Dossierbild Polen

9.5.2011

Das Projekt des polnisch-deutschen Schulbuchs

Seit beinahe 40 Jahren gibt es Bestrebungen ein polnisch-deutsches Lehrbuch für den Geschichtsunterricht zu entwickeln. Im Dezember 2010 gab ein bilaterales Expertengremium Empfehlungen für dieses Projekt ab. Nun hat die Suche nach einem Verleger-Tandem begonnen.

Seit beinahe 40 Jahren gibt es Bestrebungen ein polnisch-deutsches Lehrbuch für den Geschichtsunterricht zu entwickeln. Foto: APSeit beinahe 40 Jahren gibt es Bestrebungen ein polnisch-deutsches Lehrbuch für den Geschichtsunterricht zu entwickeln. Foto: AP
Der Autor skizziert die Entstehungsgeschichte des polnisch-deutschen Schulbuchprojekts, das an die Arbeit der polnisch-deutschen Schulbuchkommission anknüpft, die 1972 gegründet worden war. Mit zunehmender Entkrampfung in den polnisch-deutschen Beziehungen und der Entwicklung des polnisch-deutschen Schüleraustauschs seit den 1990er Jahren stieg der Bedarf, neues Lehrmaterial zu entwickeln und zu veröffentlichen. Die vom damaligen deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier vorgestellte Idee, ein gemeinsames deutsch-polnisches Lehrbuch zu verfassen, stieß bei der national-konservativen Regierung in Warschau auf kein Interesse; nach dem Regierungswechsel in Warschau 2007 gab die große Politik grünes Licht. Mittlerweile sind die Empfehlungen für das polnisch-deutsche Geschichtsbuch von Experten erarbeitet und der Öffentlichkeit im Dezember 2010 vorgestellt worden. Nun entscheidet sich am freien Markt, ob sich ein polnisch-deutsches Verleger-Tandem findet, das es übernimmt, die ersten Bände von Geschichtsdidaktikern entwickeln zu lassen und herauszugeben.


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