US-Soldaten in Afghanistan

5. Bündnisse und Militärschlag

Mashable (26.08.2014)

http://mashable.com/2014/08/26/100000-people-join-islamic-state/

"Islamic State Expands: Up to 100,000 People Have Joined, Experts Say"
Einem irakischen Sicherheitsexperten zufolge hat die Terrorgruppe Islamischer Staat im Irak und in Syrien bis zu 100.000 neue Anhänger gewonnen. "If true, the numbers suggest that the militant organization is growing by leaps and bounds as it conquers territory in the region. According to [Hisham al-Hashimi, a security expert in Baghdad,] a key event in terms of adding more people to its rank was the group’s capture of Mosul in June. The northern Iraqi city is a Sunni stronghold, home to many former officers in Saddam Hussein’s army who have opposed the Shiite-dominated government in Baghdad. And while some people were forced to enlist, others seem to have voluntarily taken up arms." Weiter...


The Daily Beast (26.08.2014)

http://www.thedailybeast.com/articles/2014/08/26/obama-s-iraq-syr
ia-dilemma-no-force-now-on-the-ground-can-beat-isis.html

"Obama's Iraq-Syria Dilemma: No Force Now on the Ground Can Beat ISIS"
Jamie Dettmer kann im Moment keine Militärmacht in Irak und Syrien erkennen, die die IS-Terrormiliz militärisch schlagen könnte. Dies gelte vor allem für die kurdischen Peschmerga-Kämpfer, denen es nicht nur an modernem Militärgerät mangele. "European military observers tell The Daily Beast they fear that the Peshmerga, the Kurdish military, don’t have the strength to push the jihadists and their Sunni allies back without much greater Western support, rearming and training. 'The Peshmerga are doing their best but they are not the fighting force they were,' says a senior British military observer. 'There is an element of Dad’s Army to them with the bulk veterans from guerrilla warfare from 20 to 30 years ago.' (...) Counterterrorism expert Brian Fishman says the Islamic State has become a terror army that can only be defeated through a full-scale war with serious fighting in both Iraq and Syria. He argues it 'will actually require years, direct military action on both sides of the Iraq/Syria border, tens (if not hundreds) of billions of dollars, and many more than 15,000 troops.'" Weiter...


Freitag (20.08.2014)

https://www.freitag.de/autoren/michael-schulze-von-glasser/willst
-du-mit-uns-spielen

"Willst du mit uns spielen?"
Die Bundeswehr ködere Kinder und Jugendliche auch mit fragwürdigen Methoden, werfen die Vereinten Nationen und Kinderschutzorganisationen der deutschen Armeeführung vor. "Dabei hat Deutschland die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen und das Zusatzprotokoll 'Kinder in bewaffneten Konflikten' unterzeichnet. Das Anwerben von Minderjährigen ist zwar nicht ausdrücklich verboten, aber der Grundgedanke ist klar: Kinder sollten aus militärischen Konflikten herausgehalten werden. Kein Wunder, dass die Bundesrepublik jetzt für ihre Praxis mit dem zuständigen UN-Ausschuss Ärger bekommen hat." Weiter...


Tagesspiegel (25.08.2014)

http://www.tagesspiegel.de/politik/gegen-waffenlieferungen-in-ira
k-nur-mit-operationen-in-syrien-kann-der-is-besiegt-werden/103787
46.html

"Nur mit Operationen in Syrien kann der IS besiegt werden"
Der in Hamburg geborene Deutsch-Syrer Ilyas Saliba vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) spricht sich in einem Gastbeitrag für den Tagesspiegel gegen Waffenlieferungen in den Irak aus. "Waffenlieferungen sind unberechenbar und deshalb das gefährlichste Mittel der Sicherheitspolitik. Deutsche Waffen für den Unabhängigkeitskampf der Kurden im Irak werden im Zweifel auch in der Türkei eingesetzt." Weiter...


The Atlantic (25.08.2014)

http://www.theatlantic.com/international/archive/2014/08/the-prob
lem-with-bombing-isis-in-syria/379081/

"The Problem With Bombing ISIS"
Peter Beinart zweifelt an der Effektivität einer weiteren Bombardierung der Terrorgruppe Islamischer Staat ohne eine begleitende Bodenoffensive. Sowohl im Irak als auch in Syrien gebe es allerdings niemanden, der für die USA als klarer Verbündeter in Frage käme. "(...) by supporting [the Peshmerga], the U.S. may hasten Kurdish independence and the dissolution of Iraq. As for the Iraqi Army, its political overlords have in recent years proved so anti-Sunni that supporting the regime in Baghdad risks taking sides in a sectarian civil war. (...) In Syria, the United States has two potential ground allies. The first is the Free Syrian Army (FSA), the moderate Syrian opposition battling both ISIS and Bashar al-Assad’s brutal Alawite regime. The problem is that the Free Syrian Army isn’t much of an army and may not be all that moderate. (...) given that President Obama called on Assad to leave power three years ago and last year almost bombed him for using chemical weapons, even a tacit alliance with the Syrian dictator would make Obama’s past flip-flops look trivial. In Washington, the outcry would be massive, especially because of Syria’s close ties to Iran. Regionally, it might be worse." Weiter...


Rue89 (25.08.2014)

http://rue89.nouvelobs.com/2014/08/25/argent-effectifs-organisati
on-lon-sait-letat-islamique-254352

"Argent, effectifs, organisation... Ce que l’on sait de l’Etat islamique"
Über die tatsächliche Anzahl der IS-Kämpfer scheinen sich die internationalen Medien nicht ganz einig zu sein, stellt Pascal Riché auf Rue89 fest. "The Economist a évalué en juin à 6 000 le nombre des militants en Irak et entre 3 000 et 5 000 le nombre de ceux de Syrie. Selon l’hebdomadaire, 3 000 seraient des étrangers (venus de Tchétchénie, de France, de Grande-Bretagne...); le commandement interarmées des Etats-Unis parle de 12 000 hommes; le New York Times, s’appuyant sur les estimations des renseignements américains, parle de '10 000 à 17 000 combattants'; pour l’Observatoire syrien des droits de l’homme (OSDH), ils seraient plus de 50 000, rien qu’en Syrie et 20 000 ne seraient pas syriens." Weiter...


Spiegel Online (24.08.2014)

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundeswehr-luftwaffe-is
t-bei-transportflugzeugen-stark-eingeschraenkt-a-987712.html

"Fehlende Mechaniker: Viele Bundeswehr-Flugzeuge sind nicht einsatzfähig"
"Von 56 Transall-Transportmaschinen sind nur 21 einsatzbereit", berichtet Spiegel Online. "In einem weiteren internen Bericht werden als Ursachen für die geringe Einsatzbereitschaft etwa beim NH90 genannt, dass der Ersatzteilzulauf 'erheblich verzögert' und 'nahezu unplanbar' sei. Zudem fehle es an qualifizierten Mechanikern, heißt es in dem Papier. Der Ausbildungsstand erreiche etwa am Standort Faßberg bei militärischem Personal lediglich 62 Prozent, bei zivilem Personal acht Prozent." Weiter...


Stiftung Wissenschaft und Politik (12.08.2014)

http://www.swp-berlin.org/de/publikationen/kurz-gesagt/interview-
europa-sollte-usa-bei-luftangriffen-gegen-is-und-aufruestung-der-
kurden-helfen.html

"Europa sollte USA bei Luftangriffen gegen IS und Aufrüstung der Kurden helfen"
Die Stiftung Wissenschaft und Politik im Gespräch mit dem Nahostexperten Guido Steinberg "über die politische Notwendigkeit einer deutschen und europäischen Unterstützung der USA im Irak, über die schlechten Aussichten für die Lösung des politischen Konflikts in Bagdad und die Rolle der Türkei im Kampf gegen europäische Dschihadisten." Weiter...


Die Welt (17.08.2014)

http://www.welt.de/politik/ausland/article131296429/Die-Nato-muss
-auf-gruene-Maennchen-vorbereitet-sein.html

"Die Nato muss auf grüne Männchen vorbereitet sein"
Stefanie Bolzen im Gespräch mit Nato-Oberbefehlshaber Philip Breedlove über mögliche Reaktionen der Nato im Falle eines russischen Vordringens auf Nato-Gebiet. "Ich möchte an eines klar erinnern: Wenn die Nato ausländische Kräfte in ihr Hoheitsgebiet einsickern sieht, und wenn wir dieses Vorgehen einer Aggressornation nachweisen können – dann ist das Artikel fünf. Dann tritt der Bündnisfall ein. Das bedeutet eine militärische Antwort auf die Aktionen dieses Aggressors. Deshalb müssen wir die internen nationalen Fähigkeiten ausbauen, ein solches Vorgehen zu identifizieren und damit umzugehen." Weiter...


BBC News (13.08.2014)

http://www.bbc.com/news/world-middle-east-28774749

"Iraq mission creep: What are the risks?"
Angesichts der westlichen Ankündigungen, die irakischen Kurden im Kampf gegen die radikalislamische IS-Miliz technisch und militärisch zu unterstützen, gebe es unter Experten die Sorge vor einem "Mission Creep", berichtet Frank Gardner. Der Westen könnte ungewollt in einen langwierigen Konflikt ohne absehbares Ende hineingezogen werden. "Today the West's objectives in Iraq are relatively clear: save as many refugees as possible from slaughter by IS jihadists, push back IS forces from the Kurdish capital Irbil and support the elected government in Baghdad. (...) What if advice and air power alone are not enough to prevent the IS from taking more towns in Iraq and Kurdistan? What if Baghdad itself or the cities of Kirkuk or Irbil look threatened? The risk of a mission's objectives shifting away from their original confines increase substantially when you are not in control of events on the ground." Weiter...


Stiftung Wissenschaft und Politik (14.08.2014)

http://www.swp-berlin.org/de/publikationen/swp-aktuell-de/swp-akt
uell-detail/article/mehr_effizienz_fuer_die_nato.html

"Die Zwei-Prozent-Illusion der Nato"
"Deutschland sollte das Bündnis zu mehr Effizienz anregen", verlangt Christian Mölling in seiner Analyse für die Stiftung Wissenschaft und Politik. "Um die Lücken in der Nato-Verteidigungsfähigkeit zu schließen, sollen die Europäer, vor allem Deutschland, ihre Verteidigungsausgaben auf 2% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) erhöhen. Die Einhaltung dieser in der Nato 2002 vereinbarten 2%-Zielvorgabe fordern allen voran die USA. Doch hat sie sich längst als Illusion erwiesen: Viele Nato-Europäer sind weder willens noch in der Lage, sie umzusetzen. Ohnehin zielen die 2% statt auf bessere Ergebnisse vor allem auf Mehrausgaben. Die Bundesregierung sollte für den Umgang mit den Nato-Forderungen eine eigene Vorstellung davon entwickeln, wie die Nato ihre Ausgaben effizienter einsetzen kann. Mit Outputkriterien und konkreten Beiträgen könnte sie ihre Vorstellung vermitteln." Weiter...


Brookings Institution (11.08.2014)

http://www.brookings.edu/blogs/iran-at-saban/posts/2014/08/11-pol
lack-isis-offensive-against-iraq-kurds

"Iraq: Understanding the ISIS Offensive Against the Kurds"
Kenneth M. Pollack analysiert die Kämpfe zwischen den IS-Extremisten und den kurdischen Peschmerga-Kämpfern im Irak aus militärischer Perspektive. "Without a doubt, one of the biggest and most disturbing surprises of the past week was the seeming ease with which ISIS fighters defeated Kurdish Peshmerga forces, seizing several towns in northern Iraq, the Mosul Dam, and even threatening to advance on Erbil, the capital of the Kurdistan Regional Government (KRG). All of this has conveyed an impression of Kurdish weakness very much contrary to the accepted wisdom that the Peshmerga were more than capable of defending their lands. However, the new impression of Kurdish weakness is probably equally exaggerated. The Peshmerga do face problems that have long gone unrecognized, but ISIS’s successes last week do not necessarily suggest that the group will be able to overrun the Kurdistan Regional Government (KRG) or that the Peshmerga are a hollow force." Weiter...


Tageszeitung (12.08.2014)

http://www.taz.de/Blauhelme-und-Kriegsverbrechen/!143952/

"Wenn die Uniform sprechen könnte"
"Was empfindet ein UN-Soldat, der beim Morden zusehen muss", fragt Maryse Grari, der sich viele Soldaten persönlich mit ihren individuellen Geschichten anvertraut haben. In ihrer Reportage zeigt sie das Grauen des Krieges und die Hilflosigkeit der Blauhelmsoldaten vor Ort. Weiter...


Spiegel Online (10.08.2014)

http://www.spiegel.de/politik/ausland/bundeswehr-studie-dokumenti
ert-auswirkungen-auf-afghanistan-veteranen-a-985364.html

"Erste Bundeswehr-Veteranen-Studie: Was macht der Krieg mit den Soldaten?"
Frank Patalong stellt Ergebnisse der ersten Langzeitstudie der Bundeswehr über die Veteranen der Truppe vor. "Die auf der Begleitung und fortlaufenden Befragung von 4000 in Afghanistan stationierten Soldaten des 22. Isaf-Kontingents beruhende Studie versucht, neben den unmittelbaren auch die mittelfristigen Effekte eines solchen Auslandseinsatzes zu erfassen." Weiter...


The National Interest (12.08.2014)

http://nationalinterest.org/feature/why-bombing-win-iraq-will-fai
l-11057

"Why Bombing to Win in Iraq Will Fail"
Der Krieg gegen die Terrormiliz IS im Irak wird nicht aus der Luft gewonnen werden können, meint Theo Milonopoulos. Er verweist auf die aus seiner Sicht erfolgreiche Stabilisierung Iraks im Jahr 2007, als das US-Militär eng mit der Bevölkerung und mit irakischen Sicherheitskräften kooperiert habe, um den Aufstand sunnitischer Extremisten niederzuschlagen. "By partnering with the population instead of slaughtering them through collateral damage from heavy firepower, the United States gained valuable intelligence on the ground that aided air assets in identifying specific targets for exactly the kind of limited strikes President Obama authorized this week. (...) Now that ISIL stands on the threshold of overrunning not only Baghdad, but the Kurdish capital to the north, President Obama must clarify what outcome the United States hopes to achieve in supplying humanitarian aid and striking ISIL militants. (...) Is President Obama prepared to deploy ground forces to achieve these objectives?" Weiter...


New Statesman (12.08.2014)

http://www.newstatesman.com/politics/2014/08/us-and-uk-cant-defea
t-isis-arab-states-have-take-lead

"The US and the UK can't defeat ISIS - Arab states have to take the lead"
Militärisch könne die Terrorgruppe IS nur von einer muslimisch geführten Streitmacht besiegt werden, meint dagegen Sunny Hundal. Eine Zerstörung des "Kalifats" der IS durch westliche Truppen sei schon aus symbolischen Gründen undenkbar. "It doesn’t matter how many imams or Muslims across the world have distanced themselves from ISIS, the destruction of this Caliphate must come from a Muslim-led force. Otherwise the symbolism is such that we would be fending off terrorist attacks forever. (...) There’s a reason, too, why we can afford to take a step back from this conflict. In contrast to al-Qaeda, the focus of the Islamic State is inward. It wants to consolidate territory across the Middle East before it takes on the might of the United States. It’s ironic that Saudi Arabia, which sponsored Wahhabism for decades, is now threatened by a group based on its ideology. We should let it deal with the consequences." Weiter...


Spiegel Online (12.08.2014)

http://www.spiegel.de/politik/ausland/irak-konflikt-von-der-leyen
-will-kurden-fuer-kampf-gegen-is-aufruesten-a-985727.html

"Von der Leyen will Kurden aufrüsten"
Das Bundesverteidigungsministerium prüfe, ob die irakische Armee und damit auch die Kurden im Irak mit deutschem Militärmaterial unterstützt werden könnten, berichtet Spiegel Online. "Von der Leyen schloss zwar zunächst die Lieferung von tödlichen Waffen aus. Allerdings müsse Deutschland unterhalb der Waffen-Schwelle 'alle Möglichkeiten ausnutzen, die uns zur Verfügung stehen', so die Ministerin bei einem spontan anberaumten Pressetermin in ihrem Haus." Weiter...


Tageszeitung (12.08.2014)

http://www.taz.de/Der-sonntaz-Streit/!144017/

"Ist es richtig, Kurden zu bewaffnen?"
Die Tageszeitung bittet ihre Leser, sich in den Kommentaren über das Für und Wider einer Bewaffnung kurdischer Kämpfer durch den Westen auszutauschen. "Die Terrororganisation IS, 'Islamischer Staat', erobert seit Wochen irakisches Gebiet. Zehntausende Jesiden sind vor ihnen ins Sindschar-Gebirge geflohen – aus Furcht vor Entführungen, Versklavungen und Tötungen. Der UN-Sondergesandte für den Irak, Nickolay Mladenov, sprach von einer 'Tragödie'. Vertreter des kurdischen Autonomiegebietes haben Waffenlieferungen an die kurdischen Peschmerga-Milizen gefordert – anscheinend mit Erfolg. Nachdem die USA bereits durch Luftschläge versucht hat, die IS-Kämpfer zurückzudrängen, erklärte das amerikanische Außenministerium gestern, dass auch mit der Lieferung von Waffen begonnen wurde. Kann das eine Lösung sein?" Weiter...


Slate (08.08.2014)

http://www.slate.com/articles/news_and_politics/politics/2014/08/
iraq_airstrikes_the_u_s_had_to_intervene_because_isis_s_goals_are
_absolutely.html

"We Had to Go Back"
Reihan Salam verteidigt die erneute militärische Intervention der USA im Irak mit den "furchterregenden Plänen" der Terrorgruppe IS. Das US-Militär könne den Irak nicht wiederherstellen, es könne den Kurden im Norden und den Schiiten um Premierminister Maliki aber helfen, sich gegen die Terrorgruppe zur Wehr zu setzen und eine eigene Lösung zu finden. "What President Obama understands, I hope, is that if ISIS succeeds in routing the Kurds and collapsing the fragile Iraqi state, there will be no end to the killing. American military power cannot make Iraq whole again. It can, however, help give the Kurds a fighting chance to beat back ISIS, and to establish a safe haven for the members of religious minorities fleeing from ISIS-held territory. And in doing so, it can buy time for Maliki to think hard about his legacy: whether to avoid sharing power he is truly willing to let Iraq once again become a slaughterhouse." Weiter...


Prospect Magazine (08.08.2014)

http://www.prospectmagazine.co.uk/world/iraq-crisis-why-have-the-
kurds-been-left-unprotected

"Iraq crisis: Why were the Kurds left unprotected?"
Michael Goldfarb schreibt, dass die kurdischen Peschmerga-Kämpfer im Irak möglicherweise auch aus strategischen Gründen vor den IS-Truppen zurückgewichen sein könnten, um ein militärisches Eingreifen der USA zu beschleunigen. "Several contacts from the area say the fighters were withdrawn so as to create this refugee crisis and force America to deal with IS. The idea is to create images in the west of a desperate population and an outgunned and outmanned force in need of American military aid. Indeed, news reports from the region in the last 24 hours have had pictures of Kurdish men volunteering to join existing Peshmerga forces and being handed dilapidated Kalashnikovs." Weiter...


Mashable (09.08.2014)

http://mashable.com/2014/08/09/ukraine-donetsk-rebels-stalingrad/

"'The Next Stalingrad' Awaits in Ukraine"
Christopher Miller berichtet, dass sich sowohl ukrainische Regierungstruppen als auch die Separatisten auf eine Häuserschlacht in Donezk vorbereiteten. "Should the fight move to the streets of metropolitan Donetsk, where some 700,000 of about 1 million residents remain, it would likely lead to a long and bloody engagement. 'The Ukrainian forces are not properly trained or prepared for this type of urban warfare,' said Olexiy Melnyk, a former defense official and now co-director for foreign relations and international security programs at the Kiev-based Razumkov Centre. 'Tactically speaking, close combat in Donetsk would not go in their favor.' (...) Andriy Lysenko, a National Security and Defense Council spokesman, said at a recent news conference in Kiev that they have ruled out a 'massive bombardment of populated areas.' 'We will use only ground forces there, which will free the city street by street, block by block,' he said." Weiter...


EurasiaNet (06.08.2014)

http://www.eurasianet.org/node/69401

"Ukraine: Far-Right Fighters from Europe Fight for Ukraine"
Auf der Seite der Regierungstruppen im Osten der Ukraine stehen offenbar auch einige rechtsextremistische Kämpfer aus Europa, wie Fausto Biloslav am Beispiel des sogenannten Azov-Bataillons beschreibt. "Almost 80 years ago, ideological true believers from all over the world flocked to Spain to fight in a civil war, serving in the famed International Brigades on the Republican side. These days, echoes of Spain can be found in Ukraine, where foreign ideologues now can be found battling separatists backed by Vladimir Putin’s Russia. So far, the scale of foreigners going to Ukraine to fight is far smaller than was the case during the Spanish Civil War. For example, of the roughly 250 volunteers in the Azov Battalion, an irregular unit fighting for the Ukrainian government, 12 are foreign and 24 reinforcements from abroad are expected to arrive soon." Weiter...


Stiftung Wissenschaft und Politik (06.08.2014)

http://www.swp-berlin.org/fileadmin/contents/products/aktuell/201
4A52_kle_pst.pdf

"Kiew in der Offensive: Die militärische Dimension des Ukraine-Konflikts"
Margarete Klein und Kristian Pester über Zustand und Perspektiven der ukrainischen Sicherheitskräfte, die gegenwärtig im Osten des Landes gegen die Separatisten eingesetzt werden. "Am 15. April 2014 begann im Osten der Ukraine die 'Anti-Terror-Operation '. Ukrainische Regierungstruppen kämpften zusammen mit pro-ukrainischen Freiwilligenverbänden gegen die Aufständischen um die Kontrolle der Regionen Donetzk und Luhansk. Russland beteiligt sich zumindest indirekt an dem Konflikt. Dabei leiden die ukrainischen Sicherheitskräfte unter strukturellen Problemen, die selbst bei einem militärischen Erfolg Kiews weiterbestehen werden. Diese Mängel lassen sich nicht kurzfristig und auch nicht ohne Hilfe von außen beheben. Umfassende Reformen der Sicherheitsstrukturen bilden aber eine grundlegende Voraussetzung dafür, dass sich eine weitere Erosion von Staatlichkeit in der Ukraine verhindern lässt. Sie sind ebenso unverzichtbar für einen erfolgreichen Prozess des demokratischen Regierungswechsels." Weiter...


The National Interest (07.08.2014)

http://nationalinterest.org/feature/welcome-frances-new-war-terro
r-africa-operation-barkhane-11029

"Welcome to France's New War on Terror in Africa: Operation Barkhane"
Maxime H.A. Larivé erläutert die Hintergründe des französischen "Krieges gegen den Terror" in Afrika, der faktisch mit dem Sturz des Gaddafi-Regimes 2011 begonnen habe und am 1. August mit der "Operation Barkhane" in eine neue Phase getreten sei. "Several points should be underlined concerning the success rate of such a wide counterterrorist mission. First, as demonstrated in Afghanistan, Iraq, Libya and Mali, without a solid state, composed of a territorial-polity-society package (...), the long-term success of any counterterrorist operation will be difficult. (...) Second, in term of costs, how much is France willing to invest in this wide counterterrorist operation? The domestic economic situation of France is worrisome considering its slow economic and industrial engine. (...) Third, aside from African cooperation, will the United States and the EU contribute to the military efforts? (...) At the end of the day, France is starting a lengthy and risky military endeavor in a vast region, with no apparent end in sight. The question that has not been answered is quite simple: What is the endgame? When will France consider the mission accomplished?" Weiter...


Die Welt (07.08.2014)

http://www.welt.de/politik/deutschland/article130960888/Deutschla
nd-treibt-das-Projekt-Europaarmee-voran.html

"Deutschland treibt das Projekt Europaarmee voran"
Thorsten Jungholt berichtet über die Bestrebungen der Bundeswehr, einen immer engeren Verbund der europäischen Streitkräfte voranzutreiben. "Die Landstreitkräfte der Niederlande und Deutschlands sind dabei zweifellos Avantgarde. Sie haben sogar schon ein gemeinsames Symbol für ihre militärische Zusammenarbeit gefunden. Das Wappentier des niederländischen Heeres ist der Löwe, das deutsche Pendant der Bundesadler. Die Militärs haben die beiden Tiere miteinander vereint, das dabei entstandene Fabelwesen 'Griffin' getauft und erläutern das Ergebnis so: 'Die Verbundenheit zwischen dem deutschen und dem niederländischen Heer findet im Symbol des Griffin seinen Ausdruck. Es steht für die Vertiefung der Zusammenarbeit beider Heere und für die Kraft der Gemeinsamkeit.'" Weiter...


German Marshall Fund of the United States (01.08.2014)

http://blog.gmfus.org/2014/08/01/build-bridges-or-borders-why-nat
o-cannot-continue-with-enlargement-ambiguity/

"Build Bridges or Borders: Why NATO Cannot Continue with Enlargement Ambiguity"
Bislang habe die NATO die Frage einer künftigen Mitgliedschaft von osteuropäischen Ländern wie Georgien oder der Ukraine bewusst offen gelassen, schreibt Steven Keil vom German Marshall Fund of the United States. Diese Politik der Mehrdeutigkeit habe sich als ineffektiv und sogar waghalsig erwiesen, die NATO sollte sich deshalb klar für eine Erweiterung oder für eine Konsolidierung der bestehenden Bündnisgrenzen entscheiden, so Keil. "Few imagine that a majority of NATO member countries will seriously entertain conversations on enlargement, let alone provide a Membership Action Plan (MAP) for post-Soviet countries, specifically Georgia. In light of these realities, NATO’s enlargement policy following the 2008 Bucharest Summit – when Georgia and Ukraine were both given verbal assurances of future membership – has proven ineffective, and appears reckless. Since then, Russia has ignored the sovereignty of both nations through territorial incursions and open conflict. The ambiguity of eventual membership without concrete steps or guarantees has undermined NATO’s legitimacy in the region, while emboldening partner countries to assume security assurances of mutual strategic interest they do not possess. Given this tenuous situation, NATO must either be deliberate with its future policy of enlargement toward Europe’s east and decide to build real bridges to these countries, or be clear in its intention to consolidate and reinforce current borders." Weiter...


Washington Post (01.08.2014)

http://www.washingtonpost.com/opinions/terrorist-armies-are-fight
ing-smarter-and-deadlier-than-ever/2014/08/01/3998ae00-18db-11e4-
9e3b-7f2f110c6265_story.html

"Terrorist armies fight smarter and deadlier than ever"
Die militärische Kampfkraft radikalislamischer Terrorgruppen habe sich in den vergangenen Jahren erheblich verbessert, schreiben der frühere US-General Robert H. Scales und Douglas Ollivant von der New America Foundation. Dies gelte nicht nur für die IS/ISIS, sondern auch für die Hisbollah und die Hamas. "We see Islamist fighters becoming skilled soldiers. The thrust of the Islamic State down the Euphrates River illustrates a style of warfare that melds old and new. U.S. soldiers fighting in Iraq used to say: 'Thank God they can’t shoot.' Well, now they can. They maneuver in reasonably disciplined formations, often aboard pickup trucks and captured Iraqi Humvees. They employ mortars and rockets in deadly barrages. (...) Some observers of the transformation admit that Hezbollah now is among the most skilled light infantry on the planet. And now there is Hamas. Gone are the loose and fleeting groups of fighters seen during Operation Cast Lead in 2008. In Gaza they have been fighting in well-organized, tightly bound teams under the authority of connected, well-informed commanders." Weiter...


The National Interest (02.08.2014)

http://nationalinterest.org/feature/five-ways-russia-could-help-c
hinas-military-become-even-11000

"Five Ways Russia Could Help China's Military Become Even Deadlier"
Russland wäre angesichts der westlichen Sanktionspolitik in der Lage, die USA durch die Lieferung von modernen Waffensystemen an China indirekt zu schädigen, schreibt Robert Farley. "Things have changed since the 1990s. China has become an impressive producer of military technology in its own right. It can no longer use everything that Russia produces, and its systems are increasingly competitive with Russia’s on the international market. For Russia, the risks of export to China have increased, especially because of concerns over China’s looe interpretation of intellectual property. Nevertheless, if Russia doesn’t mind engaging in some risk-acceptant behavior that could hurt the United States, broadening its weapon exports to and technical cooperation with China could fit the bill." Weiter...


Stiftung Wissenschaft und Politik (04.08.2014)

http://www.swp-berlin.org/fileadmin/contents/products/aktuell/201
4A51_mjr.pdf

"Der Nato-Gipfel 2014 im Schatten der Ukraine-Krise"
Im Vorfeld des im September geplanten Nato-Gipfels erörtert Claudia Major die Agenda des Treffens, die sich im Zeichen der Ukrainekrise von einer Aufarbeitung des Nato-Einsatzes in Afghanistan zur Krisenbewältigung in der Ukraine verschoben habe. "Die Allianz muss die politischen und militärischen Ad-hoc-Maßnahmen, die sie seit Beginn der Krise getroffen hat, in eine langfristige, belastbare Strategie überführen. Das wird auch die bereits bekannten Fragen über die Zukunft der Nato beeinflussen – etwa welche Aufgaben sie in Zukunft mit welchen Fähigkeiten wahrnehmen will und wie die transatlantische Lastenverteilung gestaltet werden soll." Weiter...


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