Dossierbild Polen

28.12.2010

Die Drogenpolitik in Polen – Zeit für eine Korrektur

Drogenbesitzern drohen in Polen Haftstrafen wegen einer seit zehn Jahren bestehenden Kriminalisierung. Die Autorin bewertet Kosten und Nutzen der polnischen Drogenpolitik. Ihre Bilanz fällt eindeutig aus.

CannabisSeit 2000 ist in Polen der Besitz sämtlicher Drogen verboten und ein kriminelles Vergehen. (© AP)
Der Drogenbesitz ist in Polen verboten und unterliegt der Strafverfolgung und einer Haftstrafe. Die Kriminalisierung des Drogenbesitzes besteht seit zehn Jahren. Für die Autorin ist es an der Zeit, Kosten und Nutzen zu bewerten. Die Kriminalisierung des Drogenbesitzes erfüllt nach ihrer Bilanzierung nicht die gewollten politischen Ziele. Sie sei kostspielig und habe negative Folgewirkungen. Drogenhandel und -konsum sind nicht zurückgegangen. Die Kosten für den Staat belaufen sich jährlich auf mindestens 80 Mio. Zloty (ca. 20 Mio. Euro). Betroffen sind vor allem junge Menschen und Konsumenten von Marihuana. Die Autorin fordert die Entkriminalisierung von Drogenbesitz in kleinen Mengen für den persönlichen Gebrauch.


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