US-Soldaten in Afghanistan

11. Ökonomie

Spiegel Online (17.09.2014)

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/is-krieg-bringt-geschae
fte-fuer-ruestungsindustrie-und-sicherheitsfirmen-a-992019.html

"Rüstungskonzerne: Der neue Krieg hat sichere Gewinner"
Rüstungs- und Sicherheitsunternehmen in den USA hätten die Ankündigung von amerikanischen Militäroperationen gegen den Islamischen Staat mit großer Freude aufgenommen, berichtet Marc Pitzke aus New York. "Am meisten hofften die privaten Vertrags- und Sicherheitsfirmen auf neue Kriegsprofite. Allein 2010 zahlte das Pentagon diesen oft suspekten Schattenakteuren 140 Milliarden Dollar für ihre Dienste. Sie arbeiteten als IT-Experten, Logistikmanager, Verhörführer - und paramilitärische Kämpfer. Mit dem Ende des Irakkriegs und dem Abzug aus Afghanistan drohte diese Gewinnquelle aber zu versiegen. (...) Da kommt ihnen der IS-Einsatz nun wie gerufen. 'Die Industrie war sehr besorgt', berichtet McFate, der ein Buch geschrieben hat über seine Erfahrung als US-Vertragsarbeiter. 'Viele brauchen neue Arbeit.'" Weiter...


The Moscow Times (18.09.2014)

http://www.themoscowtimes.com/business/article/ebrd-says-europe-i
n-heavy-shadow-of-ukraine-russia-crisis/507335.html

"EBRD Says Europe in 'Heavy Shadow' of Ukraine-Russia Crisis"
Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) hat vor den langfristigen wirtschaftlichen Folgen der Ukraine-Krise für ganz Europa gewarnt. "'The region is in the heavy shadow of the Ukraine-Russia crisis,' said EBRD Chief Economist Erik Berglof. (...) There was a broader warning though about the Cold War-tinged tensions. Having been falling for years, military spending is starting to rise again in Russia and Ukraine, and similar noises are being made elsewhere in Europe. This means potentially less money available for improving infrastructure and other economically beneficial investments. 'Permanently higher military spending in the transition region over the medium term, in response to the renewed geopolitical risks, could erode the peace dividend from the dissolution of the Soviet Union,' the EBRD said." Weiter...


Die Welt (17.09.2014)

http://www.welt.de/finanzen/geldanlage/article132323833/Russland-
steuert-auf-eine-gigantische-Finanzkrise-zu.html

"Russland steuert auf eine gigantische Finanzkrise zu"
Der fortschreitende Währungsverfall des russischen Rubels und die wachsende Kapitalflucht aus Russland setze die Regierung in Moskau zunehmend unter Druck, schreibt die Welt. "Allerdings hat Russland noch einige Trümpfe in der Hinterhand: Moskau gebietet über den nach China, Japan, Saudi-Arabien und Taiwan fünftgrößten Devisenschatz der Welt. Nach Angaben der russischen Notenbanken waren es zuletzt noch stolze 406 Milliarden Dollar. Dazu kommen noch Goldreserven im Wert von rund 44 Milliarden Dollar. Auf deren Ausbau legt Putin großen Wert: Russland hat seinen Edelmetallschatz in den vergangenen Jahren so stark ausgeweitet wie keine andere große Nation. Im Fall eines verschärften Währungskonflikts könnte Moskau auf diese Bestände zurückgreifen, da Gold als unverwüstliche Währung gilt. Zusätzlich könnten die Russen den sogenannten Reservefonds anzapfen. Der ist zwar eigentlich für die Renten der Bevölkerung vorgesehen, könnte jedoch im Zuge des Konflikts geplündert werden, um die akute Finanznot zu lindern." Weiter...


Freitag (15.09.2014)

https://www.freitag.de/autoren/lutz-herden/wiener-modell

"Verlöbnisse kann man lösen"
Lutz Herden meint, dass sich die großzügigen Versprechungen der EU an die Ukraine aus finanzieller Sicht bald rächen könnten. Bereits jetzt sei von "Finanzhilfen mit griechischen Dimensionen" die Rede. Mittlerweile wachse innerhalb der EU die Sorge vor einem offenen Handelskrieg mit Moskau, die "Suche nach einem geordneten Ausstieg" habe bereits begonnen. "Sollte der [Handelskrieg] ausbrechen, wäre das ein hoher Preis für das als 'Verlobung' bezeichnete Tändeln der Ukraine mit der EU. Aber Verlöbnisse kann man lösen und dabei vielleicht die Einsicht fördern, dass die Ukraine wirtschaftlich keine Chance hat, wenn es durch Russland boykottiert wird." Weiter...


Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (13.09.2014)

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/ukraine-konflik
t-wirtschafts-ausschuss-warnt-vor-sanktionsspirale-13151584.html

"Wirtschafts-Ausschuss warnt vor Sanktionsspirale"
Eckhard Cordes, Vorsitzender des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft, hat die neuen EU-Sanktionen gegen Russland deutlich kritisiert. "'Die neuen Sanktionen werden nicht zur Entspannung beitragen. Wir befinden uns jetzt vermutlich am Beginn einer gefährlichen Sanktionsspirale', sagte Cordes der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.). Die Sanktionen richten sich gegen russische Banken sowie Energie- und Rüstungsbetriebe. Sie waren am Freitag in Kraft gesetzt worden, wofür sich insbesondere die Bundesregierung stark gemacht hatte. Cordes sagte, das Vorgehen der Bundesregierung habe ihn 'überrascht'. Die Wirtschaftssanktionen hätten bis jetzt keinen politischen Fortschritt gebracht. Sie seien in einer globalisierten Welt auch kein Mittel, um ein riesiges und rohstoffreiches Land wie Russland wirtschaftlich zu isolieren." Weiter...


Poltec-Magazin (08.09.2014)

http://www.poltec-magazin.de/interaktive-karte-wohin-gehen-die-de
utschen-ruestungsexporte/

"Interaktive Karte: Wohin gehen die deutschen Rüstungsexporte?"
Das Poltec-Magazin zeigt mittels einer interaktiven Karte, wohin deutsche Waffen exportiert werden, was sie gekostet haben und was geliefert wurde. "Weltweit ist Deutschland, nach den USA und Russland der drittgrößte Waffenexporteur der Welt. Im Jahr 2013 setzte die Branche mehr als acht Milliarden Euro um, Tendenz steigend. Das deutsche Gewehr G3 ist nach der russischen AK 47 Kalaschnikow das meist verbreitetest Gewehr der Welt. Doch wohin gehen die Rüstungsexporte?" Weiter...


The National Interest (10.09.2014)

http://nationalinterest.org/feature/the-ukraine-challenge-europes
-energy-needs-collide-11244

"The Ukraine Challenge and Europe's Energy Needs Collide"
Andreas Goldthau und Tim Boersma halten es für keine gute Idee, die europäische Energieversorgung in den Konflikt mit Russland einzubeziehen. Zum einen bestehe die vermeintliche kurzfristige Unabhängigkeit vom russischen Erdgas nur auf dem Papier, zum andern werde Russland sich von Energiesanktionen nicht beeindrucken lassen. "The first underlying rationale is that Europe can deal with a major gas-supply disruption. It cannot. Granted, due to a very mild winter, gas-storage facilities throughout the EU are filled, increasing resilience to short-term supply shortages. But having sufficient natural gas in the EU-wide system does not mean all member states can access it. (...) While Western Europe may survive longer, current storage in some East European countries would last as little as two or three months; yet winter may last significantly longer. (...) Energy plays too crucial a role for economy, society and national security to be made a bargaining chip in Europe's resurgent geopolitical woes. Energy sanctions, therefore, are not the way forward, nor is securitizing the energy sector further. Instead of going further down that path, efforts need to be made toward separating the ongoing conflict from undeniable energy sector risks." Weiter...


Zeit Online (05.09.2014)

http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2014-09/export-finfisher-g
amma-gastbeitrag

"Deutsche Firmen verdienen Millionen mit Überwachungstechnik"
Ben Wagner und Claudio Guarnieri vom Zentrum für Internet und Menschenrechte an der Europa-Universität Viadrina schreiben in einem Gastbeitrag für Zeit Online über den Handel deutscher Überwachungstechnologiefirmen mit Ländern, in denen Menschenrechte systematisch verletzt werden. "Von Mexiko über Mosambik bis Pakistan gibt es umfangreiche Beweise dafür, dass Regierungen auf aller Welt Überwachungstechnologien wie FinFisher verwenden, um ihre Bürger auszuspionieren. Das hat Forscher wie uns veranlasst, die Quellen zu betrachten: Wer stellt diese Technologien her? Wer profitiert vom Verkauf?" Weiter...


Business Week (01.09.2014)

http://www.businessweek.com/articles/2014-09-01/banning-russia-fr
om-the-swift-payment-system-would-really-hurt#r=most%20popular

"Choking Russia's Banks Would Be the Ultimate Sanction"
Wird die EU russische Banken aus dem Swift-System ausschließen? Für Carol Matlack wäre dies eine "ultimative" Sanktion gegen Moskau, da der internationale Geldverkehr für russische Banken erheblich behindert werden würde. Noch zögere die EU aus Furcht vor den sicheren russischen Gegenmaßnahmen. "Even if Russia were locked out of Swift, it could still find ways to move money across borders. Russian banks could set up direct transfer arrangements with foreign financial institutions. Russia might even try to create its own payments system as an alternative to Swift, a private, nonprofit cooperative of member banks. (...) One major reason for Europe’s hesitation could be the risk of reprisals by Moscow, says Chris Weafer of Moscow-based consulting firm Macro Advisory. 'Blocking Russia from the Swift system would be a very serious escalation in sanctions against Russia and would most certainly result in equally tough retaliatory actions.'" Weiter...


Redaktion

Hier finden Sie die Redaktion der Sicherheitspolitischen Presseschau. Weiter... 

Sicherheitspolitische Presseschau – die Ausgaben der letzten Tage

Ausgabe vom 18.09.2014
Ausgabe vom 17.09.2014
Ausgabe vom 16.09.2014
Ausgabe vom 15.09.2014
Ausgabe vom 14.09.2014
 

Internationales

Internationales

Europa, Asien, Afrika, Amerika und weltweite Phänomene und Institutionen. Die bpb bietet ein breites Angebot zu internationalen Themen. Weiter... 

Online-Angebot

Informationsportal Krieg und Frieden

Die weltweiten Rüstungsausgaben sind 2010 um 1,3 Prozent gestiegen - auf 1,6 Billionen US-Dollar. Welches Land gibt wie viel für sein Militär aus? Und wer bezieht die meisten Waffen aus Deutschland? Das interaktive Portal liefert Antworten auf sicherheitspolitische Fragen. Weiter... 

Zahlen und Fakten

Globalisierung

Kaum ein Thema wird so intensiv und kontrovers diskutiert wie die Globalisierung. "Zahlen und Fakten" liefert Grafiken, Texte und Tabellen zu einem der wichtigsten und vielschichtigsten Prozesse der Gegenwart. Weiter...