Ein syrischer Soldat mit einer AK-47 an einem Checkpoint In Damaskus, 21.08.2013.

Innerstaatliche Konflikte

Seit Mitte der 1990er Jahre eskalieren weltweit mehr und mehr innerstaatliche Konflikte – mit fatalen Folgen für die Bevölkerung der betroffenen Regionen. Hunger, Vertreibung und Völkermord sind ständige Begleiter dieser neuen Kriege. Zwar ist es in den vergangenen Jahren auch gelungen, eine Reihe dieser Auseinandersetzungen zu beenden. Ein wirklicher, tragfähiger Frieden wurde aber nur in wenigen Fällen erreicht, weil häufig wichtige Konfliktursachen bestehen bleiben. Innerstaatliche Konflikte verursachen Probleme, die die Staatengemeinschaft auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten stark in Anspruch nehmen werden: Zerfallende Staaten, Privatisierung von Gewalt, Kriegsökonomien, die Verbreitung von Waffen, transnationaler Terrorismus und organisierte Kriminalität.

     
Oleksiy Semeniy

Oleksiy Semeniy

Meinung: Die Ukraine-Krise hätte verhindert werden können

Schon Jahre vor der Ukraine-Krise hätten sich die Spannungen zwischen Russland und dem Westen zunehmend verschärft. Trotzdem wäre eine andere Entwicklung möglich gewesen, glaubt Oleksiy Semeniy. Dies sei aber durch Fehleinschätzungen und eine nicht besonders weitsichtige Politik der Hauptakteure Ukraine, Russland, EU und USA verhindert worden. Weiter...

Wolfgang Richter

Wolfgang Richter

Meinung: Der Westen trägt eine Mitverantwortung für die Ukraine-Krise

Der Westen hat auf die russische Annexion der Krim scharf reagiert, sagt Wolfgang Richter. Für die Erosion der Europäischen Sicherheitsordnung, die schon Jahre vor der Ukrainekrise begann, trage er jedoch eine Mitverantwortung. Politischer Dialog und strategische Zurückhaltung seien nun geboten, um einen Rückfall Europas in eine anhaltende Konfrontation zu verhindern. Weiter...

Kampffahrzeuge mit Soldaten und einer russischen Fahne in der ostukrainischen Stadt Slowjansk im April 2014.

Regina Heller

Die imperiale Identität Russlands und seine geostrategischen Interessen

Als ehemaliges imperiales Zentrum spielte Russland von Anfang an eine Schlüsselrolle in den vielfältigen Konflikten im post-sowjetischen Raum. Moskau nutzt die Konflikte, um seinen regionalen Einfluss zu erweitern und zu festigen. Das russische Beharren auf regionaler Führerschaft verschärft die Konflikte zusätzlich. Weiter...

Anhänger der südossetischen Präsidentschaftskandiatin Alla Dzhioyeva ziehen im November 2011 durch Zchinwali, der Hauptstadt des De-Facto-Staates Südossetien.

Stefan Meister

Die innere Logik der Konflikte im post-sowjetischen Raum

In den Territorialkonflikten im postsowjetischen Raum sind innere Ursachen zentrale Hindernisse für die Konfliktlösung. Das Streben nach staatlicher Souveränität in Abchasien, Berg-Karabach, Südossetien und Transnistrien verhindert eine Föderation innerhalb des Mutterstaates. Dabei steht für die lokalen Eliten Machterhalt vor Konfliktlösung. Weiter...

Überraschend lehnte eine knappe Mehrheit die Vereinbarung in einem Referendum am 2. Oktober 2016 ab. Auf dem Bild zu sehen ist Juan Carlos Galindo, Leiter des Nationalregisters, mit dem Muster eines Stimmzettels.

Christiane Schwarz und Alexandra Huck

Kolumbien

Die kolumbianische Regierung und die FARC-Guerilla haben sich auf einen Friedensvertrag geeinigt. Überraschend lehnte eine knappe Mehrheit die Vereinbarung in einem Referendum ab. Dennoch wollen beide Konfliktparteien am Friedensprozess festhalten. Weiter...

Im Oktober 2009 verbrannte die Armee Ugandas ca. 3500 illegale Waffen, die sie LRA-Rebellen und Kriminellen in ganz Uganda abgenommen hatte.

Lioba Lenhart

Nord-Uganda

Sieben Jahre nach dem Ende des Bürgerkriegs ist die Sicherheitslage in Nord-Uganda stabil. Doch Wiederaufbau, Reintegration der Ex-Kombattanten und Aufarbeitung der Vergangenheit gestalten sich nach 20 Jahren Krieg und Vertreibung schwierig. Und sie werden von neuen Konflikten überlagert. Weiter...

Das Panzerdenkmal in Schuschi, Nagorny-Karabach (Bergkarabach).

Uwe Halbach

Nagorny-Karabach

Anfang April 2016 kam es zu den heftigsten Zusammenstößen zwischen armenischen und aserbaidschanischen Truppen im Konflikt um Nagorny (Berg-)Karabach seit Ende des "ersten" Karabach-Kriegs 1994. Weltweit wächst die Sorge vor einem neuen Krieg in diesem ältesten postsowjetischen Sezessionskonflikt im Südkaukasus. Weiter...

26.11.2015: Der türkische Premierminister Ahmet Davutoğlu empfängt hohe MIlitärs in Ankara. Zuvor hatte die türkische Armee einen russischen Bomber im syrisch-türkischen Grenzgebiet abgeschossen.

Burak Çopur

Die Türkei im Nahen Osten - vom Rising Star zum Troublemaker

Für Burak Çopur hat sich die Türkei von einer aufstrebenden Regionalmacht zu einem Problemland entwickelt. Mit dem Wechsel von einer Soft-Power- zu einer Hard-Power-Strategie habe nicht nur der internationale Abstieg der Türkei begonnen. Vielmehr sei auch ihre Außenpolitik zunehmend von einer sunnitisch-islamischen Ausrichtung bestimmt worden. Weiter...

Ahmet Davutoğlu zu Besuch in Berlin, 22. Januar 2016

Yaşar Aydın

Die Türkei vor einer Richtungsentscheidung

Die Türkei, die EU und die NATO haben sich jüngst wieder aufeinander zubewegt. Das Scheitern der bisherigen Politik, langfristige Interessen und neue enorme Herausforderungen könnten dazu führen, dass sich Ankara wieder stärker in Richtung EU und Westen orientiert, glaubt Yaşar Aydın. Weiter...

Türkische Anti-Terroreinheiten im Kampf gegen die PKK im südöstlichen Diyarbakir, Türkei am 21. Januar 2016.

Gülistan Gürbey

Der regionale Aufstieg der Kurden: Wie reagiert die Türkei?

Die türkische Kurdenpolitik erscheint sehr widersprüchlich, meint Gülistan Gürbey. Einerseits unternehme Ankara alles, um kurdische Emanzipations- und Autonomiebestrebungen im eigenen Land und in Syrien einzudämmen und sogar massiv militärisch zu bekämpfen. Andererseits bestünden zur kurdischen Regionalregierung im Nordirak beste politische, wirtschaftliche und sogar militärische Beziehungen. Weiter...

Graffiti der Communist Party of India in Kolkata, Indien.

Thorsten Wojczewski

Indien

In Indien schwelen seit Jahrzehnten mehrere ethno-politische und religiöse Konflikte. Die wichtigsten sind der maoistische "Volksbefreiungskrieg" der Naxaliten, die Autonomie- und Sezessionsbestrebungen im abgelegenen Nordosten des Landes sowie die Rivalität zwischen den religiösen Gemeinschaften, besonders zwischen Hindus und Muslimen. Weiter...

März 2014: Russische Soldaten ohne Abzeichen besetzen eine ukrainische Kaserne in Perevalnoye auf der Krim.

Andreas Umland

Ukraine

Nach dem Sieg des Volksaufstands "Euromaidan" (2013/14) hat Russland die Schwäche des ukrainischen Staates genutzt, um die Krim zu annektieren und eine Separationsbewegung im Donezbecken zu initiieren und munitionieren. Der Kreml will die Demokratisierung und Westintegration der Ukraine aus innenpolitischen Gründen verhindern. Weiter...

Trotz massiver Bemühungen Moskaus kann die Sicherheitslage im Nordkaukasus nicht als stabil bezeichnet werden: Anschlag auf das zentrale Pressehaus in Grosny im Dezember 2014.

Regina Heller

Nordkaukasus

Der Konflikt im Nordkaukasus hat sich von einem ethno-nationalistischen Unabhängigkeitskampf in Tschetschenien zu einem nationalistisch ausgerichteten Dschihad gewandelt, der die gesamte Region erfasst. Trotz aktuell abnehmender Gewaltintensität ist die Region von einer Stabilisierung oder gar Befriedung noch weit entfernt. Weiter...

Ein eher gering ausgeprägtes Nationalgefühl - dafür große nationale Symbolik: Der 165 Meter hohe Fahnenmast in der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe.

Konfliktporträts

Tadschikistan

Opposition wird in Tadschikistan nicht geduldet. Gegner und ehemalige Verbündete aus Bürgerkriegszeiten werden durch das Regime von Präsident Rahmon verhaftet, bedroht, militärisch bekämpft oder getötet. Ende September 2015 wurde die letzte Oppositionspartei "Islamische Wiedergeburt" (PIW) verboten und als terroristische Vereinigung eingestuft. Weiter...

18.11.2015: Studenten der Al-Baath Universität in Homs demonstrieren, um ihre Unterstützung für das russische Eingreifen in Syrien zu zeigen.

Carsten Wieland

Syrien

Der Syrien-Krieg hat mehr als 250.000 Menschenleben gefordert und die Hälfte der Bevölkerung (ca. 24 Mio.) zu Flüchtlingen gemacht. Die gemäßigte Opposition wurde zwischen syrischem Regime und IS fast aufgerieben. Die russische Intervention stärkt das Regime, bringt aber auch Bewegung in die Verhandlungen. Weiter...

Schiitische Milizen posieren im Nordirak in der Nähe von Baidschi am 25.10.2015 mit Mörsergranaten des IS.

Konfliktporträts

Irak

Der Irak ist in mehrfacher Hinsicht ein gescheiterter Staat. Das Staatsgebiet ist in drei Quasi-Staaten gespalten. Die Verwaltung funktioniert nur noch in den großen Städten. Die Wirtschaft ist im Niedergang begriffen. Soziale Probleme wie Vertreibung, Arbeitslosigkeit und Armut nehmen Überhand. Weiter...

"Polizisten" des Islamischen Staats (IS) in Ninive, Irak (19.09.2014).

Moritz A. Mihatsch

Die sicherheitspolitischen Folgen und Implikationen der Krisen und Umbrüche im arabischen Raum

Der "Arabische Frühling" hat zur Ausbreitung des Islamismus geführt. Die Folge sind massive politische und militärische Auseinandersetzungen zwischen dem sunnitischen und schiitischen Lager. Die zweite Konfliktlinie verläuft zwischen Islamisten und säkularen Kräften, die um ihre Macht und ihre Pfründe fürchten. Weiter...

Die enge Verbindung zu Militär und Sicherheitsapparaten sichert die Macht der autoritären Herrscher: Ägyptischer Soldat mit Plakat von General al Sisi am 13. Oktober 2013 in Kairo.

Kressen Thyen

Ursachen und Hintergründe der Krisen und Umbrüche in der arabischen Welt

Die Wurzeln der gegenwärtigen Krisen in der arabischen Welt reichen bis weit vor den "Arabischen Frühling" zurück. Besonders die katastrophale Regierungsführung hat zu schwerwiegenden sozialen Verwerfungen geführt. Bis heute hindern autoritäre Machtstrukturen die Bevölkerungen daran, ihren politischen Forderungen Ausdruck zu verleihen. Weiter...

Libysche Soldaten in Tripolis am 09.02.2015.

Muriel Asseburg

Die Krisen und Umbrüche in der arabischen Welt

In den Übergangsprozessen in der arabischen Welt gibt es insbesondere zwei Knackpunkte für eine erfolgreiche Konfliktbearbeitung: ein legitimes staatliches Gewaltmonopol und effektive Institutionen einerseits sowie eine breite Inklusion aller relevanten politischen Kräfte andererseits. Das sind auch Ansatzpunkte für die Unterstützung durch externe Akteure. Weiter...

19.02.2016: In Ost-Jerusalem verletzt der 20-jährige Palästinsenser Mohammed Abu Khalaf zwei Grenzpolizisten mit einem Messer und wird daraufhin von Sicherheitskräften erschossen. Das Bild zeigt den Tatort nach der Tat.

Margret Johannsen

Nahost

Gewaltakte jüdischer Siedler, Messerattacken von Palästinensern in Ost-Jerusalem und der West Bank sowie militärische Zwischenfälle im Gaza-Streifen stehen für eine deutliche Verschlechterung des israelisch-palästinensischen Verhältnisses. Mit der Absage der neuen israelischen Regierung an einen Staat Palästina und dem anhaltenden Siedlungsbau sind Verhandlungen unwahrscheinlich. Weiter...

Mitglieder von Beirut Madinati ("Beirut ist meine Stadt"), eines Zusammenschlusses von 24 unabhängigen Kandidaten.

Heiko Wimmen

Libanon

Obwohl der Libanon tief in den Syrien-Krieg verstrickt ist, bewahrt das Land mühsam seine Stabilität. Doch die innenpolitischen Probleme haben die rivalisierenden Parteien nicht im Griff. Die Korruption floriert. Weiter...

Überraschend lehnte eine knappe Mehrheit die Vereinbarung in einem Referendum am 2. Oktober 2016 ab. Auf dem Bild zu sehen ist Juan Carlos Galindo, Leiter des Nationalregisters, mit dem Muster eines Stimmzettels.

Kolumbien

Die kolumbianische Regierung und die FARC-Guerilla haben sich auf einen Friedensvertrag geeinigt. Überraschend lehnte eine knappe Mehrheit die Vereinbarung in einem Referendum ab. Dennoch wollen beide Konfliktparteien am Friedensprozess festhalten. Weiter...

Security guards are seen on the street during the intervention in Alexandria, Egypt, on January 3,2014. Following the friday prayer Egyptians hold anti-coup demonstrations which turned into clashes between protesters and the security forces.

Ägypten

Fünf Jahre nach dem "Arabischen Frühling" sind in Ägypten die alten Verhältnisse wiederhergestellt: Das Militärregime unterdrückt jegliche Opposition. Extremisten verüben Attentate. Die Spirale der Gewalt dreht sich unaufhaltsam und bindet Kräfte, die eigentlich zur Lösung der wirtschaftlichen Probleme gebraucht werden. Weiter...

Blumenschmuck erinnert an die Opfer des Anschlags in der Nähe der Stadt Sousse, Tunesien. Am 26. Juni 2015 erschoss ein Terrorist beim bislang schlimmsten Terroranschlag in der Geschichte Tunesiens hier 38 Menschen am Strand. Die meisten von ihnen waren britische Touristen. Der Islamische Staat (IS) bekannte sich zu dem Anschlag.

Tunesien

Seit dem Umbruch 2011 ringt Tunesien um einen Weg zur Demokratie. Attentate gegen Politiker, Sicherheitskräfte und Touristen sind Ausdruck andauernder Instabilität. Die neue Verfassung und die relativ transparenten Parlaments- und Präsidentschaftswahlen sind allerdings ermutigende Zeichen. Weiter...

Polizist der Afghanistan National Order Civil Police (ANCOP) in der Helmand Province, März 2012.

Thomas Ruttig

Afghanistan

Der bewaffnete Konflikt hält bei hoher Intensität an. Militärische Erfolge der Aufständischen zwingen die internationale Gemeinschaft, ihren Truppenabzug zu überdenken. Ein Neuansatz zu einer politischen Lösung Mitte 2015 schlug fehl. Die neue Regierung hat bisher keinen Ausweg aus der Wirtschaftskrise erreicht. Weiter...

Zu sehen, wie andere Menschen misshandelt, vergewaltigt und getötet werden, liegt jenseits "normaler" menschlicher Erfahrungen. Solche traumatischen Ereignisse lösen existentielle Bedrohung und Todesangst aus.

Karin Griese

Traumaarbeit

Die unbearbeiteten Folgen traumatischer Gewalterfahrungen können bis in die nächsten Generationen hinein wirken. Unterstützungsangebote in Kriegs- oder Nachkriegsregionen müssen auf verschiedenen Ebenen ansetzen, um erfolgreich zu sein. Weiter...

Prof. Dr. iur. Reinhard Merkel

Reinhard Merkel

Meinung: Die NATO-Intervention gegen das Gaddafi-Regime war illegitim

Für Reinhard Merkel war der Libyen-Einsatz illegitim. Mehr noch: Der Sicherheitsrat habe seine Pflicht als Treuhänder des Gewaltmonopols der Welt grob verletzt. Er habe ein Mitglied der UN zum internationalen outlaw erklärt – und damit der Gewalteinwirkung durch jeden anderen "willigen" Staat preisgegeben. Weiter...

Prof. Dr. iur. Hans-Joachim Heintze

Hans-Joachim Heintze

Meinung: Militärische Intervention in Libyen ist grundsätzlich zu begrüßen

War die Libyen Intervention richtig? Hans-Joachim Heintze ist davon überzeugt, dass es ein Fortschritt ist, wenn die Staatengemeinschaft ihre Augen nicht verschließt vor massiven Menschenrechtsverletzungen. Und zum Schutz der Bevölkerung auch Gewalt anwendet. Weiter...

Gambian war crimes lawyer, Fatou Bensouda, takes the oath during a swearing-in ceremony as its new prosecutor at The International Criminal Court (ICC) in The Hague, Netherlands, 15 June 2012. Bensounda replaces Luis Moreno-Ocampo. She will be tasked with trying to bring to justice alleged war criminals including Uganda's Joseph Kony, Libya's Seif al-Islam Gadhafi and Sudanese president Omar al-Bashir.

Ronen Steinke

Der Internationale Strafgerichtshof

Vor elf Jahren hat der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag seine Tore geöffnet. Warlords, Milizionäre und ein ehemaliger Staatschef sitzen dort inzwischen in Haft, angeklagt wegen schwerster Verbrechen gegen Zivilisten. Mit Beginn des Falles Kenia stehen in Den Haag erstmals auch ein amtierender Staatschef und sein Stellvertreter vor Gericht. Weiter...

Themengrafik: Der Internationale Gerichtshof - Aufbau und Arbeitsweise

Themengrafik

Der Internationale Strafgerichtshof - Aufbau und Arbeitsweise

Warlords, Milizionäre, Staatschefs - vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag müssen sich Personen verantworten, die Kriegsverbrechen oder Völkermord begangen haben oder für sie verantwortlich sind. Doch wie läuft ein Verfahren vor dem IStGH ab? Die Themengrafik erklärt den Aufbau und die Arbeitsweise des Gerichtshofs. Weiter...

Eine Autobombe zerstört am 23. April 2013 die französische Botschaft in Tripolis.

Libyen

Seit dem Sturz von Diktator Gaddafi 2011 ringen in Libyen zahlreiche Gruppierungen um die Macht. Mit dem Ausbruch eines Bürgerkrieges 2014 bildeten sich zwei rivalisierende Regierungen. Die Umsetzung des im Dezember 2015 geschlossenen Abkommens über die Schaffung einer Einheitsregierung stößt auf große Widerstände. Weiter...

Mitglieder eines Drogen-Kartells bei ihrer Festnahme im Dezember 2011 in Mexiko City.

Mexiko

In Mexiko ist kein Ende des "Drogenkrieges" in Sicht. Der Hauptkonflikttreiber sind die enormen Gewinne, die im Handel mit illegalen Drogen erzielt werden. Doch allein mit einer Liberalisierung der Drogenpolitik lässt sich die Gewalt nicht stoppen. Weiter...

Eine uigurische Frau mit Kind passiert ein zerstörtes Auto in der Regionshauptstadt Ürümqi (15.07.2009).

China - Xinjiang

Vor dem Hintergrund des Aufschwungs des "Islamischen Staates" (IS) hat sich auch der Konflikt um die von der islamischen Minderheit der Uiguren besiedelte autonome Provinz im Nordosten Chinas verschärft. Seit März 2014 kam es zu mehreren Anschlägen. Beijing reagierte mit verstärkter Repression. Weiter...

Sgt. Kelly Gaskey, 51, aus Cleveland, Tennessee trägt seinen Rucksack während sich seine Firma vorbereitet einen Kampf Außenposten in Bagdad, Irak, zu verlassen.

Daniel Lambach

Fragile Staatlichkeit als Konfliktursache und Möglichkeiten der Bearbeitung

Innerstaatliche Konflikte entstehen vor allem dort, wo der Staat zu schwach ist. "Fragil", "zerfallen" oder "kollabiert" nennt man solche Staaten, die ihre zentralen Aufgaben nicht mehr wahrnehmen können. Doch der Wiederaufbau von Staaten ist eine schwierige Aufgabe. Weiter...

Mitglieder der Real Irish Republican Army (RIRA) in Londonderry, Nordirland, am 25. April 2011.

Lutz Schrader

Ethnopolitische Konflikte

Die meisten innerstaatlichen Konflikte sind ethnopolitische Auseinandersetzungen oder haben eine ethnische Dimension. In ihnen werden Aspekte der ethnischen Identität wie Sprache, Kultur und Abstammung überzeichnet und zu Instrumenten der Mobilisierung gegen "die Anderen". Weiter...

 

Interaktives Portal

Informationsportal Krieg und Frieden

Die weltweiten Militärausgaben sind 2013 leicht zurückgegangen - auf 1,7 Billionen US-Dollar. Welches Land gibt wie viel für sein Militär aus? Und wer bezieht die meisten Waffen aus Deutschland? Das interaktive Portal liefert Antworten auf sicherheitspolitische Fragen. Weiter... 

Trauernde Eltern in Syrieneuro|topics-Debatte

Eskalation im syrischen Bürgerkrieg

Nach Berichten über einen Giftgasangriff in der Nähe von Damaskus erwägen die USA einen Militäreinsatz gegen das Regime von Baschar al-Assad. Was kann eine Intervention der internationalen Gemeinschaft im syrischen Bürgerkrieg bewirken? Weiter... 

Ägyptische Sicherheitskräfte in der Nähe der al-Fateh Moschee am Ramses Platz in Kairoeuro|topics-Debatte

Ägypten in der Hand der Militärs

Ägyptens Generäle verteidigen nach dem Putsch gegen den gewählten Präsidenten Mursi ihre Macht mit aller Härte. Die Sicherheitskräfte gehen unnachgiebig gegen Muslimbrüder vor. Bereitet das Militär den Weg für Neuwahlen oder ist der Arabische Frühling in Kairo am Ende? Weiter... 

Koalition gegen den IS: v. l. n. r. der ägyptische Außenminister Sameh Shukri, der kuwaitische Außenminister Sabah Al-Khalid al-Sabah, der saudische Außenminister Prince Saud al-Faisal, der amerikanische Außenminister John Kerry, der Außenminister Omans, Yussef bin Alawi bin Abdullah, der Außenminister Bahrains, Sheikh Khaled bin Ahmed al-Khalifa und der libanesische Außenminister Gebran Bassil am 11.09.2014 in Jiddah, Saudi Arabien.euro|topics-Debatte

Breites Bündnis gegen IS

Rund 40 Staaten haben sich unter US-Führung zusammengeschlossen, um die Terrormiliz IS zu bekämpfen. Sie soll unter anderem mit Luftschlägen und der Unterstützung gemäßigter syrischer Rebellen gestoppt werden. Steht ein neuer Anti-Terror-Krieg bevor? Weiter... 

Der syrische Präsident Assad während eines Interviews mit der BBC, 08.02.2015.euro|topics-Debatte

Kein Frieden ohne Assad?

Angesichts der Flüchtlingskrise rückt der Krieg in Syrien wieder stärker in den Fokus. Einige Länder erwägen Luftschläge gegen IS-Stellungen, andere eine Zusammenarbeit mit dem Assad-Regime. Wie können die Ursachen der Flucht von Millionen Syrern bekämpft werden? Weiter... 

Dossier

Sicherheitspolitische Presseschau

Die Anschläge vom 11. September haben die Welt verunsichert. Seit 2001 stellt die bpb eine ausführliche und kommentierte Linkliste zusammen zu den Folgen des Terrorismus und den verschiedenen Aspekten der internationalen Sicherheitspolitik. Weiter...