US-Soldaten in Afghanistan

2. Geopolitische Schwerpunkte

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Die Presse vom 14.11.2014

"Ukraine: 'Europa reagiert immer verspätet'"

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4595666/Ukraine_Europa-reagiert-immer-verspaetet

Jutta Sommerbauer im Gespräch mit dem ukrainischen Schriftsteller Juri Andruchowytsch über die Haltung Österreichs im Ukraine-Konflikt. "Österreich ist ein Land, in dem sich die frühere Clique des Präsidenten ein perfektes Leben gezimmert hat. Es war ein schwerer Schlag gegen die ukrainische Menschenwürde, dass wir in unserer Annäherung an Europa von diesen Leuten blockiert wurden, die aber gleichzeitig ihr privates Glück schon in Österreich gefunden hatten. Österreich gehört zu diesem Streifen mitteleuropäischer Länder, die EU-Sanktionen sabotieren. Ungarn macht das ganz offen, weil das Land stark vom russischen Gas abhängig ist. Österreich ist ein wenig vieldeutiger, aber im Kern will man weich gegenüber Russland sein. Natürlich bin ich damit unzufrieden. Eigentlich bin ich ein Österreich-Versteher (lacht). Eine andere Reaktionsweise muss erst heranreifen. Europa reagiert leider immer erst verspätet."

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Slate vom 14.11.2014

"Why Germans Want to Change the Subject"

http://www.slate.com/articles/news_and_politics/foreigners/2014/11/germans_want_to_ignore_putin_s_aggress
ion_they_aren_t_ready_for_germany.html

Anne Applebaum wirft Deutschland vor, die Augen vor der vermeintlichen Bedrohung durch Russland zu verschließen und sich lieber mit naheliegenderen Problemen zu beschäftigen. "There isn’t a strong EU foreign policy, in part because Germany hasn’t wanted to create one. This makes Merkel the de facto spokeswoman for Europe — as well as the chancellor of a Germany that doesn't want to be the spokesman for anything. How long can that paradox last?"

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Wiener Zeitung vom 13.11.2014

"Putins Russland hat keine Zukunftsvision"

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/europa/europastaaten/705328_Putins-Russland-hat-keine-Zukunftsvis
ion.html

Veronika Eschbacher im Gespräch mit der russischen Politanalystin Maria Lipman über den Sonderweg Russlands. "Die Formel 'Sonderweg' selbst erfreut sich größter Beliebtheit und Unterstützung bei den Russen. Aber was der genaue Inhalt ist, darauf gibt es keine Antwort. Wenn man beginnt, sie auszuformulieren, stellt sich heraus, dass es nichts zu sagen gibt. (...) Der 'Sonderweg' wird noch am ehesten negativ formuliert, indem gesagt wird: Der Westen ist verdorben, wir aber haben Moral. Aber warum sind wir moralischer? Man denke alleine daran, wie viele Gewaltverbrechen, häusliche Gewalt, wie viele Waisen es in Russland gibt. Der Islam hat einen gänzlich anderen Wertekatalog. Einzig im Umgang mit Homosexuellen unterscheidet sich Russland vom Westen."

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Guardian vom 13.11.2014

"Ukraine has ignored the far right for too long – it must wake up to the danger"

http://www.theguardian.com/commentisfree/2014/nov/13/ukraine-far-right-fascism-mps

Der Soziologe Volodymyr Ishchenko, der die Protestbewegung in der Ukraine für das Center for Social and Labor Research untersucht, schreibt, dass der Einfluss der extremen Rechten in der Ukraine von den Mainstreamparteien heruntergespielt werde. Zwar seien nur 13 Rechtsextreme in das neue Parlament gewählt worden, einige von ihnen könnten aber mit Fug und Recht als Neonazis charakterisiert werden. "(...) what is striking is that far-right and neo-Nazi views and connections do not seem to be problematic for either Ukrainian officials or mainstream opinion. Even the most typical line of criticism against Svoboda and the Right Sector expressed by liberal-minded people is inherently flawed. They may agree that the far right are dangerous, but they argue that the danger is that their provocative actions and statements can be exploited by Russian media to further discredit Ukraine. In this twisted logic the far right are criticised first of all for putting their partisan interests above Ukraine’s national interests. In other words, they are criticised not for being anti-democratic, reactionary, xenophobic and for propagating discriminatory ideas, but for not being nationalist enough."

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The Atlantic vom 12.11.2014

"China Has Now Assumed Great Power Status"

http://www.theatlantic.com/international/archive/2014/11/china-has-now-assumed-great-power-status/382690/

Durch den Abschluss des Klimaabkommens mit den USA könne China endgültig den Status einer internationalen Großmacht beanspruchen, schreibt Matt Schiavenza. Bislang habe sich die Regierung in Peking weitgehend damit begnügt, die globale Diplomatie von der Seitenlinie zu beeinflussen. "In contrast to his predecessor, the dour Hu Jintao, China is now represented by a leader unafraid to assume his country's prominent role in major international issues. 'Xi Jinping has ambitions to be a global leader, and a global player, in ways that his predecessor didn't,' said Economy. In the weeks leading up to his meeting with President Obama, Xi Jinping called repeatedly for a 'great power relationship.' With China's actions in Beijing, he's got it."

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Southeast European Times vom 11.11.2014

"Kosovo vows to close Islamist corridor to Syria, Iraq"

http://www.setimes.com/cocoon/setimes/xhtml/en_GB/features/setimes/features/2014/11/11/feature-01

Kosovo sei ein wichtiges Transitland für europäische Anhänger des Islamischen Staates, die sich der Terrorgruppe in Syrien und Irak anschließen wollen, berichtet Linda Karadaku für die vom US-Militär in Europa finanzierte Southeast European Times. Die Regierung in Pristina habe nun angekündigt, Maßnahmen zur Schließung dieses Korridors zu ergreifen. "Kosovo President Atifete Jahjaga affirmed that the country is erecting 'steel doors to show these security threats will not be used as a corridor moving toward the East or the West.' Terrorist cells have already penetrated Kosovo and aim to spread religious radicalism, which is dangerous in addition to being inhuman, said Mentor Vrajolli, a researcher for the Kosovo Centre for Security Studies in Pristina."

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Radio Free Europe/Radio Liberty vom 11.11.2014

"IS In Central Asia: Existential Threat Or Convenient Enemy?"

http://www.rferl.org/content/isis-threat-central-asia-islamic-state/26686113.html

Joanna Paraszczuk berichtet, dass viele Regierungen in Zentralasien vor der Gefahr des Islamischen Staats im eigenen Land warnten. Noch sei unklar, ob diese Gefahr real sei oder ob es sich nur um einen willkommenen Vorwand zur Unterdrückung religiöser Freiheiten handele. "(...) as 'Islamic State' hysteria continues to engulf Kyrgyzstan and other Central Asian countries, amid fears that the group's extremist ideology could take hold, and reports that hundreds if not thousands of young Central Asian men are fighting in IS's ranks, regional governments have announced measures to contend with Islamic State's radical Islam. But to what extent are these measures designed to deal with the threat of IS, and how much is the threat of IS being employed as a 'useful enemy' to allow Central Asian states to implement tighter controls on religious freedoms?"

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ipg-journal vom 10.11.2014

"Israel? Öl? Terror? Egal."

http://www.ipg-journal.de/kommentar/artikel/israel-oel-terror-egal-660/

Ginge es um Vernunft, müsste der Westen sich aus dem Geschehen im Nahen Osten heraushalten, meint Justin Logan, Direktor für Außenpolitikforschung am Cato Institute in Washington D.C. "Otto von Bismarck, Nicholas Spykman und viele andere große Strategen der letzten Jahrhunderte würden sich die Augen reiben angesichts des überwältigenden Interesses westlicher Eliten an der Nahostregion. Wirtschaftlich ist der Nahe Osten ein Zwerg. Das Bruttoinlandsprodukt beläuft sich einschließlich des Erdöls auf etwa 6 Prozent des Welt-BIP. Der Anteil an der Weltbevölkerung liegt bei 5 Prozent, und auch die militärische Stärke ist eher bescheiden. Wie Edward Luttwak ketzerisch anmerkte, fallen US-Beobachter in ihrer Beurteilung des Nahen Ostens immer wieder dem 'Mussolini-Syndrom' zum Opfer, wenn sie 'rückständigen Gesellschaften, deren Bevölkerung hervorragende Aufstände, aber keine moderne Streitmacht auf die Beine stellen, echte militärische Stärke' attestieren."

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Foreign Affairs vom 10.11.2014

"The German Connection"

http://www.foreignaffairs.com/articles/142283/lauren-harrison/the-german-connection?cid=rss-rss_xml-the_g
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Lauren Harrison hat die in der Öffentlichkeit oft unterschätzte Vermittlerrolle Deutschlands im Nahost-Konflikt untersucht und hierfür u.a. ein Gespräch mit dem früheren BND-Präsidenten August Hanning geführt. Deutschland unterhalte gute Beziehungen zu Israels arabischen Nachbarländern und werde auch von der Hamas und der Hisbollah als nützlicher Vermittler in Anspruch genommen. In Israel selbst habe es allerdings zuletzt auch kritische Stimmen gegeben. "Whereas Hamas and Hezbollah have, in the past, accused the Germans of favoring Israel in negotiations, it’s actually the Israelis who are now raising questions about Germany’s long-term intentions. Several IDF officers (who requested anonymity) with current or past responsibility for prisoners of war and soldiers missing in action indicated that, for all of the good Germany does in the region, Berlin’s motives to mediate might not be entirely pure. Shifting uncomfortably in his seat in a crowded café north of Tel Aviv, a former IDF official said flatly that one of Germany’s 'main reasons' for mediating was to 'strengthen its connections to Iran.'"

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Carnegie Europe vom 10.11.2014

"Poland’s Foreign Policy Needs More, Not Less, Germany"

http://carnegieeurope.eu/strategiceurope/?fa=57176

Judy Dempsey berichtet über polnische Diplomaten, die beklagten, von der EU-Diplomatie in der Ukraine-Krise ausgeschlossen worden zu sein. Ein neuer Kalter Krieg könne jedoch nur mit einer stärkeren außenpolitischen Kooperation zwischen Deutschland und Polen verhindert werden, so Dempsey. "Polish diplomats say they have been sidelined over the Ukraine crisis. This is because the so-called 'Normandy format,' which consists of the French, German, Russian, and Ukrainian leaders, now deals with Ukraine. The format hasn’t yielded much — indeed, there are reports of Russia sending more military equipment to eastern Ukraine. It is Berlin that is the most important player in the Ukraine crisis. That is all the more reason for Berlin not to marginalize Warsaw. Poland’s long-held belief in anchoring Eastern Europe to the West needs Germany’s political weight and economic influence. Berlin also needs Warsaw as a partner."

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Die Welt vom 10.11.2014

"Gebt die Ukraine nicht auf!"

http://www.welt.de/print/welt_kompakt/debatte/article134170947/Gebt-die-Ukraine-nicht-auf.html

Richard Herzinger nimmt die Feierlichkeiten zu 25 Jahren Mauerfall zum Anlass, auf die Situation der Menschen in der Ostukraine zu verweisen. "Wer argumentiert, die Probleme des Landes seien unlösbar, und schon gar sei eine EU-Mitgliedschaft der Ukraine außerhalb der Reichweite realistischer Vorstellung, liefert es in der Art einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung der Macht Putins aus. Denn das ist es genau die Absicht, die er mit seiner Aggression verfolgt: Zu beweisen, dass Nationen, die der russischen Vorherrschaft entkommen wollen, keine Entwicklungschance hätten. Der Kampf um die Ukraine gewinnt so exemplarischen Charakter für Europas zukünftige politische Gestalt. Triumphiert Putin über die aufkeimende ukrainische Demokratie, ermutigt ihn das, sein autoritäres Herrschaftsprinzip noch tiefer nach Europa hineinzutragen."

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The Globalist vom 10.11.2014

"Angela Merkel and German Leadership in Foreign Policy"

http://www.theglobalist.com/angela-merkel-and-german-leadership-in-foreign-policy/

Nach Ansicht von Stephan Richter hat Bundeskanzlerin Merkel die neue deutsche Führungsrolle in der europäischen Außenpolitik zuletzt eindrücklich gegenüber Russland und Großbritannien demonstriert. Es sei falsch, die deutsche Skepsis gegenüber einer Militarisierung außenpolitischer Konflikte als Führungsschwäche zu beklagen. "Where then does Germany fall short on leadership? The odds are that those who argue that case apply a very peculiar definition of leadership – as in: Now that we have created a mess, we don’t you help us clean it up? In short, these voices suggest, it is time for Germany to pay heed to America’s ill-advised strategy of militarizing everything. Is that the path the Germans should be taking? (...) Germans wisely emphasize the primacy of the political over the military. And they ask: What’s the supposed outcome or endgame? In the U.S. case, it is – largely for reasons of domestic politics – the other way around."

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n-tv vom 09.11.2014

"Schwere Gefechte erschüttern Donezk"

http://www.n-tv.de/politik/Schwere-Gefechte-erschuettern-Donezk-article13930026.html

Die Ostukraine stehe vor einem erneuten Aufflammen der Gewalt, berichtet n-tv. "Die Kennzeichen abmontiert, Artilleriegeschütze im Schlepptau: Anwohner und Journalisten beobachten mehrfach Truppenbewegungen rund um Donezk. Wenig später erfüllt Geschützdonner die Luft in der umkämpften Rebellenhochburg."

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Guardian vom 09.11.2014

"Germany must talk straight with Israel"

http://www.theguardian.com/commentisfree/2014/nov/09/germany-israel-history-peace-daniel-barenboim

Der Dirigent Daniel Barenboim wünscht sich, dass Deutschland im Interesse beider Länder stärkeren Einfluss auf den Verbündeten Israel ausüben würde. "Germany’s approach to the Israeli-Palestinian conflict is a diminutive one. It does not want to inflame sensibilities over its relations with Israel. However, if there is to be a solution to the conflict, Germany must play some role and exert some form of influence on Israeli policy. Germany can and should put political pressure on Israel. After all, we are talking here about the intellectual and political future of the state of Israel. The logic is simple: Germany is committed to the ongoing security of the state of Israel, but this is only possible in the long term if the future of the Palestinian people, too, is secured in its own sovereign state. If this does not happen, the wars and history of that region will be constantly repeated and the unbearable stalemate will continue."

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European Council on Foreign Relations vom 08.11.2014

"Germany then and now"

http://www.ecfr.eu/article/commentary_germany_then_and_now343

Josef Janning schreibt in seinem Kommentar zum 25. Jahrestag des Berliner Mauerfalls, dass sich die Machtposition Deutschlands in Europa seitdem erheblich verstärkt habe. Im Gegenzug habe allerdings das Zielbewusstsein der deutschen Außenpolitik abgenommen. "Never in modern history has Germany enjoyed a more secure and more comfortable position in Europe. On the other hand, contrary to expectations within Germany, the 'German question' of European order has not been answered; rather, it has returned in its original form as the question about the role and place of Germany in Europe. (...) If there is still an idea of the EU’s finalite alive in Berlin, it is now hidden in a fog of pragmatism. (...) The political class and the public will have to make a decision whether to move ahead into a looser form of EU integration governed primarily by consensus in the European Council, or to advance integration towards political union with more powers in the fiscal and social fields and additional layers of solidarity."

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