Silhouette einer Moschee.
20.10.2014 | Von:
Gereon Schloßmacher

Stromproduktion in der Türkei

Für ihre Stromproduktion muss die Türkei viel Gas importieren. Der Import ist mitverantwortlich für die schlechte Handelsbilanz des Landes. Zahlreiche neue Wasser- und auch Kernkraftwerke sollen die Türkei unabhängig von ausländischem Gas machen.

Stromproduktion in der TürkeiStromproduktion in der Türkei Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)

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Eine große Bedeutung für die türkische Stromproduktion hat die Wasserkraft. Medial ist sie aufgrund verschiedener, teils höchst umstrittener Staudammprojekte ein sehr präsentes Thema. Vor allem Umweltschützer und Bewohner von Dörfern, die aufgrund geplanter Bauten umgesiedelt werden sollen, üben diesbezügliche harte Kritik an den Bauvorhaben der Regierung.

Andere erneuerbare Energien spielen eine eher unbedeutende Rolle, aber auch ihr Anteil ist in den vergangenen Jahren gewachsen.

Gas und Kohle sind die wichtigsten Energieträger für die Türkei. Das Gas wird allerdings aus dem Ausland importiert und ist mitverantwortlich für das traditionell hohe Außenhandelsdefizit. Auch um diesem Effekt entgegenzuwirken will die Türkei zukünftig noch weiter auf Wasserkraft setzen: 4.000 Kraftwerke befinden sich derzeit in Planung.

Atomkraftwerke gibt es in der Türkei derzeit noch nicht. 2013 wurde jedoch in der Provinz Mersin mit dem Bau eines Kernkraftwerks begonnen, weitere sind in Planung.

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