Ein syrischer Soldat mit einer AK-47 an einem Checkpoint In Damaskus, 21.08.2013.

Glossar

hybride Kriegsführung

Der Begriff der "hybriden Kriegsführung" wurde erstmals 2005 von dem Politikwissenschaftler und Autor Frank G. Hoffman verwendet. Er beschreibt eine flexible Mischung aus offenen und verdeckten, regulären und irregulären, symmetrischen und asymmetrischen, militärischen und nicht-militärischen Kampfformen, die mit dem Ziel eingesetzt werden, die völker- und kriegsrechtlich definierte Schwelle zwischen Krieg und Frieden aufzulösen. Die Grenze zum in den Genfer Konventionen verankerten Perfidieverbot (Verbot der Heimtücke) ist fließend.

Die Anwendung nicht-militärischer Mittel zur Durchsetzung politischer und strategischer Ziele hat weltweit stark zugenommen. Elemente der hybriden Kriegsführung sind u.a.:
  • Einsatz von verdeckt kämpfenden Soldaten und militärischer Ausrüstung ohne Hoheitszeichen,
  • Einsatz terroristischer Mittel und Methoden,
  • Nutzung von illegalen Kampfmitteln, die auch biologische, chemische und improvisierte Sprengmittel beinhalten können,
  • Durchführung von Desinformationskampagnen und Cyberattacken.




16.02.2016



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