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28.12.2010

Willy Brandt und Polen – Gemeinsames Gedenken der Präsidenten Komorowski und Wulff am 7. Dezember 2010 in Warschau

Mit ihrem Auftritt haben der polnische Staatspräsident und der deutsche Bundespräsident an ein entscheidendes Ereignis der deutsch-polnischen Zeitgeschichte erinnert: Die zutiefst menschliche und moralische Geste des Kniefalls Willy Brandts.

Polens Staatspräsident Komorowski und Bundespräsident Wulff gedenken in Warschau am Denkmal der Helden des Ghettos. Wulff besuchte am 7. Dezember 2010 die polnische Hauptstadt zum 40. Jahrestag des Kniefalls des früheren Bundeskanzlers Willy Brandt.Polens Staatspräsident Komorowski und Bundespräsident Wulff gedenken in Warschau am Denkmal der Helden des Ghettos. Wulff besuchte am 7. Dezember 2010 die polnische Hauptstadt zum 40. Jahrestag des Kniefalls des früheren Bundeskanzlers Willy Brandt. (© AP)
Mit ihrem gemeinsamen Auftritt am 7. Dezember 2010 in Warschau haben der polnische Staatspräsident Bronislaw Komorowski und Bundespräsident Christian Wulff an ein entscheidendes Datum der deutsch-polnischen Zeitgeschichte erinnert. Die zutiefst menschliche und moralische Geste des Kniefalls Willy Brandts am Denkmal für die Helden des Aufstands im jüdischen Ghetto vor vierzig Jahren zählt zu den zentralen »europäischen Erinnerungsorten«. Der ebenfalls am 7. Dezember 1970 unterzeichnete deutsch-polnische »Normalisierungsvertrag« war ein erster wichtiger Schritt auf dem langen Weg zur endgültigen völkerrechtlichen Anerkennung der polnischen Westgrenze. Wenn Komorowski und Wulff diesen wichtigen Jahrestag gemeinsam in Warschau begingen, spricht dies für die inzwischen erreichte Qualität der deutsch-polnischen Beziehungen. Doch es wurden auch Unterschiede in der Bewertung deutlich.


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