US-Soldaten in Afghanistan

4.4 Aghanistan

Deutsche Welle vom 18.11.2014

"Bundeswehr soll mit bis zu 850 Soldaten in Afghanistan bleiben"

http://www.dw.de/bundeswehr-soll-mit-bis-zu-850-soldaten-in-afghanistan-bleiben/a-18070458

Die Bundeswehr soll offenbar mit mehr Soldaten in Afghanistan bleiben, als bisher geplant, berichtet die Deutsche Welle und beruft sich dabei auf den aktuellen Mandatsentwurf der Staatssekretäre der zuständigen Ministerien. "An diesem Mittwoch will das Kabinett ihn beschließen, dann muss im Dezember noch der Bundestag zustimmen. Die Truppenstärke liegt damit etwas höher, als die bisher vorgesehen 600 bis 800 Soldaten. Die neue Obergrenze gehe nach Angaben aus Regierungskreisen darauf zurück, dass die Bundesregierung zunächst nicht davon ausgegangen sei, selbst den Lufttransport von Verletzten sicherstellen zu müssen, schreibt die Zeitung. Derzeit sind noch 1520 deutsche Soldaten am Hindukusch stationiert." Weiter...


Qantara vom 10.11.2014

"Leben unter 'Todesengeln'"

http://de.qantara.de/inhalt/drohnen-krieg-in-afghanistan-und-pakistan-leben-unter-todesengeln

Emran Feroz berichtet über die Auswirkungen des amerikanischen Drohnen-Krieges in Afghanistan und Pakistan. "Während die Weltöffentlichkeit gebannt auf die Gräueltaten des 'Islamischen Staates' im Irak und Syrien blickt, geht das Töten in einer anderen Region im Stillen weiter. In Afghanistan und Pakistan wird der Alltag der Menschen weniger durch Mordtaten bärtiger Extremisten beeinträchtigt, als vielmehr durch unbemannte Tötungsmaschinen." Weiter...


Frankfurter Rundschau vom 11.11.2014

"Auge in Auge mit den Taliban"

http://www.fr-online.de/tv-kritik/tv-kritik-auge-in-auge-mit-den-taliban,1473344,29012016.html

Harald Keller bespricht eine Arte-Dokumentation über den "letzten Kalifen von Afghanistan". "Der Film 'Der letzte Kalif von Afghanistan' ist als Recherchebericht aufgemacht. Die drei Autorinnen geben wieder, wie sie auf den Spuren Mullah Omars durch Afghanistan reisen. Ein gefährliches Unterfangen. Zeitweilig legen die Frauen eine Burka an, um nicht aufzufallen und ihre Kameras zu verstecken. Sie nehmen sich die Zeit, Vertrauen zu schaffen. Ist das gelungen, werden sie gastfreundlich, oft herzlich willkommen geheißen, sie streifen die Burka ab; man bietet ihnen sogar Schutz an. Sie finden Zugang zu Wegbegleitern Mullah Omars wie dem ehemaligen Außenminister des Taliban-Regimes und dem früheren Leiter der Sittenpolizei, der vor einer üppig bestückten Bücherwand bereitwillig Auskunft erteilt. Höhlenmenschen sehen anders aus." Weiter...


Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 03.11.2014

"Afghanistan bleibt ein Land im Krieg"

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/generalleutnant-jacobson-afghanistan-bleibt-ein-land-im-krieg-
13232015.html

Im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeine Zeitung zieht der stellvertretende Isaf-Kommandeur Carsten Jacobson Bilanz über den Kampfeinsatz in Afghanistan. "Im diesem Jahr waren die afghanischen Sicherheitskräfte erstmals vollständig für die Sicherheit in ihrem Land verantwortlich. Mehr als 90 Prozent aller konventionellen Einsätze am Boden sowie der Spezialkräfteeinsätze wurden von ihnen durchgeführt. Sie haben das gut gemacht und verhindert, dass die Aufständischen ihre zu Jahresbeginn großspurig angekündigten Ziele erreichen konnten. Es ist den Aufständischen nicht gelungen, Provinzen zu übernehmen, die Präsidentenwahl entscheidend zu stören, geschweige denn zu verhindern. Alle großen Veranstaltungen in diesem Jahr konnten ohne große Zwischenfälle stattfinden. Die afghanischen Sicherheitskräfte sind in der Lage, die Aufständischen zu bekämpfen. Wir können uns daher nun voll auf die Nachfolgemission 'Resolute Support' konzentrieren." Weiter...


Asia Times

http://www.atimes.com/atimes/Middle_East/MID-01-041114.html

"Afghanistan's future is not Iraq's present"
Nach dem Kollaps des irakischen Militärs und dem scheinbar unaufhaltsamen Vordringen des Islamischen Staates im vergangenen Sommer warnen einige Experten vor einer Wiederholung dieses Szenarios in Afghanistan. Der Militärexperte Brian M Downing schreibt, dass das afghanische Militär sich tatsächlich in einem ähnlich schlechten Zustand befinde, allerdings seien die Taliban bei weitem nicht so kampfstark wie die IS-Extremisten. Downing sagt einen jahrelangen Abnutzungskrieg voraus, der den Taliban nicht in die Hände spielen werde. "IS fighters are schooled in Salafist dogma, which binds them together in the cause of avenging Islam's honor and uniting its people once again. This gives them extraordinary unit cohesion and determination. Taliban leaders have parallel beliefs, but the rank and file are far less dogmatic. Fighting groups are composed of farmers and herders, called up and allocated by tribal elders, who wish to rid their district of foreigners. They care little of any higher goal, let alone one as grandiose as IS's. Taliban fighters think of home valleys, not mythic empires. (...) The ANA (...) will engage the Taliban in scores of small and medium-sized engagements, mostly from fortified positions surrounded by razor wire, land mines, and areas pre-targeted by ANA mortars. Taliban assaults have proved costly to both sides, but a war of attrition does not favor the Taliban, who are greatly outnumbered by the ANA and its cohorts." Weiter...


ipg-journal vom 03.11.2014

"Der lange Marsch zum Hindukusch"

http://www.ipg-journal.de/kolumne/artikel/der-lange-marsch-zum-hindukusch-657/

Sven Hansen, Asien-Redakteur der Tageszeitung, berichtet in seinem Gastbeitrag für das IPG-Journal über das verstärkte Engagement Chinas in Afghanistan. "Mit seiner ersten offiziellen Auslandsreise als neues afghanisches Staatsoberhaupt Ende Oktober hat Präsident Ashraf Ghani Amadzai ein Zeichen gesetzt. Denn er reiste nicht etwa nach Washington zur bisherigen 'Schutzmacht', obwohl die USA zunächst Afghanistans Hauptsponsor bleiben. Mit seinem Trip nach Peking trägt Ghani vielmehr den Machtverschiebungen Rechnung, die derzeit in und um Afghanistan stattfinden: Die USA und die Nato ziehen bis Jahresende ihre Kampftruppen von dort ab und werden auch ihre sonstige Hilfe reduzieren. Es drohen ein militärisches Vakuum und eine Wirtschaftskrise. Ghanis verstärkte Bemühungen um das boomende Nachbarland China, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, sind deshalb sinnvoll. Abgesehen davon ist es für ein Afghanistan, das einmal auf eigenen Beinen stehen will, längst überfällig, seine Außenbeziehungen stärker zu diversifizieren und in Kooperation mit unterschiedlichsten Partnern wirtschaftliche Alternativen zum dominierenden Drogensektor zu entwickeln." Weiter...


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