018).

Gemeinsam herausgegeben werden die Polen-Analysen von der Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e.V., dem Deutschen Polen-Institut, dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien, dem Leibniz- Institut für Ost- und Südosteuropaforschung und dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) gGmbH. Die bpb veröffentlicht sie als Lizenzausgabe.

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